Spielberichte 2017  alle Spielberichte gibt´s hier
Die Spielberichte werden von  Boris Baur geschrieben.

 

Schöner Fight zum Abschluss

SVE Heessen – SVF Herringen 2:1 (1:1)

Das letzte Spiel des Jahres brachte richtiges Fritz-Walter-Wetter. Regen, Wind sogar Hagel prasselte auf die Spieler des SVE und aus Herringen. Die Zuschauer nutzten jeden Unterschlupf. Die Heessener wollten zum Abschluss der Saison keine Niederlage kassieren, trafen aber auf eine junge Herringer Mannschaft. Dem läuferisch besseren Gegner stemmte sich der SVE entgegen und verdiente sich den Sieg.

Die Herringer übernahmen zunächst auch vom Rückenwind begünstigt die Kontrolle. Die Heessener, die alle einsatzfähigen Leute zusammengetrommelt hatten, kamen nur schwer hinten raus. Doch die Verteidigung stand lange sicher. Sascha Gutsche bekam bei seinem ersten Einsatz in dieser Saison zunächst wenig zu tun, auch weil die Herringer in guten Situationen zu schlecht abschlossen. Einen Freistoß aus 16 Metern lenkte Gutsche stark zur Ecke. Doch nach 29 Minuten vor er machtlos, als der SVF einen schnellen Angriff durch Ibrahim Bozaci erfolgreich abschloss. Der Stürmer war ansonsten gut aufgehoben in den Händen von Abdellatif Quahi.

Nach dem Rückstand schlug fast postwendend zurück. Eine missglückte Hereingabe von Boris Baur erkämpfte sich Lars Schwipp. Er schoss den Ball an die Latte, doch Manni Lang hatte aufgepasst und drückte den Abpraller über Linie (33.). Vor dem 0:1 hatte Christian Lepper bei einem Freistoß aus dem Strafraum bereits das Lattenkreuz getroffen, nachdem der Torwart einen Rückpass in die Hand genommen hatte.

In der zweiten Hälfte setzte dann Hagel ein, der Platz wurde immer weicher. Zudem machten die Herringer weiter Druck, umso mehr, nachdem Christian Lepper das 2:1 erzielte hat. Die Heessener hatten den sich bietenden Raum einmal mehr genutzt. Markus Röser hatte einen Pass auf der rechten Seite verlängert. Lepper startete ein Solo und schlenzte die Kugel aus spitzem Winkel mit dem Außenriss ins lange Eck. Immer wieder versuchten sich die Heessener in Kontern. Mal agierten sie zu ungenau, mal pfiff der Schiedsrichter zu Unrecht Abseits. Einmal wurde Lepper an der Strafraumkante rotwürdig gestoppt, die Partie lief überraschend weiter.

Da vorne das dritte Tor nicht fallen wollte, musste der SVE die Partie in der Abwehr gewinnen. Und das taten sie Heessener. Sie zogen sich weit zurück, warfen sich in jeden Zweikampf und hatten einen starken Rückhalt. Als Patti Bauer Frank Scholz im Strafraum legte, hatte Gutsche beim Versuch von Bozaci noch die Finger am Ball, der am Pfosten landete. Seine größte Tat zeigte er zehn Minuten vor Schluss, als er aus kurzer Distanz mit einem Reflex den Schuss von Bozaci abwehrte. Danach schien Herringen konsterniert. Die Eintracht ließ nichts mehr anbrennen.


Leppertoni und die Jagd nach dem Torrekord
 
SVE Heessen - Fortuna Walstedde 3:1 (3:0)
 
Hätte wenn und aber. Im Pokalspiel gegen Bausenhagen schraubte Christian Lepper sein Torkonto auf 15 Treffer, gegen Fortuna Walstedde hatte er nun Chancen auf 20 aufzustocken, um den AH-Rekord von Siggi Maack zu brechen. Die Chance dazu hätte er gegen Fortuna Walstedde gehabt, wenn er seine Möglichkeiten konsequenter genutzt hätte - hat er aber nicht. Lepper begnügte sich mit zwei Toren. Zusammen mit dem Treffer von Sebastian Krothoff reichte es aber zu einem verdienten 3:1-Erfolg gegen Fortuna Walstedde.
Trotz des vielen Regens war der Rasen am Busch erstaunlich gut zu bespielen und das nutzten die Heessener gerne zu langen Ballstafetten. Eine schöne Einzelaktion von Lepper sorgte dann für das frühe 1:0  nach nur vier Minuten. Von links zog er nach innen und schlenzte das Leder am verdutzten Keeper vorbei ins Netz. Eine Minute später hatte der SVE Glück, Walstedde kombinierte sich durch, Guido Wessel schob im Strafraum stehend ein, doch er stand ganz knapp im Abseits. Es war allerdings auch die einzige gefährliche Situation, die der SVE zu überstehen hatte. Die Heessener Defensive hatte die Partie im Griff und erarbeitete sich die vorne Chancen. Nach einem frühen Ballgewinn steckte Jörg Osiewacz zu Krothoff durch, der zum 2:0 traf (18.). Lepper schob auf Pass von Boris Baur freistehend am Tor vorbei, Krothoff vergab zwei Schussmöglichkeiten aus kurzer Distanz, verfehlte zudem die Hereingabe von Andre Mintert. Die Heessener spielten immer wieder geschickt nach vorne, waren aber auch bei Schnellangriffen gefährlich. Nach einer halben Stunde nutzte Lepper die Vorlage von Krothoff zum 3:0.
Die Pause brachte aber einen Bruch ins Spiel der Heessener, die Abstände wurden zu groß, die Bälle waren zu schnell weg. Walstedde hatte es dadurch leicht ins Spiel zu kommen. Viel zu tun bekam SVE-Keeper Tim Fischer allerdings nicht, dafür spielte die Fortuna den letzten Ball zu unpräzise. Defensiv aufmerksam waren die Heessener weiterhin. Letztlich besaß der Gastgeber weiter die größeren Chancen, auch wenn sie nicht so schön heruasgespielt waren. Mintert wollte uneigennützig Lepper bedienen, doch der verpasste knapp. Beim Querpass von Mario Reich verkürzte der Torwart gut den Winkel, klärte so Leppers Versuch. Tor Nummer 18 wollte Leppertoni einfach nicht gelingen. Auch vor dem Torwart verfehlte er zweimal seine Chance. Die größte Möglichkeit vergab aber Siggi Maack. Der alleine auf den Keeper zurannte, am Ende kam jedoch nur ein Rückpass direkt in den Fuß des Schlussmanns dabei raus. So waren es die Walstedder, die in der zweiten Hälfte als Einzige jubeln durften. Eine Flanke von der rechten Seite - begünstigt von den vielen Löchern der Heessener - köpfte Carsten Surmann sehenswert ins Netz.

Zweite Runde erreicht

Kreispokal: SVE Heessen - SV Bausenhagen 4:0 (2:0).


Der SVE hat sein erstes Kreispokalspiel gewonnen und steht in der zweiten Runde. Nach dem über weite Phasen überzeugenden 4:0-Erfolg ist der SuS Rünthe oder der SuS Lünern der nächste Gegner im kommenden Jahr.

Die Heessener setzten zunächst auf Ballkontrolle, und auch Bausenhagen agierte abwartend. Erste Chancen hatten Nedzat Bajric per Kopf sowie Christian Lepper und Michael Schulte mit Distanzschüssen. Doch zunehmend leisteten sich die Gastgeber - auch behindert von der tiefstehenden Sonne - einfache Ballverluste, bauten so den Gegner auf, der zudem viel Platz im Mittelfeld erhielt. Tim Fischer musste mehrmals bei Steilpässen retten. In Strafraumnähe spielte der Gast schlichtweg zu kompliziert, um aus aussichtsreichen Szenen Kapital zu schlagen. Mitten in diese Drangphase des SV machte der SVE das 1:0 (22.). Eine Ecke von Christian Lepper drosch Markus Fessler im zweiten Versuch aus kurzer Distanz über die Linie, nachdem er am langen Pfosten zunächst abgeblockt worden war. Das 2:0 (25.) war ein mustergültiger Konter nach einer Ecke für Bausenhagen. Markus Gerweler flankte, Michael Schulte musste nur den Fuß hinhalten. Den Rest der ersten Hälfte brachten die Heessener ohne größere Probleme über die Bühne.
Bausenhagen hatte sich aber noch nicht aufgegeben, machten nach dem Wechsel viel Druck. Wirklich gefährlich wurden die Gäste aber nur selten. Nach einer Flanke kam ein SV-Spieler am langen Pfosten frei zu Kopfball, doch Fischer hielt glänzend. Das machte auf der Gegenseite auch der Gästekeeper nach einem schönen Schlenzer von Bajric. Ein Konter führte dann zur Entscheidung: Der SVE eroberte einen Ball, Markus Gerweler schickte aus der eigenen Hälfte Lepper auf die Reise, der den Ball am Ende über den Torwart lupfte (57.). Vier Minuten vor Schluss sorgte Boris Baur für den Schlusspunkt, als er eine präzise Rückgabe von Markus Broch souverän vom Elfmeterpunkt über die Linie schob.


Erst nach drei Gegentoren mitgespielt

SVE Heessen - SV Westfalia Rhynern 0:3 (0:3)

Während der SVE erneut Spieler für die Partie zusammenkratzen musste, konnten die Rhyneraner fast aus dem Vollen schöpfen. Dementsprechend gab es am Gästesieg nichts zu rütteln.

Die Heessener hatten besonders in der Offensive Personalprobleme, keiner der Leute, die sich dort wohl fühlen, war da. Defensiv sah es besser aus, doch es fehlte dadurch an Entlastung. Dass sich das gegen die Westfalia rächt, zeigte sich früh. Rhynern kontrollierte das Spiel, ließ den Ball laufen und eroberte ihn früh wieder zurück. So stand der SVE von Beginn an unter Dauerdruck. Die ersten Gegentore fielen aber just dann, als sich der Gastgeber spielerisch zu befreien versuchte. Nach dem Ballverlust an der Mittellinie nutzte die Westfalia den Raum und kombinierte sich mit drei schnellen Pässen in den Sechzehner und kam zum freien, wie erfolgreichen Abschluss (8.). Vier Minuten später das gleiche Bild: Wieder war Heessen aufgerückt, schaffte es danach nicht mehr die Passwege zu schließen und fing sich das 0:2.

Erst nach und nach gelang es dem SVE durch tiefes Verteidigen den Gästen die Räume zu nehmen. Die ließen daraufhin die Kugel zirkulieren, kamen aber nur noch selten in gefährliche Situationen. Das 0:3 - ein unglücklich abgefälschter Schuss von Alf Dambrowsky in den Winkel (24.) - war schon mit die letzte echte Gelegenheit der Gäste.  Die Heessener kamen indes auch nur zweimal nennenswert nach vorne: Tobias Pilgrimm scheiterte nach einem schlampigen Rückpass von Timo Becker aus kurzer Distanz an Keeper Mark Bäuerle. Debütant Abdel Quahi versucht an der 16-m-Linie den Querpass zu Pilgrimm, statt einfach mal draufzuhalten.

Nach dem Wechsel änderte sich das Bild, weil Rhynern seine guten Spieler runternahm. Der SVE spielte nun mit, hielt die Westfalia zudem fast komplett vom Tor weg. Ein Freistoß aus 22 Metern, den Erbakan Altunyay stark zur Ecke lenkte, war die einzige gefährliche Szene der Gäste. Der Sieg war dennoch nicht in Gefahr, weil sich Heessen zwar mehr Ballbesitz erkämpfte, aber selten zu Chancen kam. Viermal hätte ein Tor fallen können: 1) Ein Alleingang von Tobias Brinkmann, der die letzte Entschlossenheit vermissen ließ, und Bäuerle vor wenig Probleme stellte. 2) Markus Gerweler kam nach einer Ecke aus 20 Metern zum Schuss, schoss aber weit drüber. 3) Abdel Quahi stand nach einem Westfalia-Rhynern Fehlpass im Strafraum, wurde aber im letzten Moment abgelockt. 4) In der Schlussminute zog Boris Baur von rechts in den Sechzehner, fand aber keinen Mitspieler.


Führung, Rückstand, Sieg bei Walter-Wetter am Busch

SVE Heessen - TuS Uentrop 3:2 (1:2)

Fritz Walter hätte seine helle Freude gehabt am Donnerstagabend. Es regnete aus Eimern, der Rasen am Busch war richtig schön durchnäßt und das Spiel wogte hin und her. Letztlich fand die Partie aber mit dem SVE den verdienten Sieger, der sich zwar viele Fehler leistete, aber die bessere Spielanlage und größeren Chancen hatte.

Die Heessener begannen stark. Christian Lepper hatte schon früh die erste Möglichkeit, scheiterte aber am Torwart. Der SVE setzte den TuS unter Druck und eroberte so Bälle, zudem nahm der Gastgeber über Außen Tempo auf. Folgerichtig fiel nach neun Minuten das 1:0. Die Heessener setzten nach einer vergebenen Chance nach, Christian Tirgs dribbelte von halblinks in den Strafraum und beförderte das Leder mit der Picke an den Pfosten. Michael Schulte stand aber richtig und schob den Abpraller ins Netz.

Der SVE setzte nach, erhielt aber kurz darauf einen Nackenschlag. Uentrop egalisierte überraschend mit einem doch recht einfachen Angriff nach einer Viertelstunde zum 1:1. Ein Tor, das die Hausherren verunsicherte. Zwar erspielten sich die Heessener immer noch gute Gelegenheiten - Lepper vor dem Keeper, Tirgs schoss (erneut mit der Picke) auf die Latte - doch defensiv klafften immer wieder Löcher. So auch beim 1:2 nach einer halben Stunde, als ein einfacher Doppelpass ausreichte, um die SVE-Abwehr auszuspielen. Tim Fischer hatte Pech beim Ball-Ablaufen, schon war es geschehen. Dass der Gastgebe seine Konter famos schlecht ausspielte, passte zusätzlich ins Bild.

Die Heessener stellten zur Pause um. Vor allem durch mehr Flexibilität im Mittelfeld bekamen sie das Zentrum nun besser geschlossen. Vorne boten sich weiter Räume, die Lepper, Schulte und Kron munter bespielten. Allerdings fehlte es weiter an Präzision. Dazu hatte Leppertoni seinen in dieser Saison so erfolgreichen Torreicher wohl zu Hause gelassen. Zwei weitere Hochkaräter vergab er im zweiten Durchgang. Für das Toreschießen zeichnete sich dann jemand verantwortlich, auf den vorher niemand getippt hatte. Erst nickte Fredy Oppotsch in der 51. Minute eine Flanke von Lepper irgendwie am kurzen Pfosten ein. Dann erzielte er kurz darauf nach einem Konter auf Vorlage von Toto Kron eiskalt den Siegtreffer. Das war verdient, denn während die Uentroper kaum noch gefährliche Aktionen für sich verzeichneten, hatte der SVE Gelegenheiten in Hülle und Fülle. Zweimal verstolperte Boris Baur Kontersituationen kläglich, war zudem im Strafraum nach einem verunglückten Pass des TuS-Torwarts überrascht und legte sich auf die Nase. Toto Kron wurde an der Strafraumlinie unfair gestoppt - usw.


Mit „geilem Spiel“ aus der Sommerpause

SV Hilbeck – SVE Heessen 2:2 (2:1)

Zum Auftakt der zweiten Saisonhälfte lieferte sich die AH des SVE mit Hilbeck ein packendes Spiel, in dem die Heessener den Sieg durchaus verdient gehabt hätten. Doch der Schiedsrichter hatte wohl etwas dagegen.

Der SVE begrüßte die Debütanten Markus Broch und Tobias Brinkmann in seinen Reihen, zudem feierte Nedzat Bajric nach langer Verletzungspause sein Comeback.

Zunächst waren es aber die Gastgeber, die den Ton angaben. Bei den Heessenern passten zunächst die Abstände nicht, der SVH hatte Platz zu spielen. Dementsprechend fiel das 1:0 nicht unverdient, aber die Stolpervorlage auf „Else“ Niggemeier war sicherlich nicht beabsichtigt. Der ehemalige Landesliga-Spieler drehte sich im Strafraum und schoss unhaltbar ein.

Der SVE meldete sich aber zurück. Vom eigenen Strafraum spielten die Heessener über Andre Mintert, Markus Gerweler und Boris Baur nach vorne. Dominic Otto nahm auf der linken Seite Tempo auf und bediente mustergültig Michael Schulte in der Mitte.

Die Freude währte aber nur kurz. Bei einem Freistoß stand Niggemeier im Abseits spielte quer und der Ball war im Tor. Die Pfeife blieb stumm, zum Ärger der Heessener.  Insgesamt war Hilbeck im ersten Durchgang besser, auch wenn der SVE durch Baur, Broch und Otto seine Chancen hatte. Meist wurde aber genau auf den Torwart gezielt. Der Ball war aber oft zu schnell weg, die Defensive dadurch ungeordnet.

Nach dem Wechsel fand der SVE aber immer besser ins Spiel. Die Bälle wurden jetzt behauptet und liefen besser in den eigenen Reihen. Wie schon der erste Ausgleich war auch das 2:2 toll herausgespielt. Am Ende bediente Brinkmann Markus Gerweler in der Mitte, der flach einnetzte. Heessen hatte das Spiel nun im Griff, fuhr immer wieder Angriffe, auch wenn die Hilbecker ebenfalls gefährlich blieben.

Dann fiel das 3:2 für den Gast. Bajric legte die Flanke von Mintert quer auf Brock, der mit der Hacke einnetzte. Aus völlig unerfindlichen Gründen zeigte der Schiedsrichter aber Abseits an – und gab in der Folge dem meckernden Schulte glatt Rot., was später in Gelb-Rot revidiert wurde. Heessen also nun rund 20 Minuten in Unterzahl. Doch davon war nichts zu merken. Im Gegenteil: Die Chancen hatte der SVE. Brocks Versuch aus dem Gewühl wurde auf der Linie geklärt. Brinkmann und Broch schlossen gute Kontermöglichkeiten zu überhastet ab. Daher stand es zum Abpfiff 2:2. Und es bleibt das Fazit von Jörg Osiewacz: „Danke Jungs, war ein geiles Spiel.“ 


Alle Farben

Hammer SC - SVE Heessen 4:2 (3:2)

Von zwei Platzverweisen überschattet war das letzte Spiel der AH des SVE Heessen vor der Sommerpause beim Hammer SC. Immerhin Tim Fischer schob sich mit seiner Roten Karten auf den Favoritenthron für die Sünderliste der Saison. Die 2:4-Niederlage war ebenso überflüssig.
Die Partie am Pilsholz ging für die Gäste schon schlecht los: Weil sich Charly Aydemir und Markus Fessler in der zweiten Minute nicht einig waren, lief Daniel Deckner einfach zwischen den beiden letzten Männern hindurch, umkurvte Fischer und schob zum 1:0 ein. Danach war auch der SVE im Spiel, das munter hin und her wogte. Beide Mannschaften spielten nach vorne und hatten Möglichkeiten. Dominik Otto scheiterte nach einer Maßflanke von Christian Lepper aus kurzer Distanz am Keeper. Lepper sorgte dann mit einem Freistoß aus 20 Metern für den Ausgleich (15.). Doch der HSC ging kurz darauf erneut in Front. Eine Flanke segelte unter dem Schutzschirm der Sonne zum langen Pfosten, wo Daniel Deckner mühelos einschob (23.). Dem erneuten Ausgleich der Heessener ging ein Geschenk des Schiedsrichter voraus, der in einem Luftzweikampf ein Foul eines Westtünners an Otto erkannt hatte, mit seiner Meinung aber recht alleine war. Lepper nagelte den Freistoß unter die Latte und in die Maschen (25.).
Die Heessener bekamen aber ihren Reihen weiterhin nicht geschlossen, der HSC nutzte die Räume im Mittelfeld zu Kontern und markierte noch vor der Pause das 3:2 (34.). Aus SVE-Sicht wieder blöd: Boris Baur umspielte mit einer Klärungsaktion Markus Fessler, der den mit viel Schnitt ankommenden Ball unterschätzte. Sein Gegenspieler rannte allein auf das Tor zu und vollstreckte eiskalt. Otto besaß noch eine Kopfballchance und verzog aus 16 Metern. Baurs Schuss aus kurzem Eck parierte der Keeper.
Kurz nach der Pause erzielte der Gastgeber das 4:2 (47.). Fischer ließ eine flache, schwache Hereingabe im Fünfer durchrutschen. Am langen Pfosten sagte ein HSC-Akteur Danke. Es folgte unangebrachte Kritik von Otto, auf die Fischer mit einem "Halt´s Maul" antwortete. Die Sache wäre damit erledigt gewesen, doch der Schiri zeigte Rot  - und dem daraufhin auf gelb plädierenden Otto die Gelbe Karte.
Das Spiel war damit im Grunde vorbei. Der SVE versuchte sich in Schadensbegrenzung, der HSC spielte die Überzahl in Tornähe schlecht aus. Die Schüsse aus der Distanz parierte Tobias Pilgrimm sicher. Zweimal trafen die Westtünner immerhin noch die Latte. Die Heessener setzten auf Konter, bei denen Lepper zweimal Pech hatte, als ihm der Ball in guter Position versprang.
Drei Minuten vor Schluss sah auch ein HSC-Akteur gelb-rot. Keiner wusste warum. Die Spieler hatten nach insgesamt fünf gelben Karten (keine für ein Foulspiel) längst die Lust verloren und sehnten den Abpfiff herbei.

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Die Alten Herren des SVE Heessen

haben ein ganz besonderes Auswärtsspiel bestritten. Sie besuchten den früheren Eintracht-Spieler Peter Piebrock in Göttingen und spielten gegen seinen Verein, den SVW.

Viel Zeit hatten die beiden Mannschaften für die Planung aufgewendet, schließlich wollten die Heessener in der 200 Kilometer entfernten Stadt nordöstlich von Kassel übernachten. Die Göttinger empfahlen ein Hotel, holten ihre Gäste dort ab, brachten sie zum Platz und kümmerten sich dort auch anschließend um die Verpflegung. Auf dem Feld gaben die Gastgeber aber den Ton an und gewannen verdient 4:0. Der SVE war zwar mit rund 20 AH-Mitgliedern angereist, davon waren allerdings auch einige nur als Schlachtenbummler unterwegs. Auch die jüngeren Spieler fehlten bei der weiten Anreise, so dass die Heessener nur eine hohe Ü40 aufgeboten hatten.

Wichtiger war aber eh der gesellige Teil des Ausflugs. Die Göttinger hatten nach dem Spiel den Grill angeworfen, so dass alle gemütlich bei Bier und Steak zusammensitzen und quatschen konnten. Danach ging es in eine Kneipe eines AH-Mitglied der Gastgeber. Auch dort verstanden sich die Gegner auf dem Patz super. Und da die Heessener zum Feiern gekommen waren, ging es zum Abschluss noch in die Disco. Auf der Rückfahrt mit dem Vereinsbulli wurde auch noch die eine oder andere Flasche Bier geleert.

Bilder gibt es auf der Meckerseite (Intern)


Führung verspielt

VfK Weddinghofen – SVE Heessen 2:1 (0:0)

Nach einigem Hin und Her bezüglich des Personal trat der SVE mit 14 Spielern in Weddinghofen an. Markus Kemper half spontan aus, Manni Lang und Markus Röser kamen etwas später, Michael Schulte stand im Tor. Letzterer sollte für das Endergebnis noch eine wichtige Rolle spielen.

Die Heessener starteten gut in Partie, standen zunächst hinten sicher und fanden auch Wege nach vorne. Zweimal setzten sie sich über die linke Außenbahn durch, den Querpass zu Christian Lepper beförderten Heinrich Dann und Markus Kemper aber leicht in den Rücken des Stürmers, der so nicht zum Abschluss kam. Schüsse von Andre Mintert und Dominik Otto verfehlten das Ziel. Doch schon in dieser Phase verloren die Gäste die Kontrolle über die Partie. Der VfK nutzte die großen Räume im Mittelfeld, spielte sich über Außen nach vorne. Lediglich Abschlüsse blieben aus. Die wenigen wehrte Schulte sicher ab. Ein Ball rollte knapp am Pfosten vorbei.

Nach dem Wechsel fand der SVE zwar die Ordnung wieder, fand aber lange keine Wege mehr nach vorne. Die Partie plätscherte so vor sich hin, bis Mario Reich alle wieder aufweckte. Allerdings wäre das fast nach hinten losgegangen: Reich spielte einem Weddinghofener einen Ball am Strafraum in den Fuß, doch Mintert klärte noch in höchster Not. Kurz darauf war Schulte im eins-gegen-eins zur Stelle, der Nachschuss flog vorbei. Die Heessener hatten durch Lang, Otto und Toto Kron Abschlüsse, es fehlte jedoch Zielwasser. Pässe in die Gasse auf Kemper, Boris Baur und Dann verfehlten nur knapp ihr Ziel. In der 69. Minute kombinierte sich der Gast dann erst in und anschließend auch im Strafraum. Irgendwann lag der Ball bei Ümit Aydemir, der erfolgreich aus 14 Metern zum 1:0 Maß nahm.

Die Führung währte nur kurz: Der ansonsten defensiv starke Dann verlor seinen Gegenspieler einen Moment aus den Augen, der bekam den Pass in den Lauf und überwand Schulte (72.). War der Ausgleich noch leistungsgerecht, entschied Weddinghofen wenige Minuten vor Schluss die Partie sogar noch zu seinen Gunsten. Baur verlor auf der rechten Abwehrseite ein Laufduell, die Flanke wollte Schulte abfangen, verschätzte sich aber. Der VfK-Stürmer war eher am Ball, sein Kopfball kullerte ins leere Tor.  


Zum ersten Mal trat die Ü 50 zu einem offiziellen Spiel an.

Aufgrund von Sperren, Verletzungen und anderen Absagen, konnte man nur mit einer "Rumpftruppe" auflaufen. Hierbei sind die Spieler hervorzuheben, die nicht mehr aktiv sind und sich trotzdem bereit erklärten, aufzulaufen. Was keiner geglaubt hätte, entwickelte sich ein dramatisches Spiel, das im 9-Meterschiessen entschieden werden musste. Das Spiel begann bei hochsommerlichen Temperaturen abwartend von beiden Seiten, wobei die Gäste aus einer soliden Abwehr, Konter setzten. Die Gastgeber hatten jedoch zuerst die besseren Chancen. Der Gast schloss einen Konter mit dem 0:1 mit einem Sonntagsschuss ab. Kurz darauf erhöhten die Gäste wiederum nach einem Konter auf 0:2, nachdem Adi Pander zuvor nur den Pfosten traf. So ging es in die Halbzeit. Gleich zu Beginn fiel sogar das 0:3. Hier bahnte sich ein Debakel an, obwohl die SVEler immer noch spielbestimmend waren. Sie gaben nicht auf und Markus Röser erzielte den Anschlusstreffer. Trotz der hohen Temperaturen fighteten die Gastgeber weiter und erzielten wiederum durch Röser das 2:3. Es waren nur noch wenige Minuten zu spielen, als der als Torwart gestartete Andreas Welz, jetzt als Stürmer eingesetzt, eine große Chance vergab. In der letzten Minute gelang dann Manni Lang, den längst verdienten Ausgleich. Trotz einiger Unsicherheit über den weiteren Verlauf, kam es zum Höhepunkt des Dramas: zum 9-Meterschiessen. Hierbei waren die Gäste die Glücklicheren, als sie alle 9 Meter sehr sicher verwandelten und die Heimmannschaft 2 9-Meter nicht verwandeln konnten. Es war vermutlich ein einmaliges Ereignis, das bei den Aktiven jedoch noch lange in Erinnerung bleiben wird.      Bericht  A. P


Langsam wird es unheimlich

SVE Heessen – SG Bockum-Hövel 4:3 (3:1)

Christian Lepper marschiert mit großen Schritten Richtung Torjägerkanone. Gegen Bockum-Hövel schnürte er sogar einen Dreierpack und bereitete das vierte Tor von Sebastian Krothoff vor. Spannend machte die Partie, die beim Stand von 4:1 schon entschieden schien, Erbakan Altunyay mit einer eigenwilligen Parade.

Die Heessener fanden zunächst nur schwer ins Spiel. Bockum-Hövel erhielt Räume im Mittelfeld und ließ den Ball gut laufen. Erste Abschlüsse waren die Folge. Beim 0:1 half dann Kapitän Boris Baur tatkräftig mit einer ganzen Fehlerkette mit. Erst wurde sein Pass aus der Abwehr heraus abgefangen, dann verlor er den Zweikampf gegen Heiko Schelle, unterband den Doppelpass nicht und verlor den Torschützen dann aus den Augen. Immerhin war Baur am Ausgleich beteiligt. Denn nach dem Gegentor steigerte sich Heessen erheblich. Hinten stand die Defensive sicher und das Spiel nach vorne klappte langsam. In der 23. Minute nutzte Baur den Platz auf der rechten Seite, drang in den Strafraum ein und bediente Siggi Maack, der von seinem Gegenspieler mit einem Foul am Torschuss gehindert wurde. Lepper verwandelte den Elfmeter eiskalt. Beim 2:1 stürmte Lepper der gesamten Abwehr davon. Ümit Aydemir hatte einen Angriff am eigenen Strafraum abgefangen, Markus Gerweler den Stürmer mit einem maßgenauen Pass auf die Reise geschickt. Der Goalgetter machte den Rest. Heessener war nun überlegen, auch wenn Bockum-Hövel noch Torschüsse hatte. Den Pass von Lepper verfehlte Krothoff im Fünfmeterraum nur knapp. Kurz vor der Pause setzte sich Lepper an der Mittellinie durch, überspielte die Abwehr mit einem Zuckerpass, Krothoff schloss treffsicher ab.

Zu Beginn der zweiten Hälfte leistete sich die SG viele Fehlpässe. Nach einem davon bediente Gerweler durch die Gasse Lepper – 4:1 (39.). Doch anschließend ruhte sich der SVE bei heißen Temperaturen etwas zu sehr auf dem Vorsprung aus. Schelle verkürzte vom rechten Strafraumeck zum 4:2, und dann traf auch noch Peter Chojka. Keeper Altunyay lenkte den Distanzschuss von der linken Seite artistisch ins eigene Netz. So wurde es noch einmal spannend, zumal vorne Krothoff zwei Hundertprozenter liegen ließ. Erst schloss er völlig blank aus 16 Metern überhastet ab, dann blieb er alleine am letzten Mann hängen. Zu guter Letzt war es Altunyay der den Sieg festhielt, einen Chojka-Freistoß aus 20 Metern fischte er aus dem Eck und machte seinen Fehler beim 4:3 somit wieder gut.

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Doch noch den Torriecher bewiesen

BV 09 Hamm – SVE Heessen 1:2 (0:1)

Zweimal wollte  der Ball dann doch ins Tor, Chancen waren für sechs oder sieben Treffer da. Christian Lepper schießt den SVE zum 2:1-Sieg am Nordendamm.  

Der SVE tat sich aber gegen den BVH zunächst schwer. Die Abstimmung in der Defensive passte nicht, die Gastgeber rannten so mit Raum auf den Strafraum zu. Die Schüsse waren aber bei den ersten Versuchen zu ungefährlich. Das änderte sich, als Tim Koslowski nach etwa eine Viertelstunde eine Flanke volley nahm und das Leder neben dem Pfosten einschlug.

Nach dem 0:1 wachte der SVE langsam auf. Patti Bauer gab den ersten Schuss ab, sein Versuch aus 20 Metern lenkte der BVH-Torhüter zur Ecke. Im Anschluss übernahmen die Heessener das Geschehen. Lepper und Andre Mintert zielten zu ungenau aus der Distanz. Toto Kron drang zweimal von Außen in den Strafraum ein, fand aber keinen Abnehmer. Boris Baur verfehlte nach Kron-Vorlage aus elf Metern den Pfosten nur knapp. So ging der BVH mit einer glücklichen Führung in die Pause.

Als Lepper kurz nach dem Wechsel nach einem Pass von Baur frei vor dem Keeper den Ball am Tor vorbeischob, sah es fast so aus, als ob die Heessener das Tor nicht mehr treffen sollten. Dann kam ein Einwurf  von Jörg Osiewacz. Baur drehte sich um seinen Gegenspieler, blieb an dessen Fuß hängen und erhielt den Elfmeter. Diesmal traf Lepper souverän.

Das Spiel wog nun hin und her. Der BVH bekam seine Chance, doch auch der SVE hatte viele gefährliche Szenen, verpasste aber oft den letzten Pass. Drei Minuten vor Schluss schickte Markus Gerweler Toto Kron auf die Reise, der stark den Ball behauptete und auf Lepper querlegte. Der Goalgetter ließ sich die Gelegenheit zum Siegtreffer nicht entgehen.


Leppers Traumtor erlegt die HSV

SVE Heessen – Hammer SpVg 3:1 (1:0)

Innerhalb von vier Tage traf der SVE auf die beiden Altherren-Mannschaften der Oberliga-Vereine Rhynern und Hammer SpVg. Der 0:2-Niederlage bei der Westfalia mit vielen angeschlagenen Spielern folgte mit einer etwas besser aufgestellten Mannschaft eine starke Leistung und ein verdienter Sieg gegen die HSV.

Die Gäste aus dem Hammer Osten hatten ordentlich Offensivkraft aufgeboten. Unter anderem kickten Regionalliga-Spieler Ferhat Cerci und Oberligastürmer Sebastian Brzezon mit. Beide waren aber fast immer bei Freddy Oppotsch und Charly Aydemir in guten Händen. Der SVE überließ dem Gegner das Feld und konzentrierte sich auf eine engmaschige Defensive und Konter. Die Hammer kamen so zu ersten Abschlüssen, die jedoch beim „neuen“ Torwart Erbakan Altunyay keine Probleme verursachten. Langsam fand aber auch der Gastgeber den Weg nach vorne. Christian Lepper gab zwei erste Schüsse ab. Kurz darauf war er nach einem schönen Spielzug auf der linken Seite durchgebrochen. Erst im Strafraum hielten ihn zwei Hammer auf. Der Ball landete aber bei Sebastian Krothoff, der das Leder ins Tor schlenzte (18.). Danach hatten die Heessener zweimal Glück. Ein abgefälschter Versuch landete an der Latte, eine Ecke – ebenfalls abgefälscht – köpfte Boris Baur am Pfosten von der Linie.

Auch nach dem Wechsel änderte sich nicht viel an der Partie. Die HSV hatte den Ball, der SVE verteidigte sicher – und legte schnell ein Tor nach. Christian Lepper hielt den Fuß in ein verunglücktes Schüsschen von Andre Mintert und erzielte das 2:0 (39.). Die Gäste gaben nicht auf, verkürzten nach einer Bogenlampe, die der wegrutschende Altunyay nach vorne abprallen ließ, durch einen Abstauber (55.). In dieser Phase verpassten die Heessener mit Kontern das Spiel zu entscheiden. Lepper, Krothoff und Otto brachten den Ball nicht im Tor unter. Letztlich machte Lepper dann aber fünf Minuten vor Schluss mit einem Traumtor alles klar. Eine Maßflanke von Manni Lang zimmerte er volley in die Maschen. Brezon verpasste frei vor dem Tor noch das 3:2, dann war Schluss.


Was für gruselige Tore

SVE Heessen – SSV Hamm 1:2 (1:1)

Es war wirklich kein schönes Spiel, dass sich der SVE, der erneut mit einer Rumpfelf antrat, und der SSV Hamm lieferten. Wenig Bewegung, wenig schöne Chancen und drei Tore, bei denen der Zufall fleißig mitspielte. Zudem benötigte Schiedsrichter Jörg Küffen gefühlte Ewigkeiten, um das
Spiel nach Unterbrechungen wieder fortzusetzen.
Bei den Südenern halfen einige Akteure aus dem Seniorenbereich mit, die sich aber bald dem Altherren-Niveau in punkto Geschwindigkeit anpassten. Beim SVE hingegen feierte ein Routinier ein Comeback. Als Markus Gerweler nach einigen Minuten wie schon in Uentrop mit Wadenproblemen vom Platz musste, kam Andreas Feldhaus zu seinem ersten Spiel seit „ich kann mich auch nicht mehr dran erinnnern “ (Feldhaus). Er zeigte eine starke Partie, wurde aber kurz vor Schluss zum tragischen Helden.
Doch der Reihe nach: Der SSV bestimmte gegen defensiv agierende Heessener die Partie, wurde aber kaum gefährlich. Über außen kamen unplatzierte Flanken, in der Mitte blockte der SVE vieles weg. Der Rest war sichere Beute für Tim Fischer, der einmal stark im Eins-gegen-Eins rettete. Der Keeper hatte allerdings nach einer Viertelstunde Glück, dass ein Ball halb Schlenzer, halb Flanke gegen am langen Pfosten nur am Aluminium landete. Zehn Minuten später hatte er dann Pech, als eine völlig verunglückte Flanke im hohen Bogen über ihn ins Netz rutschte.
Die Heessener, die bis dahin die beste Chance besessen hatten, als Siggi Maack nach einer frühen Balleroberung von Jörg Osiewacz frei an SSV-Torwart Damian Iodice scheiterte, trauten sich nach dem Gegentor mehr zu, agierte nun offensiver. Der frühere Heessener Iodice half dann beim Ausgleich kurz vor der Pause mit: Er rutschte bei einem Rückpass weg, kam dann ins Strauchel, so dass der nachsetzende Osiewacz den Ball ins Tor stocherte. Iodice verdrehte sich dabei das Knie und musste später ausgewechselt werden. Gute Besserung an dieser Stelle.
Die zweite Hälfte war dann relativ offen. Die Südener hatten mehr Ballbesitz, spielten den aber schlecht aus. Der SVE kam dagegen zu den besseren Möglichkeiten, obwohl mehrere Spieler angeschlagen waren. Die Schüsse von Mario Reich, Heinrich Dann und Jörg Osiewacz verfehlten allerdings ihr Ziel. Reich verpasste eine scharfe Flanke von Boris Baur nur knapp. Der nächste Feldspieler im SSV-Tor musste nicht eingreifen.
Fünf Minuten vor dem Ende dann das entscheidende Tor: Feldhaus hatte seinem Gegenspieler einen Ball im Strafraum abgelaufen und wollte klären, traf aber genau den Fuß eines Gegners, der die Kugel unkontrolliert aber mit viel Dampf in die Mitte brachte. Dort stand ein Teamkollegen goldrichtig und beförderte das Leder zum 2:1 ins Netz. Ein ärgerliches wie passendes Tor für dieses Spiel.


 

Abwehrschlacht wird nicht belohnt

TuS Uentrop – SVE Heessen 1:0 (1:0)

Mit einer absoluten Rumpfzwölf trat der SVE im Giesendahl an. Gleich vier U50-Spieler waren mit dabei. Dazu schied Markus Gerweler mit Wadenproblemen nach 20 Minuten ab. Was blieb, war eine Abwehrschlacht, bei der Uentrop seine Chance nicht nutzte, die Heessener aber besonders in der zweiten Hälfte kämpferisch voll überzeugten.

Uentrop war läuferisch besser aufgestellt und kontrollierte so das Spiel. Heessen bekam zunächst nicht die Defensive geschlossen, so dass der TuS immer wieder zu Abschlüssen kam. Die waren allerdings eine sichere Beute für Tim Fischer. Das Tor lag letztlich allerdings in der Luft, weil die Gäste in erstem Durchgang die letzten Meter nicht machten. Entlastung gab es zudem nahezu nicht, da Siggi Maack und Christian Lepper spätestens nach der Gerweler-Auswechslung in der Luft hangen.

Nach rund 20 Minuten ging Uentrop dann auch in Führung. Die dritte Flanke in Folge, die in den Strafraum segelte, fand einen Gastgeber, der frei aus elf Metern einschob. Anschließend änderte sich wenig am Spiel. Uentrop drückte, Heessener verteidigte. Ein zweites Tor wäre nicht unverdient gewesen.

So verlief auch die zweite Hälfte. Doch der SVE schloss die Räume nun meist besser. Fast immer war ein Mitspieler zum Helfen da. Daher waren wirkliche Chancen zwar vorhanden, aber deutlich seltener – und aus der Distanz waren die Uentroper Schussversuche ein Trauerspiel. Die Pässe in die Gasse flogen fast immer zu weit. Dazu stand der TuS wie schon in Durchgang eins viel zu oft abseits. So blieb der Lucky Punch für den SVE immer möglich Die Gäste suchten ihr Heil in Kontern, hatten aber oft zu weite Wege vor sich.

Wirklich erwähnenswert waren nach vorne nur wenige Szenen aus Heessener Sicht – in beiden Hälften. Christian Lepper, der eine Art einsame Spitze spielte, blieb zweimal am letzten Mann hängen. Boris Baur verstolperte die größten Chancen nach einem Pass von Lepper frei an der Strafraumgrenze. Und ein schöner Doppelpass von Lepper und „dem rechten Läufer“ Christian Tirgs pfiff der Schiedsrichter völlig falsch wegen Abseits ab. Lepper war unbedrängt von rechts in den Strafraum gedrängt und hätten einen guten Abschluss gehabt. Letztlich ging die erste Niederlage der Heessener aber doch in Ordnung.


Dreifache Führung reicht nicht

SVE Heessen - Fortuna Walstedde 3:3 (1:1)

Von zwei Erfolgsserie des Start in die Saison 2017 hat nur eine weiter Bestand, doch großartig ärgern wollte
sich bei den Alten Herren des SVE Heessen niemand lange über das 3:3 gegen Fortuna Walstedde - auch wenn der Gastgeber am Busch dreimal in Führung lag. Nach zwei Siegen war es das erste Unentschieden für den SVE, der im Vergleich zum Samstag neun neue Leute einsetzte.
Das 1:0 fiel schon nach wenigen
Minuten. Michael Schulte war es ein großes Vergnügen gegen seinen frühen Verein einzunetzen. Dominik Otto hatte vorgelegt. Die Freude währte allerdings nur kurz. Die Fortuna war mit dem Glück im Bunde. Das Eindrehen des Walsteddes Stürmers wertete Schiri Hillrich Blank als Foul von Lars Schwipp. Da es im Strafraum war, hieß die Folge Elfmeter - und das 1:1. Damit ging es in einem ausgeglichenen Spiel in die Pause.
Nach dem Wechsel hatte der SVE wieder einen optimalen Start Markus Fessler schickte Markus Kemper auf die Reise, der nach einem schönem Lauf das 2:1 erzielte. Doch wieder hatte Walstedde eine Antwort parat. Ein Gästespieler zog kurz nach dem Tor aus 30 Metern ab und der Ball senkte sich in die Maschen. Dann waren wieder die Heessener an der Reihe: Otto sammelte seinen zweiten Assists des Tages und bediente Sebastian Krotthoff, dem sein erster Treffer bei den Alten Herren gelang. Doch die Fortunen schlugen noch einmal zurück und glichen zum 3:3 aus. "Ein gerechtes Unentschieden", befand Toto Kron.

 


„Geiler Auftakt“ – oder wie Fahrradfahren

Einen glatten 4:0-Erfolg feierte der SVE Heessen im ersten Spiel des Jahres bei der SpVgg Dolberg. Dabei hatten die Heessener erst einmal unter freiem Himmel und mit dem richtigen Ball trainiert. Fußball ist also wie Fahrradfahren – man verlernt es nicht.Geiler Auftakt“, fand Toto Kron.

Der SVE hatte beim Nachbarn von Beginn an das Heft in der Hand. Schon nach fünf Minuten wurde das bei einer Ecke Jörg Osiewacz belohnt. Christian Lepper machte den Ball von der Grundlinie wieder scharf. Das Spielgerät landete bei Toto Kron, der nur noch den Fuß hinhalten musste. Die Heessener waren weiter spielbestimmend. Nur sieben Minuten später erhöhte Markus Gerweler, der sich Freiraum verschaffte, mit Michael Schulte einen Doppelpass spielte und am Ende der schönen Aktion die Kugel über den SpVgg-Keeper lupfte. Schulte selbst wurde nach einer Flanke von Dominik Otto  ein Tor wegen Abseits aberkannt (30.). 

An die gute erste Hälfte knüpften die Gäste allerdings nicht mehr an. Die Anspielstationen fehlten, die Bälle wurden oft nur aus der Abwehr herausgeschlagen. Gefahr konnte Dolberg aber nicht erzeugen. Das 3:0 für den SVE leitete Toto Kron mit einer Balleroberung ein. Er spielte nach Außen zu Lars Schwipp, der Tempo aufnahm und Christian Lepper bediente, der den Treffer erzielte (64.). Sechs Minuten danach schnürte Leppertoni einen Doppelpack. Er zimmerte den Ball von der Strafraumgrenze direkt ins Netz. „So was habe ich bei den Alten Herren noch nicht gesehen“, staunte Toto Kron. Vorausgegangen war allerdings eine rüde Attacke von hinten gegen Dominik Otto, für die der Dolberger die Rote Karte sah.