Alte Herren & Alt Liga Spielberichte
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Zwei Kraftakte – kein Happy End Englische Woche für die Alten Herren des SVE Heessen. Zwei Spiele standen in drei Tagen an. Ein wahrer Kraftakt, der an den Ressourcen der Akteure deutlich zerrte. Dennoch kann man diesen Partien – erst gegen Eintracht Werne (2:2), dann gegen TuS Germania Lohauserholz (1:2) – eine gewisse Ähnlichkeit im Verlauf nicht absprechen, wenn auch die Vorzeichen irgendwie verdreht waren. Gegen Werne bestimmte der SVE die Anfangsphase. Die erste Chance hatte Jens Messner – und was für eine: Eine Ecke zimmerte er Tor-des-Jahres-verdächtig – per Volley-Direktabnahme in den Torwinkel, von wo aus der Ball leider wieder heraussprang. Kurz darauf sorgte Andreas Skibak nach einem langen Pass für das 1:0. In einer weiteren Szene traf der Stürmer am langen Pfosten per Kopf nur das Außennetz. Mike Spitzer nutzte nach einer Viertelstunde einen Torwartfehler, der ihn nach einem Rückpass anschoss, zum überfälligen 2:0. Angesichts der Überlegenheit schlichen sich bei den Heessenern nun Flüchtigkeitsfehler ein. So zog Markus Fessler seinen Gegenspieler im Strafraum am Trikot. Werne verwandelte den Elfmeter zum 2:1. Nach der Pause drängte der Gastgeber am Busch weiter auf das dritte Tor. Jens Messners Kopfball wurde von einem Feldspieler auf der Linie geklärt. Olli Reich hatte den Torwart schon fast ausgespielt, schob den Ball aber zu lässig Richtung Linie und Wernes Nummer eins bekam noch eine Hand an das Leder. Markus Fessler beförderte die Kugel schließlich etwas überrascht nach einer Ecke aus kürzester Distanz parallel zur Außenlinie in die Hände des Keepers. Und das waren nur die größten Chancen. Doch auch Werne bot sich im zweiten Durchgang Platz, weil der ersatzgeschwächte SVE die Lücken nicht mehr schließen konnte. Tim Fischer lenkte einen Schuss glänzend an den Pfosten. Eine Minute vor Schluss fuhr der Gast einen letzten Konter, der zum 2:2-Ausgleich führte. Drei Tage traf Heessen auf den spielstarken Fusionsklub aus dem Hammer Westen. Es war eine muntere erste Hälfte, in der beide Teams nach vorne spielten. Mario Reich scheiterte nach einem Spielzug über Toto Kron und Boris Baur am TuS-Torwart. Auch die Gäste sorgten am Busch für Gefahr, Tim Fischer musste in letzter Konsequenz aber selten eingreifen. Auch ein Ballverlust von Jens Messner im Strafraum blieb folgenlos. Mit einem Konter ging der SVE in Führung. Nach einem Freistoß für Lohauserholz spielte der Gastgeber über drei Stationen nach vorne. Christian Lepper schickte Boris Baur, der im Strafraum quer zu Toto Kron legte. Der Goalgetter musste nur noch einschieben. Beide Mannschaften scheiterten in der Folge oft am letzten Pass. Doch kurz vor der Pause erhielt der Gast ein Geschenk vom Schiedsrichter. Boris Baur war an der Strafraumgrenze vor seinem Gegenspieler am Ball, der sprang ihm auf den Rücken – und bekam einen Elfmeter. Das 1:1. Unmittelbar nach dem Wechsel gingen die Germanen sogar nach einem schönen Spielzug in Führung. Überhaupt bestimmten die läuferisch besseren und frischeren Hölzkener die Partie. Beim SVE machte sich das Donnerstagspiel bemerkbar. Aber der TuS spielte seine guten Angriffssituationen zu schlampig aus. Entweder waren die Schüsse sichere Beute für Tim Fischer, oder die Heessener schafften es, im 16er ein Bein zwischen die Pässe zu schieben. Die Entscheidung war also vertagt. Und so hätte der SVE ähnlich wie Werne zuvor mit einem Lucky Punch noch das Unentschieden ergattern können. Siggi Maacks Versuch nach tollem Doppelpass von Lepper und Baur wurde von der Linie gekratzt. Heinrich Damm trat frei im Strafraum über den Ball. Der TuS fing einige Pässe im letzten Moment ab, so dass es beim am Ende durchaus verdienten Erfolg für Germania blieb. b.baur |
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Wiedergutmachung SSV Hamm - SVE Heessen 0:4 (0:2) Nach der enttäuschenden Pleite in Westtünnen nutzten die Heessener Alten Herren die erste Gelegenheit zur Wiedergutmachung. Ein deutlicher 4:0-Sieg stand am Ende trotz vieler Ausfälle zu Buche. Dabei war den SVE-Akteuren vor allem im ersten Durchgang die Spielfreude anzumerken.Das erste Tor markierte Martin Schock, der eine flache Hereingabe von Toto Kron über die Linie drückte. Die Südener kamen kaum hinten raus. Und wenn doch nutzte der Gast die Räume in der Friesenkampfbahn zum Kontern – wie beim 2:0. Einen langen Ball von Holger Graf leitete Kron fast direkt weiter ins Netz. Mit dem Ergebnis war der SSV noch gut bedient.Die Gastgeber steigerten sich im zweiten Abschnitt, setzten sich in der Heessener Hälfte fest. Das Ganze sah aber nur bis zum Strafraum gut aus, dann klärten die Gäste die Situation meist. Die wenigen Abschlüsse waren entweder eine sichere Beute für SVE-Keeper Tim Fischer oder landeten weit ab vom Tor.Anfällig waren die Südener weiter für Konter. Nach 55 Minuten trieb Graf den Ball nach vorne. Seinen Pass zirkelte Boris Baur von halsbrecherischen unhaltbar in den Winkel. Sascha Polte und Heinrich Dann vergaben größte Gelegenheiten, ehe Oliver Reich einen schönen Spielzug über Kron, Baur und den emsigen Libero Graf überlegt zum 4:0-Endstand abschloss. b.baur |
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Löwsche Schule SVE Heessen – TSC Hamm 5:2 (2:1) Im Länderspiel gegen die Türken bedienten sich die Alten Herren des SVE Heessen einer Taktik der Nationalmannschaft. Bei Ballbesitz setzte sie auf schnelles Umschaltspiel und konterten den Gegner eiskalt aus. Am Ende stand ein 5:2-Erfolg gegen einen TSC, der eigentlich viel mehr vom Spiel hatte, sich vor dem Tor aber kläglich präsentierte. Nach gerade einmal zwei Minuten musste Siggi Maack im SVE-Kasten, dass erste Mal eingreifen, lenkte den scharfen Schuss aus kurzer Distanz zur Ecke. Die Gäste hatten Am Busch die Hoheit im Mittelfeld, weil die Heessener taktisch schlecht standen, und so eher mit Lücken schließen beschäftigt waren. So kam der TSC immer wieder in den Strafraum der Gastgeber, um dort aber konsequent die falsche Entscheidung zu treffen. Wie es richtig geht, zeigten Oliver Reich und Jens Messner. Mit einem schönen Doppelpass hebelte sie die indisponierte Gästeabwehr aus und Reich traf zum schmeichelhaften 1:0. Am Spielverlauf änderte sich wenig, nur das die Heessener nun die Schwachstelle des Gegners ausgemacht hatten. Messner hätte nach einem erneuten Zusammenspiel mit Reich erhöhen müssen, traf frei vor dem Tor den Ball aber nicht ordentlich. Das Versäumte holte Oli Reich nach einem langen Ball aus der Abwehr nach, als er mühelos das 2:0 erzielte. Kurz vor der Pause erhielt der TSC einen Freistoß. Der erste Versuch landete in der Mauer, den zweiten parierte Mack glänzend, doch gegen den Abstauber war er machtlos. Nach dem Wechsel das gleiche Bild, nur das der SVE nun Gegenwind hatte. Die Türken vergaben beste Chancen – und wurden dafür bestraft. Jens Messner schloss zwei mustergültige, aber auch von der gegnerischen Defensive nur mangelhaft verteidigte Konter zum 4:1-Zwischenstand ab. Der TSC, die meiste Zeit mit Diskussionen mit dem Schiedsrichter beschäftigt, verkürzte noch einmal. Doch dann war Joker Ralf Reich im Strafraum nur durch ein Foul zu stoppen. Den Elfmeter verwandelte Siggi Maack, der mit Mike Spitzer den Platz im Tor getauscht hatte sicher. b.baur |
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Torpremieren beim Kleinfeld-Kick SVE Heessen – TuS Alteheide 7:4 (1:1) An ihre Trainingstage erinnert fühlten sich die Alten Herren des SVE Heessen beim Spiel gegen Alteheide. Gespielt wurde am Busch nämlich wie an den meisten Donnerstagen auch auf Kleinfeld. Die Heessener brauchten ein wenig, um von Training auf Spiel umzustellen und mit den Gegebenheiten klarzukommen. Alteheide spielt häufiger auf kleinem Feld, was dem TuS, der zunächst zielstrebiger agierte, anzumerken war. So gingen die Gäste durch einen Konter nach einer Ecke in Führung. Der SVE hatte mehr Ballbesitz, fand aber gegen den tiefstehenden TuS wenig Lücken. Erst als sich Toto Kron über links durchsetzte und Siggi Maack mit letzten Einsatz am langen Pfosten das Leder ins Netz drückte, gelang der Ausgleich. Nach der Pause wurde es deutlich torreicher. Das 1:2 beantworteten Heinrich mit seinem allerersten Treffer für den SVE und Siggi Maack mit einem Doppelschlag zum 3:2. Dann setzten die Gäste wieder zwei Konter und führten 4:3. Die Heessener rafften sich noch einmal auf. Angesichts von mehr Auswechselspielern machten sich die Kraftreserven des Gastgebers bemerkbar. Olaf Wyludda, Mike Spitzer (2) und der zweite Tor-Debütant, Martin Schock, schossen am Ende den doch deutlichen Sieg heraus.b.baur |
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Besser als der BVB TuS Germania Hamm – SVE Heessen 1:1 (0:1) Um dem BVB und den Bayern vor dem großen Finale in Wembley noch ein wenig Anschauungsunterricht zu geben, trugen die Alten Herren des SVE Heessen am Nachmittag ein Spiel gegen Germania aus. Und wie man auf dem Rasen in London sehen konnte, hatten die Teams genau hingeschaut und das Pressing des SVE eiskalt (wie die Chinesen) abgekupfert. Allerdings machten es die Dortmunder den Heessenern dann doch zu sehr nach. Sie waren nach der starken ersten Halbzeit im zweiten Durchgang ebenso platt wie die Gelb-Blauen, nur das die mit ihrer Erfahrung das 1:1 auch bis zur 90. Minute halten konnten. Die Gäste begannen vor geschätzten 8,6295 Zuschauern am Lüderskolleg richtig gut. Gleich die erste Chance führte zum Tor – auch hier hatte der SVE dem BVB etwas voraus. Markus Gerweler hatte nach einem zu kurzen Klärungsversuch des Germanen-Keepers vom linken Strafraumeck präsize zu Toto Kron am Fünfer gepasst (oder einen ganz schlechten Schuss abgelassen). Kron brauchte nur einschieben. Als Gerweler einen weiteren Ball des Torwarts abfing, verfehlte er mit seiner Direktabnahme aus 30 Metern den Pfosten nur knapp. In der munteren Partie kamen die Gastgeber zunächst nur zu Weitschüssen, die meist keine ernsthafte Gefahr darstellten. Der SVE war zielstrebiger, besaß durch Olli Reich und Toto Kron weitere Gelegenheiten. Zudem wurde den Gästen zweimal eine Hundertprozentige fälschlicherweise wegen Abseits weggepfiffen. Nach dem Wechsel bestimmten allerdings die laufstarken Germanen – nun mit Rückenwind – die Partie. SVE-Schlussmann Tim Fischer hielt lange die Null, war aber bei einem tollen 25m-Schlenzer in den Winkel machtlos. Kapitän Mike Spitzer klärte kurz vor Schluss noch für den bereits geschlagenen Fischer auf der Linie. Die Heessener hatten kurz vor Schluss noch zwei Konterchancen, doch Olli Reichs Versuch wurde ebenso pariert wie der Kopfball aus spitzem Winkel von Andre Mintert. Ein Sieg wäre allerdings aufgrund der zweiten Hälfte auch unverdient gewesen.b.baur |
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Viele vergebene Chancen SC Lippetal – SVE Heessen 1:1 (0:0) Die letzte Chance auf den Sieg der Alten Herren des SVE Heessen verpasste Heinz Kastner – kurz nach Spielschluss. Ein Betreuer des gastgebenden SC Lippetal war der Meinung, dass die Partie mit 2:1 für die Gäste ausgegangen wäre. Kastner korrigierte ihn, anstatt einem dem Spielverlauf viel eher gerecht werdenden 2:1-Sieg zuzustimmen. So blieb es beim 1:1 (0:0), bei dem SCL-Torhüter die Fäuste geglüht haben dürften, so oft prüften ihn die Heessener. Der SVE hatte die Partie von Beginn an im Griff. Der Ball lief gut durch die eigenen Reihen Immer wieder spielten sich die Gäste in die Gefahrenzone. Beinahe jeder Heessener durfte sich mal beim Torschuss probieren. Doch alle zielten bei den zahlreichen Chancen entweder vorbei oder genau auf dem Torhüter. Die Gastgeber versuchten sich auf den kleinen Platz in Herzfeld im Kontern. Spätestens bei SVE-Keeper Mike Spitzer, der sicher einige Flanken herunterfischte, war aber Schluss. Auch nach dem Wechsel waren die Heessener drückend überlegen, fanden aber weiterhin nur den Weg zum Torwart und nicht ins Tor. Die Lippetaler machten es bei einem der wenigen Gegenstöße besser. Eine Unaufmerksamkeit frei nach dem Motto „Nimm Du ihn, ich hab ihn sicher“ nutzte der SCL-Stürmer seinen Freiraum im Sechzehner zum 1:0. Die Heessener machten unbekümmert weiter und kamen natürlich auch zu Gelegenheiten. Zehn Minuten vor Schluss legte Lars Schwipp zu Jörg Osiewacz quer, der mit Übersicht einnetzte. Während Mike Spitzer langsam kalt wurde, drängten die Gäste auf den Siegtreffer. Letztlich versagte der ansonsten gute Schiedsrichter dem SVE die beste Möglichkeit, als er nach einem Foul an Christian Lepper im Strafraum überraschenderweise auf Stürmerfoul entschied. Vielleicht gar nicht so schlecht, denn so konnte an diesem Tag immerhin keiner verschießen. b.baur |
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Wie gewonnen, so zerronnen SVE Heessen – SV Drensteinfurt 2:2 (0:0) Drei Minuten vor Schluss glaubten die Heessener schon, sie hätten den Siegtreffer erzielt. Doch eine Standardsituation kostete sie noch den Erfolg in einem umkämpften Spiel. Der SVE hatte nur eine Rumpfelf aufgeboten. Zudem musste Olaf Wyludda früh verletzt raus. Dennoch kontrollierte die Heimmannschaft „Am Busch“ die Partie zunächst, ohne aber den letzten Pass an den Mann zu bringen. Die Schüsse waren eine leichte Beute für den SVD-Torwart. Die größten Chancen ergaben sich so nach Fehlern der Gäste. Doch Oli Reich versprang der Ball im Strafraum, nachdem Jörg Osiewacz den zu kurzen Abschlag des Keepers abgefangen hatte. Manni Lang entschied sich in einer Überzahlsituation für den Pass auf Christian Lepper anstatt selber den Abschluss zu suchen. Drensteinfurt setzte auf Konter, war dabei vor allem gegen Ende der ersten Hälfte gefährlich. Mehrmals verzogen die Gäste aus guten Positionen kläglich. In der Pause musste auch noch SVE-Kapitän Mike Spitzer verletzt raus. Die laufstarken Drensteinfurter bekamen nun ein Übergewicht, doch die Heessener, bei denen Siggi Maack anfing sich Fußball-Sachen zusammenzusuchen, warfen sich mit großem Einsatz dagegen. Und verlegten sich nun ihrerseits auf Konter. Die beste Aktion des Spiels leitete dabei Oli Reich ein. Bei einem Solo von der Mittellinie setzte er sich gegen drei rustikal zu Werke gehende Gegenspieler durch. Seinen Schuss lenkte der Torwart mit Mühe zur Ecke. Reich führte selber aus, fand in der Tiefe des Sechzehners Manni Lang, der mit vollem Risiko per Volleyschuss ins Netz traf. Toto Kron hätte bei einem Solo das 2:0 erzielen können, scheiterte aber aus spitzem Winkel. Den Gästen, die auf den Ausgleich drängten, half ein Standard zum 1:1 rund zehn Minuten vor Schluss. Der SVD machte weiter Druck, doch auch die Heessener spielten weiter nach vorne – und wurden belohnt. Nachdem sich Thomas Zimmermann (erster Einsatz über die komplette Spielzeit) stark einen Ball erkämpft hatte, fand Markus Fessler (Opa Groß: „Schön Osi“) die Lücke zu Boris Baur, der (mittlerweile erstmals mit Kapitänsbinde) mit links seinen Premieren-Treffer bei den Alten Herren erzielte. Das gute Omen sollte aber nicht zum Sieg reichen. Zwar verteidigten die Heessener ihr Tor bis zum Abpfiff mit letztem Einsatz. Doch wieder war es eine Ecke, die Drensteinfurt zum Ausgleich nutzte. Der zunächst abgewehrte Versuch fand im zweiten Anlauf maßgenau den Kopf eines Mitspielers und im Nachsetzen – knapp vor Keeper Tim Fischer – stocherten die Gäste den Ball ins Netz. Letztlich war es aber ein gerechtes Remis zwischen beiden Teams. b.baur |
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Verlieren leicht gemacht SVE Heessen – Hammer SC 2:4 (0:2) 25 gute Minuten reichen dem SVE dann doch nicht um den Nimbus der Unbesiegbarkeit im Jahr 2013 zu wahren. Der HSC nutzte den Raum und die Geschenke, die die Heessener im zweiten Saisonspiel freimütig verteilten zu vier einfachen Toren. Die Gastgeber fanden zu Beginn überhaupt nicht ins Spiel. Der Fusionsclub aus dem Hammer Süden schob geschickt bei Ballbesitz des Gegners nach vorne, machte die kurzen Passwege zu und kam so zu leichten Ballgewinnen in des Gegners Hälfte. Folgerichtig fiel auf dem Kunstrasen im Marienstadion schon früh nach einem platzierten Flachschuss aus 16 Metern das 0:1. Erst nach und nach gelangen den Heessenern ordentliche Spielzüge, die zu ersten Gelegenheiten führten. Die Hausherren blieben aber hinten gegen Konter anfällig, weil sie es aufgrund einer schlechten Rückwärtsbewegung nie schafften, die Zentrale zuzustellen und die Angriffe des HSC zu unterbinden. Aus einem der schnellen Gegenzüge resultierte Mitte der ersten Hälfte das 0:2. Ein völlig anderes Bild bot sich nach dem Wechsel. Der SVE diktierte nun die Partie, gewann zahlreiche Zweikämpfe und strahlte Torgefahr aus. Der Anschlusstreffer fiel dennoch etwas glücklich, weil ein Gäste-Verteidiger nach einem Pass von Mike Spitzer ein Luftloch schlug, dass Mario Reich in eine freie Schussposition brachte. Der Torschütze bereitete den Ausgleich mit einer Maßflanke auf Toto Kron vor, der nur noch den Kopf hinhalten musste. Die Heessener waren drauf und dran die Partie zu kippen. Doch zum einen war dafür die Chancenverwertung gegen nun schwimmende HSCler zu schlecht, zum anderen schlichen sich wieder die Probleme des ersten Durchgangs ein. Der SVE machte mit dem Blick aufs dritte Tor zu weit auf, versuchte gleichzeitig zu viel spielerisch zu lösen. Die Folge war das 2:3, als Olaf Wyludda nach diversen Quer- und Rückpässen am eigenen Fünfer unter Druck gesetzt wurde, sein Ball kurz hinter dem 16er abgefangen wurde und im Netz einschlug. Und während in der Schlussphase das Gästetor wie vernagelt schien, lenkte Wyludda beim 2:4 eine Flanke unglücklich am wegrutschenden Keeper Tim Fischer vorbei in die Maschen. Dass der HSC-Spieler, vor dem Wyludda klären wollte, dabei ungeahndet im Abseits stand, passte ins Bild. Der SVE vergab damit die sich bietende Chance zur Revanche für die Halbfinal-Niederlage beim Rehbein-Turnier, hatte sich die Niederlage aber selbst zuzuschreiben.b.baur |
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Auftakt nach Maß SVE Heessen - SpVg Beckum 3:1 (1:1). Frisch als Kapitän wiedergewählt ließ sich Mike Spitzer im ersten Spiel der Alten Herren im Jahr 2013 nicht lumpen und führte seine Mannschaft mit zwei Toren auf die Siegerstraße. Der Erfolg war verdient, auch wenn beide Teams in der Schlussphase Großchancen ausließen. Die Heessener kamen auf dem Kunstrasen zunächst gut in Schwung, justierten bei ihren Abschlüssen langsam die Richtung des gegnerischen Tores ein. Doch nach kurzer Zeit offenbarten die Gastgeber Schwächen in der Rückwärtsbewegung. Das verschaffte den Beckumern Platz zum Kontern. Keeper Tim Fischer war also nicht nur bei etwas schlampigen Rückpassen seiner Vorderleute gefordert. Mitte der ersten Hälfte war es dann passiert, ein Pass in die Gasse und Beckums Stürmer schloss eiskalt zum 0:1 ab. Doch das Gegentor war wie ein kleiner Weckruf, denn nun machten die Heessener die Räume zu, hatten den Gegner wieder im Griff und kamen schnell zum Ausgleich. Mike Spitzer war zur Stelle als eine Flanke von Toto Kron im Strafraum nur abgeblockt wurde. Die beste Phase des Spiels hatte der SVE nach dem Wechsel. Die "Torfabrik" zirkulierte nun durch die Reihen, das sichere Passspiel eröffnete Lücken beim Gegner. Eine davon nutzte der eingewechselte Ingo Philippi. Bei einem seiner wenigen Vorstöße bot sich ihm viel Platz auf der linken Seite. Bei seiner Flanke schoss ein Beckumer ein Luftloch und wieder war Mike Spitzer zur Stelle. Kurt darauf erhöht Oli Reich gekonnt mit der Picke auf 3:1. Doch dann verlor der SVE den Faden, viel zu schnell, waren die Bälle wieder weg. Zwar hatte auch der Gastgeber große Chancen, doch das Spiel hätte noch kippen können. Denn Beckum stürmte mehrfach in Überzahl aufs Tor von Tim Fischer zu. Doch die Abwehr um Libero Olaf Wyludda machte den meisten Aktionen rechtzeitig den Gar aus. Den Rest verbaselten die SpVg-Angreifer kläglich. Dann war der erste Sieg im neuen Jahr perfekt, und daher fuhren die Heessener bester Laune zur Saisoneröffnungsfahrt ins Dorf Münsterland, um den Sieg zu begießen.b.bauer |