Spielberichte 2014

Die Spielberichte werden von  Boris Baur und Torsten Kron geschrieben.

Acht Sekunden fehlen

Unglückliches Vorrundenaus in Bockum-Hövel

Vor dem Tor zu ungefährlich: Beim Isenbeck-Cup der SG Bockum-Hövel verpasste der SVE den Einzug in die Endrunde, weil die Heessener letztlich zu viele Chancen liegen ließen. Dumme Gegentreffer taten dann ein Übriges – und der SVE war ausgeschieden.

SVE Heessen – BV 09 Hamm 0:1

Heessen hatte das Spiel unter Kontrolle, wurde aber lange Zeit nicht richtig gefährlich. Es fehlte der berühmte Zentimeter – ehrlicherweise waren es aber auch 10 bis 15. Die Nordener machten die Räume eng, wollten unbedingt die Null halten. Dennoch besaß der SVE zumindest zwei große Gelegenheiten: Siggi Maack scheiterte im 1:1 am BVH-Keeper, Marian Christel kam nach einer Ecke frei zum Schuss, traf den Ball aber nicht richtig. Die 09er kamen selten entschlossen nach vorne, dafür aber in den Schlusssekunden einmal effektiv: Acht Sekunden vor Schluss schlug der Schuss von Marc-Oliver Claus im Netz ein. Ein bitteres Ende, dessen Konsequenz erst später offenbar werden sollte.

 

SVE Heessen – TuS Wiescherhöfen 2:3

Die Revanche für die Halbfinal-Niederlage in der Sachsenhalle  misslang dem SVE. Dabei spielten die Heessener viel besser als im alten Jahr und besaßen sogar die größeren Chancen. Doch der Ball wollte nicht so richtig ins Tor. Wiescherhöfen ging in Führung, aber Markus Gerweler konterte mit einem abgefälschten Schuss. Der TuS markierte auch das 2:1 – wieder ein vermeidbarer Gegentreffer. Diesmal war es Marian Christel, der mit einem Zaubertor von der Außenlinie egalisierte. Siggi Maack vergab nun zwei Großchancen vor dem TuS-Torhüter. Hinten klärte Schlussmann Tim Fischer einen Ball nicht schnell genug, ins Dribbling gezwungen verlor er die Kugel und Wiescherhöfen traf zum 3:2. Passend zum Spiel stand das Lattenkreuz dem erneuten Ausgleich durch Christel in der Schlussminute im Weg.

 

SVE Heessen – SG Bockum-Hövel II 3:1

Durch die vorherigen Ergebnisse ging es im letzten Spiel des Abends um nichts mehr. Heessen gewann durch Tore von Siggi Maack, Andreas Sendek und Marian Christel beim Anschlusstreffer zum 2:1. Wieder ging der SVE großzügig mit seinen Möglichkeiten um. Letztlich hätten bei diesen Ergebnissen aber ein 0:0 gegen den BVH gereicht, um dank der Tordifferenz ins Halbfinale einzuziehen. Doch es waren damals eben noch acht Sekunden zu spielen.

Gulaschsuppe schmeckt, Unentschieden nicht

SVE Heessen - Eintracht Werne 1:1 (1:1)


Die Gulaschsuppe und das Fassbier schmeckte immerhin. Das Ergebnis des dem Saisonabschluss vorangegangenen Abschlussspiel schmeckte den Alten Herren des SVE Heessen hingegen nicht. Das 1:1-Unentschieden war unnötig wie ein Kropf. Nicht nur war das Gegentor unmittelbar vor dem Pausenpfiff vermeidbar, auch hätte der Gastgeber die Partie am Busch bei nur halbwegs ordentlicher Chancenverwertung deutlich für sich entscheiden müssen.
Die Partie entwickelte sich von Anfang an als ein Spiel auf ein Tor. Torhüter Mike Spitzer hatte mit einer Ausnahme bei einem Ausflug zur Eckfahne einen geruhsamen Nachmittag. Der Schiedsrichter übersah dabei das Foulspiel am Keeper, entschied dann jedoch zum Ärger der Werner fälschlicherweise auf Abseits. Ausgleichende Gerechtigkeit.
Die Heessener ließen den Ball wie gewohnt gut laufen. Nur das Visier war nicht wirklich auf das Ziel eingestellt. So flogen die Schüsse von Sascha Frey, Jörg Osiewacz und Manni Lang weit über das Tor. Eine verunglückte Rettungsaktion eines Werners gegen Boris Baur, fischte der Eintracht-Keeper von der Linie.
Und das war es noch lange nicht an Möglichkeiten für den SVE im ersten Durchgang. Olaf Wyludda verstolperte nach einem Solo über den halben Platz den Ball an der Strafraumgrenze. Manni Lang blieb mit dem Leder erst am herausgeeilten Torwart hängen, dann ebenfalls unbedrängt am Werner Libero.
So musste es ein Abwehrspieler richten. Und wie: Patti Bauer nahm aus spitzen Winkel Maß und traf zum 1:0. Abschussort und Flugkurve erinnerten dabei stark an Marco van Bastens Treffer im EM-Finale 1988, nur dass der niederländische Welttorjäger zusätzlich noch volley schoss.
Der Schiedsrichter hatte schon auf die Uhr geschaut, eine halbe Minute waren bis zur Pause noch zu spielen. Und dennoch gelang Werne Ball direkt vom Anstoß weg der 1:1-Ausgleich. Einziger Heessener, der den Ball berührte, bevor er im Netz landete, war Olaf Wyludda, der dem Eintracht-Stürmer im Strafraum unglücklich auflegte.
Im zweiten Durchgang wurde den Wernern ein Abseitstor wohl zurecht aberkannt. Die Heessener schossen weiter munter in den Himmel am Busch. Gute Gelegenheiten, jetzt auch per Konter gegen müder werdende Gäste, ließ der SVE aus. Die letzte Chance verpasste Frank Vormann im Anschluss an eine Ecke, als er sich am Fünfer nicht rechtzeitig drehen konnte. Die Partie blieb daher offen, wurde dadurch laut und hektisch. Negativer Höhepunkt war die Rote Karte für Wernes mittlerweile ins Feld gewechselten Torhüter nach einem rüden Foul an Boris Baur.
Da aber die Suppe und das Bier parat stand, war der Ärger schnell verraucht. Die Heessener Bilanz im Jahr 2014 kann sich mit elf Siegen bei sechs Niederlagen und drei Unentschieden schließlich sehen lassen.

Durststrecke beendet

SVE Heessen – SV Südkirchen 2:1 (1:0)

Der SVE hat sein Zwischentief überwunden und nach drei Niederlagen in Serie wieder gewonnen. Gegen den SV Südkirchen fuhren die Heessener einen verdienten Sieg ein, auch wenn es am Ende noch einmal spannend wurde.

Die Gastgeber hatten die Partie von Beginn an im Griff. Südkirchen kam kaum aus der eigenen Hälfte. Dafür standen die Gäste recht sicher in der Abwehr. Große Chancen waren so auf beiden Seiten selten. Ein Zusammenspiel von Andreas Sendek und Oliver Reich führte zum 1:0 von Reich. Siggi Maack boten sich zwei Möglichkeiten, doch er traf den Ball bei seinen Volleyschüssen nicht richtig. Toto Kron verpasste  nach einer Ecke die Gelegenheit zum Abschluss. Der SV besaß eine Konterchance, doch der Gästespieler schoss frei im Strafraum über das Tor.

Auch nach dem Wechsel hatte der SVE mehr vom Spiel, doch Südkirchen gestaltete das Geschehen deutlich ausgeglichener. Zum 2:0 traf Maack per Elfmeter. Oliver Reich war gefoult worden. Südkirchen warf nun alles nach vorne. Heessen hatte Platz zum Kontern, spielte aber zu ungenau. Acht Minuten vor dem Ende verkürzte der Gast auf 2:1. Der SVE vermochte die Flanke nicht zu verhindern und in der Mitte verlor Markus Fessler das entscheidende Kopfballduell. Kurz zuvor war Spitzer bei einem Flachschuss glänzend in die Ecke abgetaucht. Ansonsten geriet der Sieg der Heessener nicht mehr in Gefahr.bb

Fotos zum Spiel

Spitzer macht den Wiese

SV Drensteinfurt - SVE Heessen 2:1 (0:1)

Das rosa Trikot hat er zum Glück ausgelassen. Aber in schönster Tim-Wiese-Manier ließ Mike Spitzer einen eigentlich schon sicher gefangenen Ball fallen und führte damit die Niederlage des SVE Heessen beim SV Drensteinfurt herbei. Spitzer verzichtete immerhin auf die Rolle, die der Werder-Keeper damals gegen Juventus Turin so theatralisch fabrizierte. Bitter war das 1:2 in der Schlusssekunde trotzdem - vor allem, weil der Kapitän bis dahin eine famose Leistung geboten hatte.
Der Sieg für den Gastgeber war keineswegs unverdient, doch der SVE hätte ein Unentschieden verdient gehabt. Mit einem Rumpfkader stemmten sich die Heessener nämlich bis zuletzt gegen die Niederlage, warfen sich gegen anstürmende Drensteinfurter in alle Zweikämpfe.
Die erste Hälfte war noch ausgeglichen. Die Heessener kamen oft in gute Schussgelegenheiten, zielten aber aus unerfindlichen Gründen zumeist direkt auf den Torhüter. Der SVD setzte auf schnelle Gegenzüge und tauchte dreimal in richtig guter Position vor Sptizers Tor auf - um kläglich zu Scheitern.
Etwas glücklich fiel dann das Tor für den SVE. Heinrich Dann nutzte seine Schnelligkeit auf der rechten Seite. Seine Flanke flog als Heber  über den sich vergebens streckenden Torwart hinter der Linie (26.). Markus Gerweler hätte bei einem Konter über drei Stationen auf 2:0 erhöhen müssen. Frei vor dem Torwart verpuffte sein Heber völlig ineffektiv.
Nach dem Wechsel machte Drensteinfurt Druck, schnürte den SVE spätestens mit der verletzungsbedingten Auswechslung von Jens Messner in dessen Hälfte ein. Doch Heessen - jetzt mit Vater Ralf Reich -  kämpfte. Viele Angriffe wurden im letzten Moment abgeblockt oder Spitzer stand im Weg. Die größten Möglichkeiten vergab der Gastgeber allerdings auch fahrlässig.  Bei einer Unaufmerksamkeit glich Drensteinfurt dann doch zum 1:1 aus. Die Heessener hatten zuvor immerhin einige Konterchancen. Manni Lang spielte einmal den Torwart aus und wurde von diesem zu Boden gerissen. Kurz darauf traf er den Außenpfosten. Der starke Heinrich Dann traf nach einem Querpass von Boris Baur den Ball im Fünfmeterraum nicht richtig.
Der Ausgleich beflügelte die Gäste noch einmal. In Unterzahl - Dann war mit Krämpfen raus - konnte sich der SVE den Angriffen kaum noch erwehren. Doch bis Spitzer ärgerlichem Fauxpas hielt die Abwehr stand.
Ausgekontert

SVE Heessen - Westfalia Rhynern 0:2 (0:1)

Im 5/6-Flutlichtspiel verloren die Alten Herren gegen die Westfalia aus Rhynern, die es hervoraggend verstand, in sicherer Entfernung vor dem Tor, die Räume eng zu machen. Heessen besaß kaum Chancen, fing sich einen Konter in der ersten Hälfte und einen Sonntagsschuss im zweiten Durchgang und unterlag mit 0:2.
Die Partie wäre wahrscheinlich anders verlaufen, wenn Toto Kron nach wenigen Minuten die Halbfeld-Flanke von Markus Gerweler nicht über den Schlappen gerutscht wäre. Kron hätte frei vor dem Tor gestanden. So hatte der SVE das Geschehen zwar unter Kontrolle und ließ den Ball durch die eigenen Reihen laufen, es gelangen aber keinen schnellen Angriffe, um Rhynern ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Kron vergab später auch die zweite gute Möglichkeit des Gastgebers. Ein weiterer Rückschlag war die Verletzung von Jörg Osiewacz, der bei einem Schussversuch auf dem extrem rutschigen Rasen am Busch unglücklich auf die Rippen fiel. Seine Laufbereitschaft fehlte fortan im doch etwas statischen Mittelfeld.
Mit der Zeit häuften sich die leichten Ballverluste der Heessener im Spielaufbau. Rhynern bekam Gelegenheit zum Kontern. So fiel auch das 0:1. Timo Becker fing an der Mittellinie einen Pass ab, nahm Tempo auf, umspielte die verbliebenen Verteidiger und hämmerte das Leder unhaltbar für Torwart Mike Spitzer in den Winkel (26.).
Das mittlere Flutlicht zum Wald streikte übrigens, weswegen Boris Baur und Markus Gerweler auf der linken Seite im Halbdunkeln standen. Der Versuch das Licht in der Halbzeitpause neu zu starten, führte dazu, dass der Mast auf der gegenüberliegenden Seite ausfiel - und Baur und Gerweler wieder Schattenspiele aufführten. Erst als beide den Platz verlassen hatten, ging das Licht wieder an. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...
Nach Wiederanpfiff brauchte der SVE längere Zeit, bis die Ordnung wieder stimmte. Die Westfalia besaß einige gute Chancen, von denen auch Mike Spitzer ein paar entschärfte. Bei einem Sonntagsschuss in der 49. Minute war er allerdings machtlos. Langsam finden sich die Heessener dann wieder und versuchten der Partie noch eine Wende zu geben, doch Rhynern ließ die Offensive nicht zur Entfaltung kommen. Im Gegenzug versäumte es die Westfalia gegen aufgerückte Gastgeber weitere Konter effizient auszuspielen. Alles in allem geht der Sieg für die cleveren Gäste aber voll in Ordnung.
Freys Doppelpack bleibt wirkungslos

SpVg Beckum - SVE Heessen 3:2 (2:1)

Die ersatzgeschwächte SVE-Mannschaft um Libero Mario Reich versuchte durch viel Ballbesitz das Spiel in die Hand zu nehmen. So stand die Defensive zwar zunächst sicher, doch nach vorne lief wenig. Torchancen erarbeiteten sich die Heessener kaum.
Urplötzlich stand es nach 25 Minuten 2:0 für Beckum. Zweimal hatten die Gäste gepennt. Kurz vor der Pause verküzrte Sascha Frey immerhin auf 1:2. Der Ball hatte dabei allerdings wohl nicht die Linie des SpVg-Tores überschritten  ein irreguläres Tor also. Nach dem Wechsel  bot sich das gleiche Bild. Das einzige was in einer schwachen Partie erwähnenswert war, war die Einwechslung von Paul Koziol, der so sein Debüt in den Alten Herren des SVE feierte. Die Heessener waren im zweiten Abschnitt irgendwie am Drücker, doch wieder blieben die hundertprozentigen Möglichkeiten aus  und schließlich fiel sogar das 3:1 für Beckum.Die Gäste versuchten nochmal Druck aufzubauen,  markierten aber nur noch kurz vor dem Ende ein weiteres Mal den Anschlusstreffer zum 2:3-Endstand. Erneut traf Sascha Frey.

Kantersieg in Pottyland

SG Bockum-Hövel – SVE Heessen 1:6 (1:3)

Nach dem Trainingslager in Willingen fühlte sich Ralf Reich fit genug, seine Fußballschuhe wieder zu schnüren und seinen Söhnen tatkräftig zur Seite zur stehen. Der Druck von der Bank half, denn der SVE Heessen fuhr bei der SG Bockum-Hövel am Zechenplatz einen deutlichen Sieg ein.

Die Gastgeber begannen nur zu zehnt. Der SVE reagierte darauf, und wollte der Unterzahl mit einem bisschen Kickerei begegnen. Das gelang offensiv ganz gut. Das Tor von Toto Kron, der ein Querpass von Boris Baur, mit gefühlt 2 km/h über die Linie feuerte, war nicht die erste gute Chance. Doch in der Defensive fand die SG selbst in Unterzahl noch Lücken. So fiel auch der schnelle Ausgleich. Und Torhüter Mike Spitzer musste in der Anfangsphase mehrmals in großer Not eingreifen.

Bockum-Hövel war bald komplett. Doch langsam zog Heessen das Tempo an. Angriff auf Angriff rollte auf das Tor des Gastgebers. Letztlich war es Sascha Frey, der nach einem langen Ball von Jens Messner den Torwart umspielte, und den Ball ins Netz schob. Das 3:1 erzielte Jörg Oieswacz, der nachdem er keine Anspielstation fand, den Ball aus 20 Metern einfach in den Winkel zirkelte.

Nach dem Wechsel versuchte die SG zunächst defensiv sicher zu stehen. Das gelang zunächst, doch wann immer die Heessener Tempo aufnahmen, wurde es für den Gastgeber gefährlich. Das vorentscheidende 4:1 leitete Bockum-Hövel letztlich aber selbst. Sascha Frey setzte bei einem schlampigen Querpass am SG-Strafraum nach, brachte seinen Gegenspieler in Bedrängnis. Boris Baur kam zum Abschluss und überwand den SG-Keeper. Der ließ kurz darauf den Schuss  von Frey nur abprallen. Markus Fessler staubte ab.

Danach war viel Leerlauf. Spitzer parierte noch zweimal aus kurzer Distanz, auf der Gegenseite hatte der SVE etliche Chancen. Der Schlusspunkt war dem neuen Tennis-Idol Toto Kron vorbehalten, der nach einem Konter über Christian Lepper das halbe Dutzend vollmachte.

Tore: 0:1 Kron (11.), 1:1 (15.), 1:2 Frey (24.), 1:3 Osiewacz (29.), 1:4 Baur (49.), 1:5 Fessler (54.), 1:6 Kron (66.)

Die Kurve gekriegt

Fortuna Walstedde – SVE Heessen 1:2 (0:0)

Eigentlich war der SVE Heessen die bessere Mannschaft beim Aufeinandertreffen mit Fortuna Walstedde. Dass es am Ende allerdings tatsächlich zu einem 2:1-Sieg reichte, hatte aber mit viel Glück zu tun.

Die erste Hälfte dominierte der SVE die Partie. Was fehlte waren die Tore. So scheiterte Heinrich Dann bei der größten Chance freistehend am Fortunen-Schlussmann. Bei weiteren Gelegenheiten kam der letzte Pass nicht ins Ziel. Bei warmen Temperaturen versuchte der SVE das Tempo zu kontrollieren. Der Ball lief dabei gut durch die eigenen Reihen, zwischenzeitlich allerdings auch zu wenig nach vorne. Letztlich ging es mit einem 0:0 in die Pause – auch weil Tim Fischer bei den zwei Möglichkeiten der Gastgeber auf dem Posten war.

Nach dem Wechsel verlor Heessen allerdings die Ordnung, Walstedde kam nun gefährlicher und öfter nach vorne. Und ging dann auch in Führung, als die Gäste auf der linken Seite den Ball nicht klärten.

Doch dieses Gegentor weckte noch einmal die letzten Kräfte der Heessener Rumpftruppe. Die wehrten sich gegen die Niederlage – und hatte das Glück auf ihrer Seite. Erst blieb der Pfiff des Schiedsrichter beim Foul von Heinrich Dann gegen den Ex-Heessener Martin Tiggemann aus. Aus dem Gegenzug resultierte die Ecke, die Markus Fessler am langen Pfosten unter gütiger Mithilfe des Torhüters ins Netz beförderte. Nur vier Minuten später meinte es Walsteddes Keeper erneut gut mit dem SVE. Einen langen Ball unterlief er weit vor dem eigenen Tor. Toto Kron nahm das Leder auf und bugsierte es zum Siegtreffer über die Linie.

Tore: 0:1 (52.), 1:1 Fessler (58.), 1:2 Kron (62.)

Ergebniskosmetik nach desolatem Start

TuS Uentrop -- SVE Heessen 3:2 (3:0)

Das Spiel am Giesendahl fand zwar erst am Abend statt, die Alten Herren des SVE schafften es aber dennoch, die erste Hälfte zu verschlafen. Die Heessener luden den TuS Uentrop förmlich zum Toreschießen ein. Nach dem 3:0 für den Gastgeber zur Pause steigerte sich der SVE allerdings erheblich und hätte die Partie beinahe sogar noch gedreht.


In der ersten Hälfte passte jedoch nichts zusammen. Nach einem ordentlichen Beginn und einer Halbchance von Mike Spitzer verlor der SVE völlig den Faden. Taktisch, läuferisch und spielerisch hakte es an allen Enden. Dazu fehlte jegliche mannschaftliche Geschlossenheit und ein brauchbares Zweikampfverhalten. Zwischen Defensive und Offensive klaffte ein Riesenloch, das Uentrop mit Leichtigkeit zu füllen wusste. So hatte der TuS es leicht, mit schnellen Angriffen die Lücken der Heessener ausnutzen. Thomas Schliewe staubte nach zehn Minuten zum 1:0 ab, nachdem Tim Fischer den ersten Schuss noch pariert hatte. Dem Stürmer gelang nach einem Konter auch das 2:0 (31.). Auch beim 3:0 durch Timo Kegler boten die Heessener allenfalls Geleitschutz auf dem Weg zum Tor. Im Anschluss an eine Ecke hatten die Uentroper dann auch Überzahl vor dem SVE-Strafraum.

Die Heessener
stellten in der Pause die Anzeige auf null. Es ging vornehmlich darum, sich im zweiten Durchgang ordentlich zu präsentieren. Und das gelang vollkommen. Die Gäste standen nun enger beieinander, kamen in die Zweikämpfe und gewannen diese auch. Die Folge war quasi ein Spiel auf ein Tor. Doch zunächst fehlte das Erfolgserlebnis. Sascha Frey sprang der Ball vom Fuß, Andreas Sendek wurde noch gestoppt, Christian Lepper fehlte das Zielwasser und Olli Reich und Jörg Osiewacz verpassten den Abschluss.

Doch dann platzte der Knoten: In der 57. Minute gelang Frey nach schönem Pass von Lepper völlig freistehend das erste Tor. Und sieben Minuten später markierte Lepper per Elfmeter den Anschlusstreffer. Olli Reich war vom TuS-Torwart gefoult worden. Die Heessener mobilisierten die letzten Kräfte, reklamierten nach Foul an Lars Schwipp einen weiteren Strafstoß. Der Pfiff blieb jedoch aus (71.). Kurz darauf verpassten Schwipp und Frey eine Freistoßflanke nur knapp. Danach wurde der SVE allerdings zu hektisch.

Uentrop kam in der gesamten zweiten Hälfte nur dreimal gefährlich vors Tor -- zweimal hielt Fischer, einmal verpasste der TuS-Akteur die Hereingabe -- denn Sieg rettete der Gastgeber trotzdem nicht unverdient über die Zeit.

1:0 Schliewe (10.), 2:0 Schliewe (31.), 3:0 Kegler (37.), 3:1 Frey (57.), 3:2 Lepper (64./Foulelfmeter)
Immerhin dreimal nicht im Abseits

TuS Germania Lohauserholz -- SVE Heessen

Der SVE Heessen hat auch das Rückspiel gegen den TuS Germania Lohauserholz gewonnen. Und das, obwohl sie bei warmen Temperaturen nur zu zwölft antraten. Eine starke Abwehr und die individuelle Klasse im Angriff waren der Ausgangspunkt für den mit zunehmenden Spielverlauf verdienten Sieg.


Mit Sascha Frey und Andreas Sendek standen zwei Debütanten im SVE-Mittelfeld. Da die Hölzkener zudem früh attackierten, haperte es im Zusammenspiel des SVE zunächst noch ein wenig. Unnötige Ballverluste im Mittelfeld sorgten für Gefahr vor dem eigenen Tor. Doch Tim Fischer hielt vor allem alleine gegen Markus Düsing stark, lenkte den Ball mit der Fußspitze noch zur Ecke (16.). Die Germanen kontrollierten das Spiel, kamen häufig in Strafraumnähe, wo die Heessener allerdings resolut klärten. Die Gäste setzten wiederum meist auf lange Bälle, die nur selten einen Abnehmer fanden.

Das Geschehen kippte durch die verletzungsbedingte Auswechslung von TuS-Spielmacher Michael Müller. Der war bis dato Dreh- und Angelpunkt bei Lohauserholz, zog sich jedoch in der 28. Minute eine Leistenverletzung zu. Die Gastgeber agierten jetzt etwas kopflos, wodurch Heessen zu früheren Ballgewinnen kam. Das 0:1 fiel dennoch glücklich. Eine Ecke von Toto Kron verfehlte Sascha Frey am kurzen Pfosten nur knapp. Doch er irritierte TuS-Keeper Claudio Murgia dabei derart, dass dieser das durch den Fünfer fliegende Leder passieren ließ. Marian Christel staubte ab (36.).

Nach dem Wechsel hatte der SVE die besseren Chancen. Eine davon nutzte Kron nach einer schönen Ballstafette zu einem erfolgreichen Schuss (59.). Der SVE rannte in der Folge wie eigentlich auch schon zuvor bei seinen Kontern zu oft ins Abseits oder vergab gute Chancen, wie Martin Schock aus sechs Metern (65.). Die Hölzkener schlossen -- teilweise aus guten Positionen -- zu schlecht ab, um Fischer in Verlegenheit zu bringen.

Die endgültige Entscheidung besorgte Frey per Elfmeter (70.). Christel war nach einem Solo von Murgia im Strafraum zu Fall gebracht worden. Und da kein anderer schießen wollte, schnappte sich der Neuling den Ball und verwandelte eiskalt. Danke für die Kiste beim nächsten Training;-)

Tore: 0:1 Christel (36.), 0:2 Kron (59.), 0:3 Frey (70./Foulelfmeter)

Munteres Schützenfest

Hammer SC – SVE Heessen 4:4 (1:1)

Zwei Mannschaften mit offenem Visier, beide ersatzgeschwächt – was kommt dabei heraus? Ein munteres Schützenfest wie beim Treffen der Alten Herren des HSC mit denen des SVE am Pilsholz. Ärgerlich allerdings für die Gäste, dass sie eine 4:2-Führung leichtfertig zum 4:4 herschenkten.

Zunächst machten die Westtünner aber mit Windunterstützung das Spiel. Angriff um Angriff rollte auf das Tor von Keeper Tim Fischer, während die Heessener Probleme hatten, sich aus der eigenen Hälfte zu befreien. Folgerichtig ging der Gastgeber auch mit 1:0 in Führung. Das Tor von Daniel Deckner in der zwölften Minuten war allerdings vermeidbar, denn erst segelte die Ecke durch den Strafraum, dann stand Deckner am langen Pfosten mutterseelenallein und erwischte zu guter Letzt Fischer mit einem Schuss aus spitzem Winkel auf den kurzen Pfosten auf dem falschen Fuß.

Mit dem Gegentreffer fand der SVE jedoch langsam in die Partie, startete erste Angriffe. Dabei half natürlich, dass der Wind mittlerweile abgeebbt war. Die Belohnung folgte prompt. Christian Lepper drosch das Leder auf Pass von Toto Kron aus 18 Metern ins Netz  (26.). Heessen war nun gefährlicher, während der HSC auf Konter setzte, bis zur Pause sollte es aber beim 1:1 bleiben.

Den Torreigen nach dem Wechsel eröffnete Marian Christel, der den Ball, nachdem sich Kron auf links schön durchgesetzt hatte, aus kurzer Distanz einschob (46.). Der HSC glich jedoch nur ein paar Minuten später durch Dietmar Paschko aus. Doch Heessen schlug zurück. Oli Reich überlistete den Torwart mit einem herrlichen Schlenzer vom linken Strafraumeck (52.) und sorgte im  Nachschuss, als Christels Schuss pariert worden war, für das 4:2 (66.). Es war die beste Phase des SVE, der nun sicher stand und bei Großchancen von Boris Baur und Christel das fünfte Tor hätte erzielen müssen.

Doch nach und nach ließen die Kräfte bei den Gästen nach. Und da die Heessener nicht gewillt waren, sich hinten rein zustellen, sondern weiter nach vorne spielten, bot sich dem HSC die Gelegenheit, zurück ins Spiel zu finden. Paschko (71.) und Deckner (73.) glichen per Doppelschlag aus, als die Gäste sich weitere Fehler erlaubten. In der Schlussphase wogte die Partie hin und her. Heinrich Dann hatte nach einer Ecke den Siegtreffer für den SVE auf dem Fuß, traf aber nur ein Westtünner Bein. Das 4:4 war jedoch durchaus leistungsgerecht.

Sieg beim Geburtstagkind aus der Nachbarschaft

SVE gewinnt Dolberger Jubiläumsturnier

Die Bilanz lässt keine Zweifel: 17:2 Tore, fünf Siege – der Turniersieg der Alten Herren des SVE Heessen bei der SpVgg Dolberg war völlig verdient. So schwierig es war, eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen, so souverän marschierte die dann durch die Spiele.

Los ging es mit einem 5:0 über die Betriebssportler der BSG Eternit. Die Eintracht war vor allem taktisch besser und konterte den Gegner nach längerer Abtastphase eiskalt aus. 5:0 hieß es auch gegen die zweite Mannschaft des Gastgebers. Wieder kontrollierte der SVE die Partie, markierte das wichtige 1:0 und nutzte dann geschickt die sich bietenden Räume.

Im letzten Spiel ging es gegen Gaye Genclik um den Gruppensieg. Die Ahlener nahmen das mit dem Ü32-Turnier nicht ganz so ernst, hatten drei junge schnelle und technisch versierte Leute an Bord, die viel Alarm machten. Doch  der SVE hatte Tim Fischer: Der bisher fast beschäftigungslose Torhüter trieb die mehrfach frei vor ihm auftauchende Gencliks mit seinen Paraden zur Verzweiflung. Die Heessener präsentierten sich eiskalt, nutzten zwei ihrer wenigen Chancen zu Toren. Kurz vor Schluss gelang GG Ergebniskosmetik, der 2:1-Sieg der Heessener geriet aber nicht mehr in Gefahr.

Im Halbfinale – nun mit Lars Schwipp, Dirk Wellenbüscher und Heinrich Dann für Tobias Pilgrimm, Toto Kron und Martin Schock – wartete mit Aramäer Ahlen das zweite Länderspiel. Diesmal kam dem SVE der schwache Torwart der Ahlener entgegen. Heessen war zwar drückend überlegen, doch das Tore schießen hätte sich schwieriger gestalten können. Lars Schwipp und Christian Lepper sorgten für die 2:0-Führung. Nach dem Gegentreffer in Anschluss an eine Unaufmerksamkeit machte Boris Baur mit dem 3:1 alles klar.

Finalgegner war die FSG Ahlen. Ein würdiges Endspiel, standen sich doch die beiden besten Mannschaften gegenüber. Die Partie verlief relativ auf Augenhöhe mit leichten Vorteilen für den SVE, der die größeren Chancen hatte. Und wieder eine enorme Effizienz zeigte. Nach einer Zwei-Minuten-Strafe dauerte es nicht lange und Boris Baur drückte Christian Leppers Maßflanke am langen Pfosten über die Linie. Und im zweiten Durchgang war es wieder eine Überzahlsituation nach Meckern der Ahlener, die Lars Schwipp zum 2:0 nutzte. Der Rest war eine starke Abwehr und großer Jubel nach dem Abpfiff. So gingen zwei Pokale, die Patty Bauer im Finale mit einem Gewaltschuss beinahe zerstört hätte, verdient nach Heessen.

SVE (Vorrunde): Fischer – Bauer, Baur, Nowak, Sendek, Pilgrimm, Lepper, Kron, Schock

SVE (Endrunde): Fischer – Bauer, Baur, Nowak, Sendek, Wellenbüscher, Dann, Lepper, Schwipp

 
stehend von links: Sebastian Nowak, Christian Lepper, Lars Schwipp, Patrick Bauer, Trainer Klaus Gross

kniend von links: Dirk Wellenbüscher, Andreas Sendek, Tim Fischer, Boris Baur und Heinrich Dann

Quelle: Dolberg

Schnelle Revanche

SVE Heessen – SG Bockum-Hövel 3:1

Zwei Wochen zuvor hatte die SG Bockum-Hövel noch eine absolute Rumpfelf aus Heessen mit 3:1 geschlagen, mit etwas mehr Alternativen revanchierte sich der SVE prompt mit dem gleichen Ergebnis. Ein perfekter Startschuss für das Sommerfest am Busch.

Bereits nach zwei Minuten hätte Oliver Reich für einen ruhigen Nachmittag sorgen können, doch er scheiterte am Gästekeeper. Allerdings hatte der SVE zu Beginn doch arge Probleme eine ordentliche Raumaufteilung zu finden. So ergaben sich den Bockum-Hövelern Räume, die sie zu einigen Schussversuchen nutzten, die aber ungefährlich blieben.

Nach vorne funktionierte das Heessener Spiel gut, allein über die Linie wollte der Ball bei den vielen Chancen nicht. Die beste Gelegenheit bot sich allerdings dem einzigen SG-Stürmer, der nach einem sehenswerten Kopfball aus acht Metern schon jubelnd abdrehte. Doch der Ball landete am Lattenkreuz. Kurz vor der Pause traf der Bockum-Höveler doch noch. Boris Baur hatte einen langen unglücklich mit dem Kopf über Mike Spitzer verlängert. Der 9er hatte gelauert und spitzelte den Ball an Tim Fischer vorbei ins Netz.

Kein Problem für den Gastgeber: Die Heessener fanden nach dem Wechsel die richtige Balance aus Defensive und Offensive – und auch schnell den Weg zum Tor. Baur legte für Lepper auf, der aus 22 Metern flach vollstreckte. Lepper brachte den SVE nur kurz darauf in Führung. Einen langen Ball von Markus Fessler hatte Lars Schwipp per Kopf verlängert. Danach kontrollierte der Gastgeber die Partie, verpasste aber lange bei Kontern die Entscheidung. Der Schlusspunkt war Thorsten Kron vorbehalten, der aus kurzer Distanz abschloss. Vorlage? „Mir doch egal, Hauptsache ich hab ich ihn reingemacht“, meinte Kron nach dem Spiel.   

Tore: 0:1 (38.), 1:1 Lepper (48.), 2:1 Lepper (56.), 3:1 Kron (72.)

Bilder vom Spiel gibt es hier

Schwipp hat das richtige Näschen

SVE Heessen -- TuS Germania Lohauserholz 1:0 (0:0)

Der SVE Heessen setzt seine Erfolgsserie im Jahr 2014 fort.
Der hart erkämpfte Erfolg über den Fusionverein aus dem Westen war bereits der vierte Sieg in Folge. Wieder hatte der SVE am Busch das nötige Quäntchen Glück, um die Partie für sich zu entscheiden. Dass verdienten sich die nur zwölf Heessener aber mit viel Fleiß und Einsatzbereitschaft.
Die Gastgeber waren in den ersten Minuten aufgrund der notwendig gewordenen Umstellungen etwas verunsichert, fanden aber schnell die gewohnte Stabilität in der Defensive. So besaßen die Germanen zwar die erste Chance -- eine hundertprozentige, als ein TuS-Spieler freistehend aus acht Metern über den Ball trat -- wussten ansonsten aber recht wenig mit ihrem Ballbesitz anzufangen. Die Heessener nutzten dagegen geschickt die Lücken der Gäste im Mittelfeld, um kamen zu ersten gefährlichen Torschüssen.
Zur Pause stand es dann nicht nur vom Ergebnis, sondern auch nach Großchancen ausgeglichen: Nach Rückpass von der Grundlinie von Boris Baur gelang es Mario Reich nicht den Ball aus sieben Metern genau genug zu platzieren. TuS-Keeper Claudio Murgia parierte.
Bei Tor des Tages bewies Lars Schwipp den richtigen Riecher. Baur hatte den TuS-Verteidiger in Bedrängnis gebracht. Den Rückpass zum Torhüter fing Schwipp ab und spitzelte ihn an Murgia vorbei aus spitzem Winkel ins Netz (53.).
Nach dem Rückstand
übernahm Lohauserholz die Kontrolle über das Spiel, fand aber kaum Entfaltungsraum in Tornähe. Gefährlich wurde es nach einer Ecke, als ein Hölzkener am zweiten Pfosten den Ball nicht richtig traf. Die restlichen TuS-Angriffe, die an der Abwehr vorbeikamen, waren eine sichere Beute für SVE-Keeper Sascha Gutsche.
Die Gastgeber setzten nach der Führung auf Konter, die sie allerdings zu ungenau ausspielten. Dabei war die ein oder andere unnötige Abseitsposition ebenfalls nicht hilfreich. Baur hätte bei der besten Gelegenheit im Nachschuss erhöhen können, als Murgia gegen Markus Fessler außerhalb des Strafraums geklärt hatte, doch der Torwart parierte den Heber reaktionsschnell.
Letztlich verteidigten die Heessener die knappe Führung aber über die Zeit.

Tor: 1:0 Schwipp (53.)

Bilder vom Spiel gibt es hier

HSC-Kehlen bleiben diesmal stumm

SVE Heessen - Hammer SC 3:2 (1:1)


Die AH-Truppe des Hammer SC stimmt nach Siegen gern das Schlumpf-Lied an. Im Marienstadion hatten die Gäste allerdings keinen Grund zum Singen, sondern hätten sich nach dem Schlusspfiff -- wenn vorhanden -- eher die Schlumpfmützen weit über den Kopf gestülpt, denn der SVE Heessen setzte sich am Ende zwar etwas glücklich, aber nicht unverdient mit 3:2 (1:1) durch.
Die Heessener überließen dem HSC mehr Ballbesitz, standen dafür aber defensiv gut gestaffelt, so dass die Gäste kaum Torgefahr erzeugten. Auf der anderen Seite hätten aber Mario Reich und Lars Schwipp frei vor dem Tor die frühe Führung für den SVE erzielen können. Die Partie spielte sich ansonsten meist im Mittelfeld ab -- bis zwei kapitale Fehlpässe zu den Tore vor der Pause führten.
Erst landete Jens Messners verunglückter Pass vom linken Strafraumeck in den Füßen von Zoran Kos. Der leitete schnell zu Dietmar Paschko weiter, woraufhin der Stürmer keine Mühe hatte zum 0:1 zu vollenden (32.). Fünf Minuten später fing Schwipp einen zu kurz geraten Abstoß am Sechzehner ab und markierte den Ausgleich.
Nach dem Wechsel verstärkte der HSC den Druck. Doch dadurch bot sich dem SVE Raum zum Kontern. Bei einem davon war Heinrich Dann nach einem schönen Pass vor dem Torwart am Ball, der den Heessener in der Folge umrannte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Schwipp sicher (58.). Sechs Minuten darauf war Schwipp dann auf der linken Seite durchgebrochen. Seinen scharfen Querpass durch den Fünfer beförderte ein Westtünnener vor dem einschussbereiten Toto Kron ins eigene Netz.
Der HSC verkürzte beinahe postwendend auf 2:3 (70.). und warf danach alles nach vorne. Heessen blieb bei Kontern gefährlich, traf sogar einmal ins Tor, doch Bodo Brinkötter stand bei Krons Pass im Abseits. Letztlich überstand der Gastgeber das Powerplay mit beherztem Einsatz, einem sicheren Keeper Tim Fischer und dem Glück, dass der Schiedsrichter nach Foul von Dirk Wellenbüscher nicht ein zweites Mal auf den Punkt zeigte.
bb

Tore: 0:1 Paschko (32.), 1:1 Schwipp (37.), 2:1 Schwipp (Foulelfmeter/58.), 3:1 Eigentor (66.), 3:2 Woda (70.)

*Blitzstart gegen Südener 

SVE Heessen -- SSV Hamm 4:0 (1:0)

Zum zweiten Mal in Folge lassen die Alten Herren des SVE Heessen hinten die Null stehen. Grund für den lockeren Erfolg über den SSV Hamm war eine grundsolide Vorstellung und ein optimaler Start.
Bis zum 1:0 hatten die Gäste erst eine Ballberührung. Doch Heinrich Dann setzte nach einem eigentlich zu langen Pass auf der linken Seite nach, eroberte die Kugel und beförderte sie am herausgeeilte SSV-Keeper vorbei in die Mitte. Dort wurde der heranstürmende Lars Schwipp gefoult. Der Schiedsrichter pfiff Elfmeter, obwohl der Ball noch über die Linie trudelte. Siggi Maack verwandelte sicher.
Danach kontrollierte der SVE aus einer sicheren Abwehr heraus die Partie, nutzte die sich bietenden Räume und erzeugte immer wieder Torgefahr. So scheiterten Christian Lepper und Boris Baur mit ihren Schüssen am Torwart, verfehlte Maack nach Hereingabe von Schwipp das Südener Tor aus kurzer Distanz nur knapp.
Dass es beim 1:0 zur Pause blieb, lag auch an Schiedsrichter-Legende Jörg Küffen, der bei Mike Spitzers Treffer nach schöner Vorarbeit von Frank Vormann fälschlicherweise auf Abseits entschied. Die Gäste hatten nur nach einer Ecke im Nachschuss eine Chance zum Ausgleich.
Am Spielverlauf änderte sich auch nach dem Wechsel wenig. Der SVE hatte die Partie im Griff, stoppte die Angriffe der Südener frühzeitig -- und spielte weiter ordentlich nach vorne. Diesmal fielen auch Tore: Bodo Brinkötter sorgte mit einer Direktabnahme nach Schwipp-Pass für das 2:0 (55.). Kurz darauf beförderte Jens Messner den Ball nach einer Ecke volley ins Netz. Für den SSV vergab Adem Bem die größte Gelegenheit, als er allein vor Tim Fischer zu lange zögerte und auch im Nachschuss im Heessener Keeper seinen Meister fand. Für den SVE scheiterten Baur und Spitzer. Der Schlusspunkt war dennoch dem Kapitän vorbehalten. Spitzer traf, nachdem Martin Schock geschickt (irgendwie zumindest) durchgelassen hatte. Es wurde allerdings über Abseits gemunkelt.
bb

Tore: 1:0 Maack (Foulelfmeter/1.), 2:0 Brinkötter (55.), 3:0 Messner (62.), 4:0 Spitzer (76.)*

Gemütlich zum Sieg

SVE Heessen – SG Bönen/Heeren 3:0 (3:0)

Nach zwei Spielen ohne Sieg sind die Alten Herren des SVE Heessener wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Gegen die Sportgemeinschaft der SpVg Bönen und des BSV Heeren gewann der Gastgeber dank zweier früher Tore problemlos mit 3:0.

Die Heessener übernahmen sofort die Kontrolle über das Geschehen. Aus einer sicheren Abwehr spielten sie nach vorne. So brachten sie die Gäste schnell in Verlegenheit. Und gleich die erste große Chance führte zum Tor. Holger Graf hatte auf der linken Seite Mario Reich geschickt, der direkt in die Mitte zu Siggi Maack weiterleitete, der wiederum nur noch einzuschieben brauchte. Der SVE blieb am Drücker und leitete auch den zweiten Treffer über die linke Seite ein. Diesmal schickte Markus Fessler Mario Reich auf die Reise, der selbst vollstreckte.

Danach entwickelte sich das Spiel zu einem gemütlichen Sommerkick. Heessen kontrollierte die Partie, stoppte die Angriffe der Gäste mit wenig Aufwand meist kurz nach der Mittellinie, agierte nach vorne aber ein wenig zu langsam, um noch einmal großartig Torgefahr zu erzeugen.

Daran änderte sich auch nach dem Wechsel nicht viel. Heessen machte die Räume zu, spielte nach vorne aber mit zu wenig Zug. Die SG besaß überhaupt nur zwei Chancen, köpfte einmal bei einer Standardsituation vorbei. Und beim zweiten Mal stoppte Dirk Wellenbüscher seinen Gegenspieler im letzten Moment. Für den SVE vergab Boris Baur nach Pass von Toto Kron kläglich. Heinrich Dann verpasste es, seine starke Leistung mit einem Tor zu krönen, als er nach schöner Einzelleistung knapp am Pfosten vorbeischoss. Besser machte es kurz vor Schluss Lars Schwipp, der einen Konter zu 3:0 abschloss. bb

Tore: 1:0 Maack (6.), 2:0 M. Reich (14.), 3:0 Schwipp (73.)

Budde-Bude mit dem Schlusspfiff

SVE Heessen – Fortuna Walstedde 0:1 (0:0)

Die Alten Herren des SVE Heessen kassierte eine bittere 0:1-Heimniederlage gegen Fortuna Walstedde.Unglaublich, aber wahr. Der SVE hat seine erste Niederlage im Jahr 2014 kassiert – und das durch ein ärgerliches, strittiges und blödes Tor mit dem Abpfiff. Eigentlich war es ein 0:0-Spiel, das sich beide Mannschaften „Am Busch“ lieferten. Beide Teams vergaben zahlreiche Torchancen. Auf SVE-Seite hatten Oli Reich, Toto Kron und Martin Schock sogar 100-prozentige Einschussmöglichkeiten.Doch wenn man die Chancen nicht nutzt, kann das nach hinten losgehen. Und so war es auch: Ausgerechnet der frühere Heessener Burkhard Budde traf mit dem Abpfiff zum 0:1. Vorausgegangen war eine strittige Situation an der Außenlinie. War der Ball aus??? Der Schiedsrichter meinte ja, und pfiff unmittelbar danach ab.Naja, Ärmel hochkrempeln und Königsborn schlagen.toto

Karriere-Ende abgewendet

BV 09 Hamm - SVE Heessen 2:2 (0:1).

Thorsten Kron wendete am Nordendamm fünf Minuten vor Schluss das Karriereende von einigen Heessener Alt-Herren-Spielern ab. Da traf der Goalgetter nämlich zum 2:2-Ausgleich beim BV 09 Hamm. Bei einer Niederlage hatten ein paar SVE-Akteure angekündigt, ihre Fußball-Schuhe an den Nagel hängen zu wollen. Gerade noch mal gutgegangen...
Der Platz am Nordendamm bot ein trauriges Bild. Just nach Ende der Olympischen Spiele in Sotschi scheint die Buckelpisten-Anlage zur weiteren Nutzung direkt aus Russland in den Hammer Norden verlegt worden zu sein. Auf dem knüppelharten Geläuf mit Löchern und Hügeln in verschiedenen Größen versprang der Ball bei jedem zweiten Pass.
Ein starker Wind tat sein Übriges. Und so war Spielfluss von beiden Mannschaften selten zu erkennen. Der BVH agierte mit langen Bällen, die meist in der Heessener Abwehr sicher aufgehoben waren. Ein paar Schüsse und Standards sprangen jedoch dennoch heraus. Der SVE wurde gefährlich, wenn er mit einfachen Pässen das Spiel schnell und breit machte.
So fiel auch der Führungstreffer: Markus Fessler fing einen Ball ab und über Jörg Osiewacz sowie Boris Baur landete das Leder bei Toto Kron, der nur noch am Torwart zum 1:0 vorbeizuschieben brauchte. Kron und Siggi Maack verpassten anschließend aus besten Positionen den zweiten Treffer.
Nach dem Wechsel spielten die Gäste mit Rückenwind. Doch mit jeder Minute wurden die Aktionen schlechter. Der BVH verteidigte tief und hatte wenig Probleme, die Heessener, deren Raumaufteilung ebenfalls nicht mehr passte, vom eigenen Tor wegzuhalten. Die Gastgeber setzten ganz auf Konter -- und hatten damit Erfolg. Nach einem schlampigen Pass von Boris Baur klatschte Tim Fischer den Schuss von Kevin Peter nur ab -- Frank Lewandowski staubte zum 1:1 ab.
Und es kam noch schlimmer für den SVE: Peter traf sogar zehn Minuten vor Schluss zum 2:1, nachdem er kurz zuvor nur knapp den Außenpfosten verfehlt hatte.
Die Gästen warfen noch einmal alles nach vorne -- und wurden durch Krons zweiten Treffer noch belohnt. 
bb

Tore: 0:1 Kron (20.), 1:1 Lewandowski (53.), 2:1 Peter (70.), 2:2 Kron (75.)

Gelungener Saisonauftakt

SVE Heessen - SpVg Beckum 3:1 (1:1)

Pünktlich zu den frühlingshaften Temperaturen haben die Alten Herren des SVE Heessen die Saison mit ihrem ersten Spiel eröffnet. Und damit die Gulaschsuppe
(und das ein oder andere Bier) beim anschließenden gemütlichen Beisammensein gut schmeckte, sollte ein Sieg über Angstgegner Beckum her. Der gelang gegen einen weitgehend ebenbürtiger auch dank der Toren von Siggi Maack, Patti Bauer und dem vor der Partie wiedergewählten Kapitän Mike Spitzer.
Die Heessener gingen früh in Führung, weil Lars Schwipp einem Verteidiger den Ball abluchste und den mitgelaufenen Maack mustergültig bediente (17.). Das Zusammenspiel hakte aber ansonsten bei der ersten Freiluftpartie noch gewaltig. Der SVE hatte nur noch eine weitere Gelegenheit durch Schwipp, der am Torwart scheiterte. So hatten die Beckumer mehr Spielanteile, sorgten jedoch nur selten für Torgefahr. Gegen
Ende der ersten Hälfte wurde die lange dahinplätschernde Begegnung munterer. SVE-Keeper Tim Fischer hielt glänzend gegen den früheren Heessener Mahmoud Amoura (32.), im Konter über vier Stationen traf Schwipp nur das Lattenkreuz, nachdem er den Beckumer Torwart bereits ausgespielt hatte. Drei Minuten später glich der Gast aus, als Patti Bauer eine Flanke unterlief und Philipper zum 1:1 einköpfte.
Auch nach dem Wechsel blieb das Spiel ausgeglichen, und auch Torchancen besaßen weiter Seltenheitswert. Der eingewechselte Martin Schock holte dann die Ecke heraus, die zum 2:1 führte. Patrick Bauer köpfte die Hereingabe von Schwipp ins Netz (55.). Nur vier Minuten später nutzte der SVE einmal den Platz zum Kontern.
Schwipp wurde erst im Strafraum vom Ball getrennt, doch das Spielgerät landete bei Spitzer, der keine Probleme hatte die Kugel zum 3:1 einzuschieben. Beckum besaß in der Schlussphase noch eine gute Chance durch Amoura, der aus 22 Metern jedoch nur den Pfosten traf. bb
Tore: 1:0 Maack (17.), 1:1 Philipper (36.), 2:1 Bauer (55.), 3:1 Spitzer (59.)

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