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Die Spielberichte werden von  Boris Baur geschrieben.

 

Chancen zum Sieg leichtfertig vergeben

SV Hilbeck – SVE Heessen 4:2 (1:0)

Viele Torraumszenen lieferten sich die Eintracht und der SVH in dieser Partie. Kein Wunder, der ohnehin schon kleine Ersatzplatz im Willi-Hafer-Stadion wurde noch kürzer gemacht, da die Fünfmeterräume gesperrt waren. Vor dem Tor zeigte sich Hilbeck cleverer und gewann daher die Partie.

Der SVE fand gut hinein ins Spiel. In der ersten Viertelstunde wirkten die Heessener gefährlicher und hatten durch Tobias Pilgrimm die erste dicke Chance. Er verzog aber freistehend. Dazu kamen einige gute Hereingaben, bei denen immer die berühmten paar Zentimeter fehlten. Doch nach etwa 20 Minuten rückten die Gäste bei einer geklärten Ecke ungeordnet heraus, Hilbeck steckte den zweiten Ball durch. Tim Fischer parierte zwar noch im Eins-gegen-Eins, doch der Ball landete wieder beim SVH-Angreifer und dann im Tor. Der Treffer zeigte Wirkung. Die Heessener fingen nun an jede Szene zu kommentieren, weil es mit der Abstimmung nicht passte. Die Gastgeber hatten im Mittelfeld immer einen Mann frei und nutzten dies zu weiteren Angriffen und Abschlüssen. Immerhin hielt der SVE, der nur noch einen Schuss von Tobias Brinkmann verzeichnete, das Ergebnis bis zur Pause knapp.

Nach dem Wechsel stellte Heessen etwas um, bekam so wieder mehr Zugriff. Die Partie war nun ausgeglichen und pendelte auf dem kleinen Platz hin und her. Auch der SVE hatten Möglichkeiten: Sebastian Krothoffs Versuch wurde nach Vorlage von Christian Lepper im Strafraum abgeblockt. Hilbeck markierte dann das 2:0. Boris Baur klärte im Strafraum einen Ball zu kurz, ein nachgerückter SVH-Akteur nahm die Kugel direkt und zimmerte sie aus rund 20 Meter wie einen Strich ins Netz – ein Traumtor.
Doch die Eintracht zeigte Moral, während Pilgrimm weiter glücklos agierte und zwei weitere Großchancen vergab, half eine Ecke beim Anschlusstreffer. Christian Lepper brachte sie maßgenau hinein, Dominik Otto köpfte sie ins Tor. Verdient, zumal die Heessener bei Standards stark waren. Der SVE machte Druck und erzwang den Ausgleich. Der Hilbecker Torwart spielte Lepper den Ball von halblinks in den Fuß. Im Strafraum brauchte der Goalgetter nur einschieben. Nur drei Minuten später die kalte Dusche, von halblinks an der 16er-Linie zirkelte ein Hilbecker das Leder ins lange Eck. Die Eintracht warf alles nach vorne, fing sich in der Schlussminute nach einer Ecke aber den Konter zum 2:4-Endstand.

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Es geht doch

SVE Heessen - Fortuna Walstedde 3:0 (2:0).


Nach langen Anlauf haben die Alten Herren des SVE das erste Spiel im Jahr 2018 gewonnen. Die Heessener schlugen Walstedde verdient mit 3:0. Dabei feierte der Platzwart seine Torpremiere für die Eintracht.
Die Walstedder waren nicht mit einer besonders starken Truppe angereist und konzentrierten sich vornehmlich auf die Defensive, um dann den freien Raum zum Kontern zu nutzen. Der SVE brauchte etwas, um sich darauf einzustellen, spielte sich zunächst in der vielbeinigen Fortuna-Defensive fest. Doch die Eintracht bekam die Partie bald unter Kontrolle und zeigte eine richtig gute Leistung, besonders defensiv agierten die Heessener aufmerksam. Überhaupt besaß Walstedde nur ganz wenige Ecken, von denen zwei gefährlich waren. Kurz vor Schluss gab es noch eine Überzahlsituation, die Max Fessler entfernte. Ansonsten bekam Keeper Tobias Pilgrimm kaum etwas zu tun.
Die Heessener trugen einen konzentrierten Spielaufbau vor, kamen so auch immer wieder nach vorne. Das 1:0 fiel in Anschluss an eine geklärte Ecke, als Tobias Brinkmann von halbrechts mit einer Bogenlampen-Flanke Dominik Otto am zweiten Pfosten bediente. Der nahm den Ball gut an und ließ dem Gästeschlussmann keine Chancen. Beim zweiten Treffer konterte der SVE den Gegner nach einer Ecke aus. Brinkmann schickte mit dem langen Ball vom eigenen Sechzehner Michael Schulte auf die Reise, der im Strafraum gegen seinen Ex-Verein noch mal quer spielte. Sandro Mecking war mitgelaufen und erzielte sein Premierentor. Schulte vergab noch zwei Gelegenheiten, weil seine Schüsse knapp vorbeiflogen. So blieb es beim 2:0 zur Pause.
Bei heißen Temperaturen baten die Gäste um eine Spielzeit von lediglich zweimal 30 Minuten. Da es noch zwei Trinkpausen gab, war eher Teilzeitarbeit angesagt. Immerhin ging es so recht ausgeruht in den zweiten Durchgang. Der bot das gleiche Bild. Heessener bestimmte die Partie, profitierte dabei von den vielen Wechsel, während bei Walstedde die Kräfte langsam nachließen. So hatte der SVE einige Abschlüsse und Ecken, der Ball wollte aber nicht ins Tor. So auch bei Fredy Oppotsch, der aus acht Metern drüberschoss. Das 3:0 fiel letztlich per Elfmeter. Dominik Otto war nach einer Flanke umgestoßen worden, Christian Lepper verwandelte sicher.

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Sekunden fehlen zum ersten Sieg

SVE Heessen – Hammer SC 4:4 (1:3)

Moral gezeigt hat der SVE nach dem 1:3-Pausenrückstand gegen den HSC. Die Heessener drehten das Spiel, mussten aber mit dem Schlusspfiff den Ausgleich hinnehmen.

Die Heessener spielten zunächst gut mit, erarbeiteten sich Chancen, die sie aber schlecht zu Ende spielten. Defensiv boten sie den Westtünnern aber zu viele Räume, die der Gast eiskalt bestrafte. Nach einem Ballverlust von Dominic Otto an der Mittellinie fehlte beispielsweise in der 18. Minute die Absicherung. Sekunden später lag der Ball dank Thorsten Stratmann im Tor. Sechs Minuten darauf erhöhte der HSC mit einem freien Kopfball von Björn Höfer auf 0:2 (26.). Der SVE verkürzte direkt nach Wiederanpfiff durch Michael Schulte, dem Jörg Osiewacz aufgelegt hatte. Doch nach einer halben Stunde stellte Daniel Deckner den alten Abstand wieder her.

Nach dem Wechsel erreichte der Gastgeber mehr Kompaktheit im Mittelfeld, fing dadurch viele Angriffe von Westtünnen frühzeitig ab, außerdem beruhigte der SVE sein Aufbauspiel und verhinderte dadurch leichte Ballverluste. Allein die Chancenverwertung ließ noch zu wünschen übrig. Doch die Heessener blieben dran, die Belohnung war der Anschlusstreffer in der 64. Minute, als Schulte mit einer Flanke Christian Lepper fand, der mit einem wundervollen Schlenzer ins Toreck traf. Keeper Tim Fischer vereitelte bei einem der wenigen Konter gegen Höfer das vierte HSC-Tor, der mittlerweile verletzungsbedingt in Unterzahl agierte. Heessen spielte mit einem Mann mehr clever und geduldig – und hatte beim Ausgleich Glück. Einen zu langen Pass von Jens Messner ließ der Torwart wieder fallen, Markus Fessler setzte nach, bediente von der Grundlinie Sebastian Krothoff, der überlegt abschloss (70.). Fünf Minuten später ging der SVE sogar in Führung, als Mario Reich im Strafraum einen Ball geschickt festmachte und auf Krothoff zurücklegte, der seinen Doppelpack erzielte. Doch in der letzten Minute verlor Messner unglücklich einen Zweikampf an der Mittellinie gegen Höfer, Boris Baur ließ seinen Gegenspieler kurz aus den Augen, der sofort Deckner quer vor dem Strafraum bediente. Der Westtünner markierte das 4:4, stand allerdings bei Pass zwei Meter im Abseits.

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Pokalaus bei zuviel Grad

SuS Rünthe - SVE Heessen 4:2 (1:2)

In der zweiten Runde kam das Aus im Kreispokal für den SVE am Schacht III in Rünthe. Am ersten sommerlichen Tag des Jahres wurden die hohen Temperaturen den Heessener zum Verhängnis. Denen fehlten echte Möglichkeiten, um für Pausen zu sorgen. Der lauffreudige SuS bestimmte so das Spiel und gewann nicht unverdient.

Die Gäste suchten von Anfang an ihr Heil in der Defensive, standen tief. Das klappte gut, denn zum einen besaß Rünthe so zunächst zwar viel Ballbesitz, hatte aber nur wenig Chancen. Zum anderen schloss Christian Lepper einen Konter nach zehn Minuten ab, als er nach einem Pass von Markus Gerweler die gegnerische Abwehr überrannte. Boris Baur verstolperte zudem eine schöne Vorlage von Toto Kron bei seiner Volleyabnahme aus elf Metern. Ganz sattelfest war die SVE-Deckung jedoch nicht. Dreimal kam der SuS - Stürmer nach Ecken frei zum Kopfball, köpfte aber jeweils aus kurzer Distanz kläglich drüber. Einmal war der Ball bei einem Angriff sogar im Tor, doch der Schiedsrichter hatte ein Handspiel erkannt. Das sah er kurz vor der Pause auch auf der anderen Seite: Nach einem Freistoß von Außen zeigte er auf den Punkt. Lepper verwandelte sicher.

Der Druck des Gastgebers nahm nach dem Wechsel zu. Schon in der 47. Minute glich Rünthe nach einem schönen Angriff über Außen aus. Siggi Maack konnte in der Mitte seinem Gegenspieler nicht mehr folgen, der die flache Hereingabe freistehend zum 2:2 einschob. Es war nun ein Spiel auf ein Tor, den Gegenangriffe der Heessener gab es kaum mehr. Markus Gerweler wurde allerdings nach einem langen Ball von Abdel Quahi zu Unrecht wegen Abseits abgepfiffen. Hinten verteidigte der SVE lange gut.

Ehe zehn Minuten vor Schluss ein Eiertor für Rünthe fiel. Beim gechipten Ball aus dem Halbfeld bekam Andre Mintert im Strafraum den Oberschenkel nicht schnell genug hoch, es reichte aber, um die Kugel für seinen Gegenspieler abzubremsen. Der traf dann bei seiner Direktabnahme den Ball nicht richtig, aber dafür unhaltbar das Tor.

Heessen wachte noch einmal auf, sammelte die letzten Kräfte und drückte, auch weil Rünthe nun Angst vor einem Gegentor zu bekommen schien, urplötzlich auf den Ausgleich. Pechvogel war dabei Mintert, der erst einen schönen Kopfball nach einer Ecke knapp über den Winkel setzte und dann nach einer Flanke von Quahi, den der Torwart im Fünfer unterschätzte, am langen Pfosten aus kürzester Distanz das leere Tor mit dem gestreckten Bein zu verfehlen.

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Ganz schön groß der Platz

SVE Heessen – RW Vellern 2:4 (2:2)

Nach einer langen Winterpause wagte sich der SVE wieder bei besten Wetter auf den großen Platz. Spontan musste die Partie auf den Kunstrasen im Marienstadion verlegt werden. Immerhin rollte die Kugel so ganz gut. Die Heessener hatten mit der Umstellung aus ihrer kleinen Halle jedoch arg zu kämpfen, viele Pässe kamen zu kurz, auch die Abstände untereinander waren oft zu groß. Gute Ansätze gab es aber auch.

Zunächst zeigte sich der SVE effizient. Die erste Ecke beförderte Markus Fessler im Nachschuss, nachdem der Torwart seinen ersten Versuch pariert hatte, gleich ins Netz. Heessen war gut im Spiel, stand stabil. So bereitete auch der fast postwendende Ausgleich keine Sorgen. Andre Mintert hatte mit einem schlampigen Rückpass Keeper Andreas Welz in Bedrängnis gebracht, der gegen den RW-Stürmer zu spät kam. Beim Elfmeter hatte er keine Chance. Die Eintracht zeigte sich nicht geschockt und markierte die erneute, schön herausgespielte Führung. Aus der eigenen Abwehr über Fessler, Mario Reich, Boris Baur kam der Ball auf die rechte Seite zu Toto Kron, dessen Flanke Sebastian Krothoff über die Linie drückte. Doch noch vor der Pause glich Vellern nach einem Konter wieder aus.

Die Gäste setzten den SVE in der zweiten Hälfte aus einem stark besetzten Mittelfeld unter Druck. Damit kamen die Heessener, denen nun die Anspielstationen in der Zentrale fehlten, nicht zurecht. Außerdem erhöhte sich die Fehlpassquote deutlich – auch bei Pässen ohne Not. Beispielhaft sei Andre Mintert erwähnt, der gleich vier Bälle hintereinander unbedrängt ins Seitenaus pflasterte – und dabei heißt es, der linke Fuß sei sein guter. Mit ihren Möglichkeiten nach den Ballgewinnen gingen die Rot-Weißen aber fahrlässig um. Letztlich führte dann aber ein weiterer Fehler zum 2:3. Mario Reich trieb die Kugel nach vorne, wurde aber abgeblockt. Die aufgelöste Abwehr spielte Vellern aus. Der SVE probierte danach viel – allerdings erfolglos. Die Gäste bekamen Platz zum Kontern und nutzten einen davon gegen Oli Gutsche, der für den angeschlagenen Welz ins Tor gegangen war, zum verdienten 2:4.

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Schöner Fight zum Abschluss (2017)

SVE Heessen – SVF Herringen 2:1 (1:1)

Das letzte Spiel des Jahres brachte richtiges Fritz-Walter-Wetter. Regen, Wind sogar Hagel prasselte auf die Spieler des SVE und aus Herringen. Die Zuschauer nutzten jeden Unterschlupf. Die Heessener wollten zum Abschluss der Saison keine Niederlage kassieren, trafen aber auf eine junge Herringer Mannschaft. Dem läuferisch besseren Gegner stemmte sich der SVE entgegen und verdiente sich den Sieg.

Die Herringer übernahmen zunächst auch vom Rückenwind begünstigt die Kontrolle. Die Heessener, die alle einsatzfähigen Leute zusammengetrommelt hatten, kamen nur schwer hinten raus. Doch die Verteidigung stand lange sicher. Sascha Gutsche bekam bei seinem ersten Einsatz in dieser Saison zunächst wenig zu tun, auch weil die Herringer in guten Situationen zu schlecht abschlossen. Einen Freistoß aus 16 Metern lenkte Gutsche stark zur Ecke. Doch nach 29 Minuten vor er machtlos, als der SVF einen schnellen Angriff durch Ibrahim Bozaci erfolgreich abschloss. Der Stürmer war ansonsten gut aufgehoben in den Händen von Abdellatif Quahi.

Nach dem Rückstand schlug fast postwendend zurück. Eine missglückte Hereingabe von Boris Baur erkämpfte sich Lars Schwipp. Er schoss den Ball an die Latte, doch Manni Lang hatte aufgepasst und drückte den Abpraller über Linie (33.). Vor dem 0:1 hatte Christian Lepper bei einem Freistoß aus dem Strafraum bereits das Lattenkreuz getroffen, nachdem der Torwart einen Rückpass in die Hand genommen hatte.

In der zweiten Hälfte setzte dann Hagel ein, der Platz wurde immer weicher. Zudem machten die Herringer weiter Druck, umso mehr, nachdem Christian Lepper das 2:1 erzielte hat. Die Heessener hatten den sich bietenden Raum einmal mehr genutzt. Markus Röser hatte einen Pass auf der rechten Seite verlängert. Lepper startete ein Solo und schlenzte die Kugel aus spitzem Winkel mit dem Außenriss ins lange Eck. Immer wieder versuchten sich die Heessener in Kontern. Mal agierten sie zu ungenau, mal pfiff der Schiedsrichter zu Unrecht Abseits. Einmal wurde Lepper an der Strafraumkante rotwürdig gestoppt, die Partie lief überraschend weiter.

Da vorne das dritte Tor nicht fallen wollte, musste der SVE die Partie in der Abwehr gewinnen. Und das taten sie Heessener. Sie zogen sich weit zurück, warfen sich in jeden Zweikampf und hatten einen starken Rückhalt. Als Patti Bauer Frank Scholz im Strafraum legte, hatte Gutsche beim Versuch von Bozaci noch die Finger am Ball, der am Pfosten landete. Seine größte Tat zeigte er zehn Minuten vor Schluss, als er aus kurzer Distanz mit einem Reflex den Schuss von Bozaci abwehrte. Danach schien Herringen konsterniert. Die Eintracht ließ nichts mehr anbrennen.

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