Spielberichte 2016

Die Spielberichte werden von Boris Baur geschrieben.

Fortuna Walstedde - SVE Heessen 0:3 (0:2)

Der Saisonabschluss führte die Heessener Alte Herren nach Walstedde. Bei der Fortuna sollte die Bilanz noch etwas aufgebessert werden, außerdem machten sich noch einige Akteure Hoffnungen auf die Torjägerkanone. Ümit "Charly" Aydemir, Markus Gerweler und Andre Mintert mischten vor dem letzten Spiel des Jahres vorne mit.

Der SVE fand gut in die Partie. Nach nur acht Minuten bediente Siggi Maack Heinrich Dann, der das 1:0 erzielte. Beim 2:0 nutzte Dominik Otto die Torwartbande, Markus Fessler staubte ab (33.). Nach dem Wechsel fiel dann die Entscheidung im Kampf um den besten Torschützen. In der 56. Minute legte Otto den Ball für Aydemir auf, der sein sechsten Treffer in diesem Jahr erzielte und damit alleine die Liste anführt. Bester Scorer wurde Markus Gerweler, der neben vier eigenen Toren auch fünf Treffer vorbereitete. In der Sünderkartei lagen Mike Spitzer, Dominik Otto und  Ümit Aydemir vorne. Alle haben allerdings nur zweimal Gelb gesehen, was für eine faire Saison der Heessener spricht.

Teilzeitarbeit

VfK Nordbögge – SVE Heessen 2:4 (0:4)

Statt eines Spaziergangs beim VfK Nordbögge machte sich der SVE Heessen in der zweiten Halbzeit das Leben schwer. Da die Heessener aber in Durchgang eins gut und effektiv gespielt hatten,gewannen sie mit 4:2.

Der SVE legten einen Traumstart hin. Auf Pass von Markus Gerweler markierte Ümit Aydemir frei vor dem Torwart das 1:0 schon nach drei Minuten. Zwei Minuten später erhöhte Toto Kron bereits auf 2:0. Marian Christel hatte aufgelegt und dabei wieder mit einem Pass aus dem Mittelfeld die Nordbögger Defensive überspielt. Der VfK attackierte die Heessener früh, aber halbherzig. So befreiten sich die Gäste mit sicheren Passspiel und hatten im Mittelfeld riesige Räume. Allein in der ersten Viertelstunde besaß Heessen weitere Großchancen. Bei der klarsten übersah Kron den völlig freistehenden Andre Mintert gleich zweimal und schoss den Nachschuss neben das Tor. In der 14. Minute bediente Kron Mintert dann doch, der auf 3:0 stellte. Marian Christel sorgte nach einem weiteren öffnenden Pass von Gerweler auf 4:0 (25.). Mehrere Hundertprozentige ließ der SVE aber leichtfertig aus. Ersatzkeeper Siggi Maack musste nur zweimal eingreifen.

Nach dem Wechsel stellten die Gäste die Arbeit aber ein. Vorne sollte es möglichst schön werden, die Rückwärtsbewegung wurde weitgehend eingestellt. Nordbögge hatte sich hinten eingeigelt und gab kaum noch Räume preis. Dazu leistete sich der SVE Fehler. Wurde der Ballverlust von Olli Gutsche noch nicht bestraft, erging es Boris Baur schlechter. Er verlor gegen Siegfried Wagner, und der schlenzte aus 25 Metern über Maack hinweg ins Tor (53.). Vier Minuten später köpfte Wagner unbedrängt zu 2:4 ein.

Das war immerhin der Weckruf für die Heessener, der nun wieder die Spielkontrolle übernahm. So gab es auch wieder Chancen, doch ein Tor sollte nicht mehr fallen. 

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Seltener Erfolg auf dem Giesen-„Acker“

TuS Uentrop – SVE Heessen 1:3 (0:1).

Auswärtsspiele im Giesendahl sind die Alten Herren des SVE meist eine traurige Angelegenheit. „Ich habe da noch nie gewonnen“, meinte zum Beispiel Olaf Wyludda. Schade Olaf, deine Serie hält, da du nur von der Bank unterstützen konntest  – die anderen Heessener feierten nun allerdings in Uentrop einen verdienten Sieg.

Zunächst fanden sich die Gäste allerdings mit dem Rumpelacker nicht zurecht. Die Anspiele und Ballannahmen gerieten zu einem Fehlerfestival –teilweise mit Harakiri-Charakter. Uentrop bekam so Platz für gute Angriffe, die der TuS aber meist schlecht ausspielte. Ansonsten stand ein erneut gut aufgelegter Tim Fischer im Weg, der zwei, drei gefährliche Schüsse und einmal im Eins-gegen-Eins entschärfte. Die erste Chance des SVE besaß Markus Kemper, der nach einem erkämpften Ball am TuS-Keeper scheiterte. In der 14. Minute nutzte Kemper aber die Vorarbeit von Christian Lepper nach einem schnellen Spielzug der Heessener. Trotz der Probleme im Spielaufbau wussten auch die Gäste nach vorne zu spielen. Es haperte bei den Kontern jedoch am letzten Pass.

Auch in der zweiten Hälfte hatten die Uentroper mehr vom Spiel. Allein die Flanken aus dem Halbfeld waren lange kein probates Mittel, sondern sichere Beute der aufmerksamen SVE-Abwehr. Auf der anderen Seite scheiterte Kemper, der zweimal nach langen Bällen seine Schnelligkeit ausspielte, frei vor dem Tor. In der 57. Minute glich der TuS per Kopf aus, Patrick Schmidt stand bei einer weiteren Flanke allerdings auch gut zwei Meter im Abseits. Letztlich blieb Uentrop zu ungefährlich, nutzte die Räume, die Heessen bot, aber überhaupt nicht. Das tat aber auch der SVE nicht. Kemper traf die Latte, was auch Lepper nach einem Freistoß schaffte. Bei der zweiten Hereingabe von Adi Pander stolperten Heinrich Dann, Kemper und Andre Mintert am langen Pfosten irgendwie den Ball nicht rein. Wie einfach das Toreschießen geht, zeigten dann Boris Baur und Mario Reich innerhalb von drei Minuten. Zunächst fing Markus Gerweler einen Abstoß ab, Lepper leitete per Kopf weiter zu Baur, der aus 20 Metern Maß nahm (70.). Dann setzte sich Mintert auf links durch, spielte quer zu Reich, der aus 18 Metern die Kugel flach zum 3:1-Endstand ins Eck schlenzte (73.).


Abwehrschlacht ohne Happy End

SVE Heessen – Westfalia Rhynern 1:3 (1:1)

Irgendwie chancenlos, aber trotzdem gut dagegenhalten. Der SVE unterlag einer starken Rhyneraner Mannschaft mit 1:3. Das Ergebnis hätte durchaus höher ausfallen können, weil die Westfalia viele Chancen vergab, das hätte aber dem Engagement der Heessener nicht entsprochen.

Zunächst schockten die Gastgeber am Busch aber ihren Gegner. Ein langer Ball auf Markus Gerweler, der Tobi Tönnies schlecht aussehen ließ und den zurückeroberten Ball quer zu Siggi Maack spielte, führte nach zwei Minuten zum 1:0, weil Maack aus 16 Metern erfolgreich Maß nahm. Die Heessener zeigten damit ungeahnte Qualitäten. Denn es war nicht nur ihr erster Torschuss, es sollte auch bis zur Pause der einzige ernsthafte sein.

Anschließend entwickelte sich eine einseitige Partie. Rhynern bestimmte die Partie, Heessen verteidigte, musste aber immer Durchbrüche der spielstarken Gäste zulassen. Besonders Daniel Diers bei seinem Alt-Herren-Debüt war nicht aufzuhalten, hatte zum Glück für den SVE allerdings auch kein Zielwasser getrunken. Ohne Übertreibung waren für ihn im Spiel acht Tore möglich.

Das Glück war überhaupt mit den Heessenern, denn Rhynern wurde ein klares Tor wegen Abseits nicht anerkannt, ein zweites wegen einer knappen Abseitsstellung wohl zurecht nicht gegeben. Zum Ausgleich kam der Gast dennoch. In der 24. Minute traf Diers aus 14 Metern. Ansonsten hielt Tim Fischer aber mit starken Paraden seine Mannschaft im Spiel. Exemplarisch war die Rettungstat bei einem Kopfball von Kai Schriewersmann, den er aus kurzer Distanz an die Unterkante der Latte lenkte.

Am Spielgeschehen änderte sich nach dem Wechsel nichts, Rhynern war überlegen, Heessener verteidigte. Dabei ließ die Westfalia auch weiter beste Chancen  aus, erzielte jedoch dennoch nach 56 Minuten das 2:1. Immerhin spielte der SVE anschließend wieder etwas mit, hatte einige gute Kontergelegenheiten, bei denen allerdings der letzte Pass nicht präzise genug war. Ein Freistoß aus 20 Metern sollte sich dann vier Minuten vor dem Ende zum Boomerang entwickeln:. Der Schuss von Michael Schulte wurde abgeblockt, dann machte sich Diers auf die 70 Meter lange Reise, tanzte Mario Reich aus und schloss vor Fischer eiskalt zum 1:3 ab.


Keine Mittel gegen 7er-Kette

SVE Heessen – VfR Sölde 0:0

Obwohl der SVE lange Zeit in doppelter Überzahl spielte, weil Sölde nicht pünktlich in kompletter Besetzung anreiste, schafften es die Heessener nicht, ein Tor zu erzielen. Was sie dafür aber im ersten Spiel nach der Sommerpause ziemlich gut beherrschten, war ins Abseits zu laufen.

Der VfR, der die Partie netterweise nicht abgesagt hatte, agierte geschickt. Bei gegnerischem Ballbesitz staffelten sich die Dortmunder meist mit bis zu sieben Mann auf der Mittellinie, um die Heessener zum langen Ball zu zwingen. Ein bis zwei Spieler störten etwas früher, so dass keiner vom Gastgeber schon vor dieser „Mauer“ Tempo aufnehmen konnte. Der SVE fand nur selten ein Mittel dagegen, verlegte sich schnell auf den Pass über diese Kette, bei dem die Offensivspieler, die oft an der vordersten Front lauerten, im Abseits standen (ein paar Mal auch nicht, aber da pfiff der Schiedsrichter trotzdem). Die wenigen Male, die der Gastgeber durchbrach, waren dann natürlich brandgefährlich. Christian Lepper mit einer Einzelaktion, später mit einer Ablage zu Markus Gerweler oder der schnelle Markus Kemper zweimal, Markus Fessler verpasste nach einer Ecke aus kurzer Distanz am langen Pfosten – da hätten Tore fallen können, vielleicht müssen. Allerdings spielte auch der VfR-Torwart gut mit und fing durch Rauslaufen einige Pässe ab.

Überhaupt der Sölder Keeper. Er war der Spielmacher des Gastes. Immer wieder sorgte er mit präzisen 50-Meter-Pässen für Gefahr. Denn die Heessener Abwehr war naturgemäß durch die aufgezwungene Beteiligung am Spielaufbau weit aufgerückt, kam so immer wieder in 1:1-Situationen. Tim Fischer parierte einen Freistoß aus 18 Metern, war zweimal gegen den starken Stürmer zur Stelle.

Nach dem Wechsel füllte Sölde bald die beiden fehlenden Spieler auf. Am Spiel änderte sich nichts großartig. Der Gast stand tief, wenn auch nicht mehr auf einer Linie in der Mitte. Heessener bestimmte die Partie, ließ nun den Ball besser laufen, kam allerdings nicht gut zum Abschluss. Einmal wurde Markus Kemper elfmeterreif gehalten, brachte so nur ein Schüsschen zustande. Der Pfiff blieb aus. Einmal klärte der Torwart gegen ihn. Andre Mintert traf aus 14 Metern den Ball nicht. Und auch weitere Gelegenheiten verpufften ungenutzt.

Sölde blieb weiter mit langen Bällen und Konter gefährlich, zweimal musste Fischer erneut in höchster Not klären, der Kraftverschleiß aus der ersten Halbzeit war dem Gast aber anzumerken.


Buden, Bier und Bratwurst

SVE Heessen – Fichte All Stars 4:2 (2:0)

Kurz vor Schluss hielt Frank Vormann nichts mehr hinten. In seinem letzten Spiel wollte er unbedingt noch ein Tor machen. Zwei Minuten vor dem Ende kam dann die große Chance. Ecke für die „Fichte All Stars“, Vormann ungedeckt am Elfmeter-Punkt – doch Ingo Müller drosch die Kugel direkt ins Aus. Keine Chance, nicht mal für eine Schwalbe. Danach war Schluss. Die Alten Herren gewannen daher am Busch mit 4:2 (0:2). Sieger waren aber alle Anwesenden, denn Fichte hatte neben einem munteren Spiel auch für Fassbier und Grillwurst gesorgt. Der ein oder andere Liter ging im Verlauf des Tages durch.
Vormann hatte sich eine schicke Mannschaft zusammengestellt. SVE-Präsident Markus Röser war darin ebenso zu finden, wie einige 26er-Urgesteine. Als Trainer fungierte kein Geringerer als Eddy Chart. Und die „Gäste“ überraschten das eigentlich eingespielte Team des SVE. Die All Stars konterten immer wieder über Mike Vittighoff und Marian Christel. Die Folge war das 1:0. Kappenbusch-Wirt Michael Osinski drang mit dem Leder in den Strafraum ein, irgendwie kam der Ball zu Karsten Zipper, der aus zwei Metern zur Führung einschob. Und Fichtes Dream Team legte sogar nach. Werner Döring spielte Christel im Strafraum den Ball in den Lauf, der neben Sascha Gutsche die Lücke im kurzen Eck fand.
Der SVE war etwas nervös, agierte zu hektisch, hatte bei zwei, drei Abseitsentscheidungen von Schiedsrichter Dieter Bothe aber auch Pech. Tim Fischer hatte sogar schon gejubelt. Hätte er allerdings auch regulär machen können, scheiterte aber zweimal am Andreas Welz. Auch Toto Kron fand im Keeper seinen Meister.
In der Pause wählten die All Stars jedoch scheinbar bei sommerlichen Temperaturen um die 30 Grad die falsche Flüssigkeit. Mit einem Pausenbier im Bauch fehlte die letzte Spritzigkeit. Der SVE spielte nun ruhiger und kam zu ersten Topchancen. Am Ende war es dann Andre Mintert auf Vorarbeit von Markus Fessler, der den Torbann durchbrach. Kurz darauf glich Ümit „Charly“ Aydemir nach einer Flanke von Christian Lepper artistisch per Seitfallzieher aus. Beim 3:0 nutzte Lepper wiederum die Vorlage von Aydemir. Den Schlusspunkt setzte Goalgetter Christian „Schelle“ Tirgs mit einem Kopfball-Torpedo nach Maßflanke von Jörg Osiewacz. Da waren die Allstars aber vielleicht schon wieder mit den Gedanken im Bierzelt. Wenig später holte sich dort alle ihre Belohnung für ein munteres Spiel ab.

Kurze Tempoverschärfung reicht

SVE Heessen - BV 09 Hamm 3:1 (0:0)


Im letzten Spiel vor der Sommerpause hat der SVE einen Sieg gefeiert, es aber verpasst, etwas für das Torverhältnis zu tun. Im zweiten Spiel gegen Schwarz-Gelb hintereinander reichte eine starke Phase in den zehn Minuten nach Wiederbeginn, um den BVH zu schlagen.
In lockerer Atmosphäre plätscherte das Spiel lange vor sich hin. Die Nordener positionierten sich tief, der SVE ließ dagegen zwar gut den Ball laufen, vermisst wurde aber das Tempo in den Aktionen. Oft fehlten schlicht und ergreifend die Anspielstationen. Dennoch kamen die Gastgeber zu einigen Abschlüssen, vor allem durch Dominik Otto. Es haperte allerdings an der Zielgenauigkeit, und einen guten Torwart hatte der BVH auch. Die Gäste wiederum spielte meist schnörkellos nach vorne, nprofitierten dabei einmal mehr den Platz den der SVE im Mittelfeld anbot. Wirklich gefährlich wurden die Schwarz-Gelben jedoch nicht.
Nach dem Wiederanpfiff erwischten die Heessener einen Traumstart. Nach nur zwei Minuten bediente Mike Spitzer Dominik Otto, der zum 1:0 vollstreckte. Nur drei Minuten später war es wieder Otto, der nach schöner Vorlage von Markus Gerweler das 2:0 markierte. Kurz darauf vergab Otto die Möglichkeit zum Hattrick, als er freistehend am Torwart scheiterte. Der SVE hatte die Partie im Griff, verpasste es aber nachzulegen  und passte sich irgendwann der überschaubaren Geschwindigkeit der Gäste an.
Fast wäre das Spiel aber noch gekippt. Denn Mario Reich verlor beim Fummeln im eigenen Strafraum den Ball, und einen Querpass später zimmerte Tim Koslowski die Kugel aus 16 Metern unhaltbar ins Netz 68.). Kurz darauf konnte Toto Kron seinen Gegenspieler nach einem weiteren Ballverlust tief in der eigenen Hälfte nur dank taktisches Fouls bremsen. Wenig später lenkte der ansonsten beschäftigungslose Tim Fischer einen Schuss aus 20 Metern zur Ecke. Der SVE hatte nach dem Gegentor die Ordnung verloren und fand sie nur schwer wieder. Immerhin machte Oliver Reich drei Minuten vor Schluss noch den Deckel auf die Partie. Nachdem Markus Gerweler einen Ball zurückerobert hatte, machte sich Reich von der Mittellinie auf den Weg und zirkelte seinen Schuss aus 23 Meter in den Winkel.


Borussia Dortmund – SVE Heessen 1:2 (0:1)

Es liefen die letzten Sekunden, der SVE hatte einen Angriff der Borussen abgefangen und startete seinen Konter. Mario Reich trieb den Ball nach vorne, über die Mittelinie und schickte Markus Gerweler auf links auf die Reise, der beförderte den Ball direkt quer vor der Abwehr her zu Michael Schulte. Doch dessen Versuch lenkte der BVB-Torwart aus kurzer Distanz Teddy-de-Beer-gleich zur Ecke. Dann pfiff der Schiedsrichter ab und der SVE musste sich mit einer 1:2-Niederlage begnügen.

Ein Unentschieden wäre verdient gewesen für die Heessener nur zwei Tage nach dem Hitze-Spiel gegen Uentrop. Wie lange haben eigentlich die Nationalspieler bei der EM immer Pause? Frechheit, das sind Profis.

Die ersten 20 Minuten war der SVE aber nicht auf der Höhe. Dabei hatten die Gäste extra die gelben Trikots angezogen, um die Schwarz-Gelben zu irritieren. Die Dortmunder mit orangenen Leibchen besaßen auf dem Kunstrasen in Körne Platz und spielten clever. Das 1:0 fiel schon nach vier Minuten. Als die Heessener einen Ball trotz Überzahl nicht klärten, ein Borusse aus 16 Metern Maß nahm und Tim Fischer keine Chance ließ. Die Gastgeber hatten Chancen auf ein zweites Tor, bis sich der SVE fing. Die Gäste machten die Räume enger und kamen so immer wieder zu Ballgewinnen. Auch das Passspiel funktionierte jetzt besser. Ein paar Gelegenheiten sprangen bis zur Pause heraus, wirklich gefährlich war es aber noch nicht.

Auf der anderen Seite mussten die Heessener zweimal kräftig durchatmen, als Harakiri-Pässe von Jens Messner und Mario Reich in den Fuß des Dortmunder Stürmers riesige Möglichkeiten für den BVB auslösten. Beide Bälle gingen aber drüber.

Nach dem Wechsel übernahm Heessen die Initiative, kam immer wieder zu Abschlüssen, doch das Tor wollte nicht fallen. Der BVB blieb durch die entstehenden Räume gefährlich und erhöhte auf 2:0, als Jens Messner im Strafraum einen Schritt zu spät kam und des Gegners Bein statt den Ball traf. Der Elfmeter war unhaltbar.

Heessen gab nicht auf. Dominik Otto nickte zwölf Minuten vor dem Ende eine Ecke von Michael Schulte völlig unbedrängt ein. Danach drängte der SVE auf den Ausgleich, der aber nicht mehr fiel, weil Schulte gegen den Borussen-Keeper zweiter Sieger blieb.


Zwei Premierentoren

SVE Heessen – TuS Uentrop 6:4 (3:3)

Am bisher heißesten Tag des Jahres mit Temperaturen über 30 Grad boten beide Teams Sommerfußball vom Feinsten. Der SVE hätte haushoch gewinnen können, stellte aber die Abwehrarbeit hinten an. Am Ende kam ein Ergebnis heraus, dass auch gut zum Tennis gepasst hätte.

Schon nach zwei Minuten eröffnete Markus Gerweler den Torreigen mit einem schönen Solo. Auf Vorlage von Mario Reich erhöhte Ümit Aydemir auf 2:0 (18.). Charly beförderte den Ball auch zum dritten Heessener Tor über die Linie, nachdem Christian Lepper nur den Pfosten getroffen hatte und der Uentroper Verteidiger bei seinem Rettungsversuch herumstümperte (25.). Zwischenzeitlich hatte der TuS aber mit einem sehenswerten Kopfballtreffer verkürzt. Der SVE besaß noch mehr Chancen, allen voran Markus Kemper, der das Leder aus kurzer Distanz drüberschoss.

Die Schlussphase der ersten Hälfte gehörte aber den Gästen. Erst machte Keeper Tim Fischer Bekanntschaft mit der Schwerkraft und konnte die direkt aufs Tor gezirkelte Ecke nicht wegfischen (30.). Drei Minuten später reichte ein langer Ball, um alle Heessener zu überspielen. Info an Mehmet Scholl: Mörder-Packingquote! Beim Querpass im Fünfer stand der Ausgleichstorschütze allerdings im Abseits.

Letztlich setzte sich der SVE aber verdient durch, weil sie auch im zweiten Abschnitt munter nach vorne spielten. Markus Kemper machte über die rechte Seite Tempo und bediente Christian Lepper mustergültig (41.). Dominik Otto erzielte sein Premierentor vom Punkt, nachdem Mike Spitzer im Strafraum gefoult worden war (58.). Weitere Chancen ließ der Gastgeber liegen. Drei Minuten vor dem Ende zirkelte der TuS einen Freistoß aus 18 Metern zum Anstoßtreffer in den Winkel. Uentrop warf noch einmal alles nach vorne. Doch die Heessener setzten in der Schlussminute den letzten Nadelstich. Nach einer Ecke für die Gäste konterten sie über Mario Reich und Christian Lepper. Am Ende schob Michael Schulte den Ball über die Linie – auch für ihn der erste Treffer bei den Alten Herren.


SVE Heessen - SG Bockum-Hövel 1:2 (0:1)


Sommerliche Temperaturen sorgten zwar für einen schönen Samstag, für die Spieler auf dem Platz war es aber eine anstrengende Angelegenheit. Nicht unverdient gewannen am Ende die Gäste in diesem kurzfristig ausgemachten Spiel. Bei ihren Toren standen die Heessener aber Pate.

Die im Mittelfeld gut besetzten Bockum-Höveler diktierten zunächst die Partie. Doch die Heessener standen recht kompakt, lediglich auf der rechten Abwehrseite sorgte Peter Chojka immer wieder für Gefahr. Er lieferte sich in der ersten Hälfte ein kleines Privatduell mit Tim Fischer, bei dem der SVE-Keeper klarer Sieger blieb. Mehrfach klärte er gegen den allein vor ihm auftauchenden Schlange. Dem einzigen Tor des ersten Durchgangs ging allerdings ein haarsträubender Fehler der Gastgeber voraus. Scheinbar entwickeln die Heessener einen Debütanten-Fluch, denn nach Dominik Otto gegen Sölde verschuldete nun Markus Kemper bei seinem ersten AH-Spiel ein Gegentor. Sein Rückpass zu Fischer wurde abgefangen und dann eiskalt verwandelt (20.).
Nur zwei Minuten nach der Aktion hätte Kemper seinen Fauxpas wieder gut machen können, Nach einem schnellen Spielzug drückte er die Hereingabe von Thorsten Sommer aber knapp am Tor vorbei. Überhaupt wurde der SVE in der Schlussphase der ersten Hälfte besser. Siggi Maack hätte nach Vorlage von Markus Gerweler frei vor dem Tor treffen müssen. Bockum-Hövel kam kaum noch hinten raus.
So begann auch die zweite Hälfte. Mike Spitzer verfehlte mit einem Kopfball das Ziel. Beim Ausgleich legte Spitzer eine Flanke von Mario Reich zu Gerweler ab, der volles Pfund unhaltbar abzog.
Danach ließen beim Gastgeber die Kräfte nach. Spitzer, Gerweler und Kron waren angeschlagen, der Rest zollten den Temperaturen Tribut. Die forderten allerdings auch die Bockum-Höveler, so dass die Partie recht unansehnlich wurde, weil sich überall viele Löcher auftaten. Der SVE hielt lange hinten dagegen, musste dann aber das 1:2 hinnehmen. Die Heessener klärten einen Ball am Strafraum nicht, der dann zum Torschützen durchgesteckt wurde. Gerweler hatte noch einen Lattenschuss, musste dann aber verletzt raus. In den fünf Minuten in Überzahl verpasste die SG das dritte Tor.


Ohne Robben keine Elfmeter

Es gibt einige ganz einfache Regeln im Fußball. Eine davon, die zwar nirgendwo schriftlich festgehalten ist, die aber dennoch immer Anwendung findet, lautet: Fällt Arjen Robben im Strafraum, gibt es Elfmeter. Weil der SVE Heessen jedoch keinen Robben im Kader hat (und schon gar keinen, der dem Niederländer von der Figur her ähnelt), reichte es beim Mühlencup von SW Hultrop nur zum dritten Platz.

Bei dem Blitzturnier mit fünf Mannschaften fehlten auf dem Kleinfeld nur ein Tor zu Platz zwei und ein Sieg zum Titelgewinn. Alles machbar, wenn den Heessener nicht zwei glasklare Elfmeter verweigert worden wären.

SVE - SC Lippetal 1:0
Heessen war von Beginn an überlegen, was aber zunächst nicht zu Torgefahr führte. Glücklich der Führungstreffer, als Boris Baur nachsetzte und im Strafraum angeschossen wurde. Danach hatten Heinrich Dann und Boris Baur die Entscheidung auf dem Fuß. Sie vergaben, was sich beinahe gerächt hätte. In den Schlusssekunden startete Lippetal den ersten Angriff überhaupt. Aus acht Metern flog der Ball schließlich knapp am Pfosten vorbei, dann pfiff der Schiedsrichter ab.

SVE - SW Hultrop 0:0
Überlegen war Heessen auch gegen den Gastgeber. Doch Torchancen sprangen nicht heraus. Als Toto Kron frei vor dem SW-Keeper im Strafraum gefoult wurde, blieb der Pfiff zum Ärger des SVE aus. Einen Schuss von Mario Reich fischte der Schlussmann stark raus. Dann war das Spiel vorbei und Hultrop hatte ohne echte Chance einen Punkt ergattert.

SVE – VfJ Lippborg 0:1

Auch die Lippborger stellten sich von Beginn an hinten rein, überließen den Heessenern den Spielaufbau. So war es schwer das Abwehrbollwerk zu überwinden. Das führte dazu, dass der SVE – durch das Unentschieden zuvor unter Siegdruck – im Aufbau immer mehr Risiko einging, um Lücken zu erzwingen. Fünf Minuten vor dem Ende ging das nach hinten los: Jens Messner verlor als letzter Mann im Dribbling den Ball, Markus Fessler konnte gegen zwei Gegner nichts mehr ausrichten – 0:1. Kurz darauf wehrte ein VfJ-Spieler einen Ball im Strafraum mit einer aktiven Bewegung der Hand ab, doch die Pfeife blieb stumm. Bei zwei weiteren Chancen verfehlte der SVE knapp das Tor. Die Lippborger waren vorzeitig Turniersieger.

SVE - BW Eickelborn 1:0

Die Blau-Weißen waren die einzige Mannschaft, die zumindest versuchte, mitzuspielen. Letztlich bekam SVE-Torhüter Sascha Gutsche aber auch diesmal kaum etwas zu tun. Immerhin boten sich den Heessenern so etwas Räume. Diesmal waren die Pässe aber nicht akkurat genug. Boris Baur bekam dreimal nach missglückten Anspielen des Eickelborner Keepers, den Ball in guter Position nicht schnell genug unter Kontrolle. Toto Kron, Andre Mintert und Markus Fessler hatten kein Fortune bei ihren Abschlüssen. Zwischenzeitlich spielte der SVE sogar in Unterzahl, weil Mintert für eine nichtige Meckerei nach einem zu Unrecht gegen ihn gepfiffenen Foul eine Zeitstrafe kassierte. Auch in dieser Phase war Heessen aber spielbestimmend. Das entscheidende Tor fiel schließlich nach einer tollen Kombination: Mike Spitzer bediente Heinrich Dann auf außen, dessen scharfe Hereingabe Nedzat Bajric über die Linie drückte.

Der SVE war übrigens als Titelverteidiger zum Mühlencup gefahren. Eine Titelverteidigung war allerdings irgendwie ausgeschlossen, denn auf dem Wanderpokal prangte auf der Siegerplakette „Sieger 2015 - SVE Hamm“ – muss ein neuer Verein sein.

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Verdiente fünf Tore


SVE Heessen - SSV Hamm 5:1 (2:1)


Der SVE legte stark los, ließ den Ball gut laufen und profitierte beim 1:0 von einem Fehler des SSV. Olli Reich nahm einen Rückpass auf, scheiterte aber noch am Torwart, doch Toto Kron schaltete am schnellsten und  beförderte den Ball über die Linie (4.). Nach und nach verloren die Heessener aber die Spielkontrolle. Es offenbarten sich Lücken, die die Südener zu Angriffen nutzen. Dem Ausgleich in der 19. Minute ging allerdings ein Handspiel des Vorlagengeber voraus. Verdient war er dennoch. Das Spiel war in dieser Phase offen, denn auch die Gastgeber spielten gut nach vorne. Der letzte Pass kam aber nicht an. Patty Bauer traf nach einer Ecke nur die Latte. Anders in der 32. Minute: Markus Gerweler schickte Olli Reich auf die Reise, der wurde im Strafraum gefoult. Den Elfmeter verwandelte Marian Christel sicher.
Nach der Pause entwickelte sich eine einseitige Partie. Heessen stand nun wesentlich besser und fing die Angriffe der Gäste meist frühzeitig ab. Nach vorne spielten die Heessener weiter munter. Schön das Tor zum 3:1, dass der starke Gerweler mit einem Heber in den Strafraum zu Andre Mintert einleitete. Der passte quer zu Mike Spitzer, der wiederum locker einnetzte (46.). Spitzer vergab im Anschluss eine große Chance, als er am glänzenden reagierenden SSV-Keeper scheiterte. Olli Reich traf den Pfosten. In der Schlussphase erhöhte Boris Baur auf 4:1 (62.). Tim Fischer leitete den Angriff über Oliver Reich und Marian Christel mit einem Abwurf ein. Der Schlusspunkt war Heessens B-Jugend-Trainer Hubert Chrobok in der 68. Minute vorbehalten, als er nach einer Ecke den Kopfball von Christel ins eigene Netz lenkte. Sein Problem: Er spielt für den SSV, traf aber schon wieder gegen den SVE ins eigene Netz.


Ein 0:0 der (nunja) 0:0-Sorte
 

TuS Germania Lohauserholz – SVE Heessen 0:0

Zum zweiten Mal in Folge spielten die Heessener Alten Herren zu Null. Doch was gegen Walstedde noch seine Ursache in der Überlegenheit des SVE hatte,  war diesmal mit etwas Glück erkämpft.

Der SVE versuchte langsam aufzubauen, doch die Hölzkener störten früh und zwangen des Gast am Hahnenbach immer wieder zu Ballverlusten. So hatte der Gastgeber auch über das gesamte Spiel verteilt mehr Gelegenheiten, darunter auch ein paar große. Doch die Germanen verzogen den Abschluss oder zielten zu genau auf Tim Fischer, der zwar viele Bälle aufs Tor bekam, aber nur selten Glanzparaden zeigen musste. Jedesfalls löste er alles souverän.
Dem SVE wiederum gelangen nur einzelne Nadelstiche, die aber durchaus gefährlich waren. So fehlte dem schön freigespielten Sascha Gutsche die Geschwindigkeit, um in den 16er einzudringen. Heinrich Dann verzögerte einmal im Strafraum zu lange den Abschluss. Thorsten Sommer war in der zweiten Hälfte durchgebrochen, seinen Schuss parierte der TuS-Keeper stark. Weitere Konter spielten die Heessener zu schlecht aus.


Eine Frage der Geduld

SVE Heessen - Fortuna Walstedde 3:0 (0:0)

Es dauerte zwar lange, bis die Tore fielen, aber am Sieg der Heessener gab es nichts zu rütteln. Das einseitige Spiel gegen Walstedde war eine Frage der Geduld, die der SVE ab der 58. Minute erfolgreich löste.
Die Fortuna zog sich von Beginn an weit zurück und überließ dem Gastgeber das Spiel. Heessen ließ den Ball lange laufen, es fehlte allerdings zunächst noch an der Spritzigkeit um Lücken in die Walstedder Deckung zu reißen. Erstmals Gefahr brachte eine Ecke, bei der Jens Messner jedoch freistehend drüberköpfte. Der SVE ließ sich zwischenzeitlich zu verfrühten Flanken aus dem Halbfeld hinreißen, zeigte aber auch ein paar schöne Spielzüge. Bis auf eine Chance von Christel war aber am Sechzehner Endstation. Auf der anderen Seite kam der Gast kaum nach vorne, da Heessen sicher verteidigte und meistens gut gestaffelt stand. Keeper Tim Fischer musste nur einmal bei einer Flanke eingreifen.
Nach dem Wechsel das gleiche Bild, Heessen in Ballbesitz, Walstedde versuchte massiv zu verteidigen. Doch langsam gingen den Fortunen die Kräfte aus, und die Lücken für den SVE wurden größer. Allerdings fehlte den Gastgebern zunächst noch im Abschluss die Präzision und erste Möglichkeiten blieben ungenutzt. Der Dosenöffner war das 1:0 durch Mike Spitzer in der 58. Minute. Jens Messner hatte sich nach einer abgeblockten Ecke beim zweiten Versuch außen durchgesetzt und mustergültig nach innen geflankt, wo Spitzer aus kurzer Distanz einnickte.
Den Heessener boten sich im Anschluss weitere Gelegenheiten, doch erst zwei Minuten vor Schluss war es Christel, der nach einem abgefangenen Abstoß mit einem Alleingang auf 2:0 erhöhte. Auf Vorlage von Messner sorgte Christel quasi mit dem Abpfiff für den 3:0-Endstand. Wie einseitig die Partie, wird dadurch verdeutlicht, dass Fischer in Durchgang zwei keinen Ball abzuwehren hatte.
Und dann war da noch diese eine Szene, als Messner nach einer Hereingabe von Spitzer schon fast auf der Torlinie stand und dennoch drüberköpfte. Muss er machen! Kann man nicht vorbeiköpfen! So eine blinde Nuss, das Tor war leer! Aber das darf ich an dieser Stelle nicht schreiben, denn das wäre Beleidigung eines Präsidenten; und das ist in Deutschland nicht erlaubt.


Chancelos


SVE Heessen - Westfalia Rhynern 0:5 (0:2)


Auch mit voller Kapelle reichten es für die Alten Herren des
SVE Heessen gegen Westfalia Rhynern nicht. Gegen die ballsicheren Gäste setzte es eine hohe wie verdiente Niederlage.
Rhynern hatte von Beginn an ein Übergewicht im Mittelfeld, besonders die spielstarke Zentrale bekam der SVE nie in den Griff.
So spielte sich das Geschehen weitgehend in der Heessener Hälfte ab.
Schon nach zehn Minuten ging die Westfalia mit der ersten Chance in Führung. Kai Schriewersmann beförderte den Flachpass von Timo Becker mit der Hacke ins Tor. Beim 0:2 legte Jens Messner Becker den Ball an der Mittellinie auf. Tim Fischer angelte im Eins-gegen-Eins zwar zweimal erfolgreich den Ball und stoppte den Rhyneraner, doch dessen Querpass beförderte ein mitgelaufener Gast an zwei SVE-Verteidiger vorbei ins Netz. Fischer parierte später zwei
mal stark gegen Andre Wiesnewski. Auf der anderen Seite verlor Olli Reich auf der Grundlinie den Überblick und scheiterte am Torwart, Boris Baur wurde im Strafraum geblockt und Christian Lepper traf nur das Außennetz.
Nach dem Wechsel versuchte der SVE mit neuen Leuten, das Spiel zu drehen, doch gegen Rhynerns sichere Abwehr war kein Durchkommen. Gegen aufgerückte Heessener hatte die Westfalia dagegen leichtes Spiel, zumal der Gastgeber mit kapitalen Fehlpässen die drei Gegentore gütig miteinleitete. Hintenraus hatte auch der SVE wieder Möglichkeiten, bei der besten köpfte Markus Fessler nur haarscharf vorbei.
Letztlich war die Partie aber so eindeutig, dass einige Heessener Spieler meinten, dass sogar das halbe Dutzend an Gegentoren voll gewesen wäre. War es nicht, chancenlos war der SVE dennoch.


 Hauptsache gespielt


VfR Sölde - SVE Heessen


Mit dem buchstäblich letzten Aufgebot hat der SVE Heessen die Reise nach Dortmund angetreten. Nach vielen Absagen bissen gleich sechs angeschlagene Akteure auf die Zähne, Mike Vittighoff feierte ein Coemback und Dominik Otto ein verfrühtes Alte-Herren-Debüt und selbst Trainer Ralf Reich zog noch einmal die Fußballschuhe an, um seinen Akteuren etwas Verschnaufpause zu ermöglichen. Gegen einen spielstarken Gastgeber war an einen Sieg so kaum zu denken, am Ende hieß es 0:3 (0:1) gegen die auch nur zu zwölft angetreten Sölder. "Auch trotz der Niederlage hat es Spaß gemacht und alle haben zusammengehalten", meinte Reich daher zufrieden.
Der VfR ging in der 28. Minute und erhöhte nach dem Seitenwechsel (55.). Das 3:0 fiel kurz vor Schluss. Heessen hatte durchaus Chancen, wurde aber nicht mit einem Tor belohnt. Nach dem Spiel waren die Blessuren bei den SVE-Kickern natürlich nicht besser geworden, weshalb es für das Spiel am Mittwoch gegen Rhynern nicht rosig aussieht, aber unterm dem Strich bleibt. Heessen hat in diesem Jahr noch kein Spiel aus Personalmangel abgesagt.


Erster Sieg trotz miserabler Chancenverwertung

SVE Heessen – VfK Nordbögge 4:3 (1:3)

Im dritten Spiel haben die Heessener Alten Herren den ersten Sieg des Jahres gefeiert. Einfach gemacht haben sie es sich allerdings nicht.

Fast schon zur Gewohnheit wird beim SVE scheinbar der durchaus hohe Rückstand. Nach dem 0:3 gegen Hilbeck, dem 1:3 gegen Bockum-Hövel stand es jetzt auch gegen Nordbögge nach 33. Minuten 0:3. Es ist also offensichtlich, woran es in der Osterpause zu arbeiten gilt.

Nordbögge kam mit einfachem Spiel zum Erfolg. Meist war es ein langer Ball auf den groß gewachsenen Christian Wache, der ablegte oder verlängerte. Oder Sven Kaczor schuf Freiräume für seine Mitspieler. Heessen schaffte es nicht in der ersten Hälfte nicht, dies zu verteidigen. Zunächst gelangen dem VfK allerdings nur ungefährliche Schüsse aus der zweiten Reihe. Doch in der 23. Minute sah Tim Fischer bei einem Flatterball nicht gut aus. Fünf Minuten später legte Wache nach, als Olli Reich als letzter Mann wegrutschte. Dem dritten Treffer ging eine Abseitsstellung hinaus (33.).

Es lief also alles andere als rund für den SVE. Defensiv offenbarte der Gastgeber wieder Löcher, offensiv agierten die Heessener aber ordentlich. Auch sie hätten drei Tore machen können bis zur Pause. Dem stand aber unter anderem der stark haltende VfK-Keeper entgegen, der einige gute Chancen des SVE zunichte machte. Immerhin nach einem schönen langen Ball von Olli Reich markierte Markus Gerweler mit einem Heber noch das 1:3 (37.).

Mit dem Beginn des zweiten Durchgangs übernahm der Gastgeber die Kontrolle auf dem Feld. Nordbögge kam kaum noch nach vorne, während der SVE vor allem unmittelbar nach dem Wiederanpfiff Chancen im Minutentakt hatte – diese aber in teilweise unfassbarer Manier vergab. Als der Ball doch im Netz war, sah der Schiedsrichter Toto Kron nach dem Pass von Gerweler wohl zurecht im Abseits. Die Heessener gaben jedoch nicht auf – und wurden belohnt.

Heessen drückte weiter und hatte zehn Minuten lang das Glück des Tüchtigen. Der VfK-Schlussmann wehrte zwar einen Schuss von Mario Reich ab, doch Sascha Gutsche stand goldrichtig und beförderte den Ball Dropkick ins Tor (60.). Dann kam die Flanke von Heinrich Dann mit Glück zu Mike Spitzer, der zum Ausgleich abstaubte (64.). Der Siegtreffer gelang Boris Baur, der scheiterte nach einem Solo zunächst am Nordbögger Keeper. Als der Torhüter den folgenden Versuch von Kron aber kurz abblockte, drückte er das Leder doch noch über die Linie (69).    


Aufholjagd klappt nicht immer

SG Bockum-Hövel – SVE Heessen 3:2 (3:1)

 

Nach dem famosen Comeback gegen Hilbeck ist dem SVE die zweite Aufholjagd nicht gelungen. Gegen Bockum-Hövel war ein 0:3 zu hoch, auch wenn der Ausgleich durchaus drin gewesen wäre.

Erneut klaffte bei den Heessenern von Beginn an ein Loch im zentralen Mittelfeld, das der Gegner wie schon die Hilbecker für sich zu nutzen wusste. So fiel auf dem Bockum-Höveler Kunstrasen schon nach sechs Minuten das 0:1. Das erfolgte zwar nach einer Ecke, bei der sich keiner für David Krausch zuständig fühlte. Aber zuvor war die SG bereits gefährlich vor dem SVE-Strafraum aufgetaucht. Und nach der Führung machte der Gastgeber weiter. Entweder nutzten die Gastgeber den Platz in der Mitte direkt zum Angriff oder sie zogen das Spiel über die Außen in die Breite. Die Heessener rannten hinterher, zumal sie vorne zu ungenau agierten. Dennoch gelang dem Gast der Ausgleich. Markus Fessler hatte aus rund 30 Meter eine Bogenlampe aufs Tor gebracht, die der SG-Keeper gnädigerweise passieren ließ.

Besserung brachte das dem SVE jedoch nicht. Bockum-Hövel blieb weiter gefährlich. Nach etwa einer halben Stunde spielte die SG die aufgerückten Heessener erst über die Außen aus, von wo eine schöne Flanke auf den zweiten Pfosten und ein platzierter Kopfball zum 2:1 führten. Drei Minuten später hatte die SG nach einem Ballverlust der Heessener leichtes Spiel gegen erneut zu offen stehende Gäste. Mit dem 1:3 zur Pause war Heessen gut bedient.

Nach dem Wechsel hatte der SVE aber mehr vom Spiel, die Bälle kamen jetzt genauer und so erspielte sich der Gast ein kleines Übergewicht. Das lag allerdings auch daran, dass die SG einige aus ihrer zweiten Garde eingewechselt hatte. Bockum-Hövel war nun eigentlich nur noch über schnelle Gegenzüge gefährlich. Zweimal klärte Tim Fischer in höchster Not. Die Heessener zeigten derweil durchaus ordentliche Spielzüge.

Allein es mangelte am Abschluss. Die Schüsse waren zu brav und unplatziert, um echte Gefahr herauf zu beschwören, der letzte Pass geriet ein bisschen zu lang. Zweimal machte ein äußerst umstrittener Abseitspfiff eine Großchance zunichte. So fiel der verdiente Anschlusstreffer erst drei Minuten vor dem Ende. Die Heessener riskierten noch mal alles, kamen aber nicht mehr zu einer Möglichkeit, während Bockum-Hövel zwei große Konterchancen vergab.


Sieger der Herzen

SVE Heessen - SV Hilbeck 4:4 (2:3)

Mit einem torreichen Unentschieden sind die Alten Herren des SVE in das neue Spieljahr gestartet. Allerdings legten sie erstmal einen Fehlstart hin und lagen 0:3 zurück. Am Ende hätten sich die Heessener aber sogar noch einen Sieg verdient gehabt.

Auf dem Kunstrasen im Marienstadion übernahm der Gastgeber gleich die Spielkontrolle - oder besser gesagt Hilbeck ließ Heessen kommen. Denn der SVH war von Anfang an auf Konter aus, und das sollte der SVE bald schmerzlich zu spüren kommen. Den ersten Torschuss parierte Tim Fischer noch (3.), drei Minuten später war der Keeper geschlagen, als ein Hilbecker aus 16 Metern frei zum Schuss kam. Weitere drei Minuten klingelte es ein zweites Mal im Heessener Kasten. Die Tore ähnelten sich. Der Gast spielte schnell nach vorne, fand riesige Lücken im Mittelfeld und kam recht frei zum Schuss.
In der 20. Minute geriet der SVE sogar mit 0:3 in Rückstand. Das Tor fiel zwar durch einen schönen Freistoß aus 18 Metern, im Vorfeld gaben die Heessener aber wieder große Räume preis.  Doch die Gastgeber blieben ruhig, schlossen ihr Loch im Mittelfeld und spielten weiter konzentriert nach vorne. Der Lohn folgte prompt: Andre Mintert markierte mit einem ebenso tollen Standard den ersten SVE-Treffer des Jahres (22.). Doch damit nicht genug: Auf Pass von Markus Gerweler verkürzte Charly Aydemir aus spitzem Winkel zum 2:3 (34.). Der Ball zappelte unmittelbar vor der Pause sogar zum 3:3 im Netz. Doch dem Treffer von Boris Baur verweigerte der Schiedsrichter die Anerkennung. Mike Spitzer soll im Zweikampf mit dem Torwart die Hand das Leder an die Hand gesprungen sein.
Auch nach dem Wechsel bestimmte der SVE das Spiel. Hilbeck kam nur noch selten nach vorne. Dann aber durchaus gefährlich. So parierte Fischer einen Versuch aus spitzem Winkel, ein Schuss landete an der Latte (der anschließende Kopfball flog unbedrängt drüber). Die Heessener vergaben auch gute Gelegenheiten, scheiterten am Keeper oder schlossen zu überhastet ab. Kalla Reese wurde sogar ein klarer Elfmeter verweigert. Mustergültig dann aber der Ausgleich: Markus Gerweler lief optimal in die Ecke von Toto Kron und köpfte unhaltbar ein (61.). Nun lag sogar das 4:3 in der Luft. Doch zehn Minuten vor dem Ende folgte der Nackenschlag für den SVE. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld konterte der SVH eiskalt. Doch wieder steckte der Gastgeber nicht auf. Und mit dem Glück des Tüchtigen fiel nur kurz darauf der Ausgleich. Der Schuss von Andre Mintert aus 25 Metern wäre wohl neben das Tor geflogen, doch ein Hilbecker fälschte ihn ins eigene Netz ab. Kalla Reese war nicht mehr am Ball.
SVE: Fischer - Pander, Vormann, Fessler - Baur, Spitzer, Kron, Gerweler - Reich - Aydemir, Mintert; Lang, Pastrick

 

 

 

AH verabschiedet verdienten Trainer

Zum Ende des vergangenen Jahres hat Klaus Gross sein Traineramt bei den Alten Herren des SVE Heessen niedergelegt. Jetzt schafften es die Geschäftsführer Markus Fessler und Tim Fischer sowie Kapitän Mike Spitzer endlich, sich für sein Engagement zu bedanken. Von 2011 an war „Opa Gross“ zusammen mit Ralf Reich für die Geschicke der Mannschaft verantwortlich und blickt auf einige Erfolge und eine positive Siegesbilanz zurück. Als Dankeschön überreichten Fischer und Fessler ihm ein Torwarttrikot mit den Unterschriften der Spieler.


Läuft gerade nicht

Im neuen Jahr kommt die Alte Herren Mannschaft des SVE Heessen nicht unbedingt in Schwung. Nach dem punktlosen Ausscheiden in Bockum-Hövel wurde es auch beim Turnier des BV 09 Hamm in der neuen Sporthalle an der Friedensschule nicht wirklich besser. Mit sieben Punkten und 7:12 Toren wurde Das Team vom Busch Fünfter bei sieben Mannschaften.

Zunächst fand der SVE zwar gut in den Wettbewerb, diktierte die Partie gegen den Kamener SC und führte durch ein Tor von Ümit Aydemir mit 1:0. Doch 18 Sekunden vor dem Ende kassierte Heessen durch einen Schuss von der Mittellinie den Ausgleich. Da Kamen nach einer Roten Karte im dritten Spiel aber die Halle verließ, wurde das Spiel am Ende sogar noch für den SVE gewertet. Desaströs geriet anschließend jedoch der Auftritt gegen die SG Bockum-Hövel. Beim 2:5 fing sich Heessen die ersten vier Gegentore nach kapitalen Fehlpässen im Aufbauspiel. Immerhin gab sich das Team nicht auf, verkürzte durch Lepper, Aydemir, ehe in der Schlussminute noch das 2:5 fiel.

Besser war die Leistung gegen den SSV Hamm. Doch diesmal traf der SVE das Tor nicht, kassierte in der letzten Minute noch zwei Gegentore von den Südener, die zuvor nur wenige Versuche überhaupt abgegeben hatten.

Eine vordere Platzierung war damit bereits ausgeschlossen. Das Glück kam dennoch nicht zum SVE. Es folgten eine 1:3-Niederlage gegen den Gastgeber, bevor gegen den TuS Germania Lohauserholz der erste richtige Sieg eingefahren werden konnte. Beim 2:1 erzielten Toto Kron und Kalla Reese die Tore. Zum Abschluss gab es gegen Uentrop ein versöhnliches 1:1-Unentschieden. Dabei ging es durchaus hoch her mit Zeitstrafen auf beiden Seiten. Für Heessen traf letztlich Markus Fessler mit der Hacke.


Desaströs

Vorrundenaus in Bockum-Hövel ohne Punkte

Das war nichts! Beim ersten Auftritt des SVE Heessen ging das Team beim Turnier in Bockum-Hövel leer aus. Drei Spiele, null Punkte 1:10 Tore lautete die desaströse Bilanz.

Los ging es gegen Uentrop. Der TuS zog sich, überließ dem SVE das Spiel. Der tat sich schwer und fing sich früh das 0:1. Dann besaß Markus Fessler nach einem schönen Spielzug die Chance zum Ausgleich. Kurz darauf folgte nach einem Konter das 0:2. Uentrop musste nichts mehr tun, setzte endgültig auf Konter. Heessen erspielte sich kaum Chancen. Nach dem 0:3 verkürzte Jens Messner zwei Minuten vor Schluss noch auf 1:3. Der SVE mühte sich, aber es passierte nichts mehr.

Gegen den Hammer SC wurde es noch schlimmer. Dabei hatten die Heessener die ersten drei Möglichkeiten, vergab diese aber ohne das Tor zu treffen. Eine Unaufmerksamkeit führte zum 0:1. Der SVE hatte noch einmal eine Überzahl-Situation, vertändelte den Ball und kassierte im Gegenzug das 0:2. Danach brachen alle Dämme. Noch in der gleichen Minute folgte nach einem Ballverlust das 0:3. Nun gelang nichts mehr. Der HSC kam spielend leicht zum 0:6.

Damit waren die Heessener ausgeschieden. Doch gegen den bereits fürs Halbfinale qualifizierten Gastgeber rissen sie sich noch einmal zusammen. Jeder kämpfte nun für den anderen. Doch das Glück war nicht mit dem SVE. Der war zwar das bessere Team, verlor aber 0:1 – symptomatisch für dieses Turnier – durch einen abgefälschten Schuss, brachte aber der Gegenseite wieder den Ball nicht im Bockum-Höveler Tor unter.  


Derbyerfolg leitet Turniersieg in Lohauserholz ein

Die letzten Minuten ließen die Heessener den Ball einfach nur durch die eigenen Reihen laufen. 2:0 führten sie dank zweier Tore gegen den BV 09 Hamm. Ein Unentschieden hätte im letzten Spiel beim Harald-Allery-Cup des TuS Germania Lohauserholz zum Turniersieg gereicht – und den wollte sich der SVE nicht mehr nehmen lassen. Als die Schlusssirene erklang, war der Jubel dementsprechend groß.

Schon der Start ins Turnier war phänomenal. Im Heessener Lokalderby gegen Yunus Emre Hamm dominierte der SVE, spielte sich Chancen heraus und machte auch die Tore. Am Ende hatten Nedzat Bajric (2), Markus Fessler und Boris Baur mit ihren Treffer den Rivalen vom Schloss zerlegt. Der SVE überzeugte wie auch in den weiteren Partien mit viel Laufbereitschaft, hoher Konzentration, guter Defensivbewegung, die auch das gegenseitige Absichern der Stürmer und Abwehrspieler einschloss. Dazu zeigte Siggi Maack, der sich kurzfristig bereit erklärt hatte, den Heessener Kasten zu hüten, eine starke Leistung, entschärfte zahlreiche Bälle.

Das zweite Spiel ging gegen den TSC Hamm, einen der Mitfavoriten. Die Türken erwischten auch den besseren Start, erzielten früh die Führung und hatten die Riesenchance zum zweiten Tor. Doch der Schuss alleine vor Siggi Maack flog am Pfosten vorbei. Nun drehte der SVE auf. Toto Kron sorgte mit der Picke für den Ausgleich. Kron verpasste wenig später nach toller Vorlage von Heinrich Dann aus kurzer Distanz die Führung. In der vorletzten Minute bediente Olaf Wyludda dann Bajric, der zum 2:1-Siegtreffer in der ausgeglichenen Partie einschob.

Gegen die SG Bockum-Hövel verwertete Baur gleich die erste Chance nach Doppelpass mit Bajric zur Heessener Führung. Danach verpassten Bajric, Lepper und Fessler durch zu kompliziertes Spiel die Vorentscheidung. Peter Chojka bestrafte das mit dem Ausgleich durch die Beine von Fessler.

Nach dem ersten Punktverlust zeigte der SVE, dass er gelernt hatte. Gegen Wiescherhöfen landeten die ersten drei Chancen allesamt im Tor. Christian Lepper per Doppelschlag sowie Olaf Wyludda stellten den Spielstand schnell auf 3:0. Der TuS, der keine Chance hatte, um die vorderen Plätze mitzumischen, verkürzte auf 3:1, doch Markus Fessler stellte nach einem Fehlpass des Torhüters den alten Abstand wieder her. 13 Sekunden vor Schluss gelang Wischerhöfen der 4:2-Endstand.

Gegen den Gastgeber taten sich die Heessener nun ohne Toto Kron richtig schwer. Das 0:1 glich Lepper drei Minuten vor Schluss aus, hatte Sekunden vor dem Ende sogar den Siegtreffer auf den Fuß. Sein Schuss wurde allerdings abgewehrt. Da anschließend der BV 09 Hamm und Yunus Emre unentschieden spielten. Und der TSC gegen Bockum-Hövel verlor, reichte den sieben verbliebenen  SVE-Spielern (nun auch ohne Stegemann und Dann) ein Punkt im letzten Spiel zum Sieg. Lepper sorgte schnell für ruhige Gemüter, als er sein Torkonto früh auf fünf Tore hochschraubte. Der Rest war runterspielen.

Der TSC war derweil gegen die SG negativ aufgefallen. Als sieben Sekunden vor Schluss bei einem Foul die Uhr nicht angehalten wurde, kam es erst zur Rudelbildung. Danach zog sich das halbe Team um,  so dass die Türken ihre vorletzte Partie gegen Wiescherhöfen – zu diesem Zeitpunkt immer noch mit Chancen auf den Turniersieg und gute Aussichten auf Rang zwei – nur zu fünft antraten. Auf das letzte Spiel gegen Yunus Emre verzichteten sie dann ganz. Durch diese Punkte wurde der Gegner sogar Zweiter – der Heessener Doppelsieg war perfekt.

SVE: Maack – Bajric (3), Baur (2), Dann, Fessler (2), Kron (1), Lepper (5), Messner, Stegemann, Wyludda (1)


Torhüter, äääh Torjäger Gutsche (2015)

SVE Heessen - SSV Hamm 2:2 (0:2)


Beide Mannschaften wollten das letzte Spiel des Jahres, das wegen der nassen
Witterung vom Busch auf den Kunstrasenplatz am Marienstadion verlegt worden war, nicht ausfallen lassen. So traten zwei Rumpftruppen gegeneinander an, die sich am Ende gerecht unentschieden trennten.
Dabei verpennten die Heessener erst einmal den Start. Bereits nach einer Viertelstunde führte der Gast mit 2:0. Beim SVE stimmte die Zuordnung nicht, wa
ren die Lücken zu groß. Doch dann fing sich der Gastgeber, auch dadurch bedingt, dass die Südener zwischenzeitlich nur zu zehnt waren. Noch vor der Pause schafften die Heessener den Ausgleich.
Zuständig dafür war ausgerechnet Torwart Sascha Gutsche, der aushilfsweise im Feld einsprang. Erst spitzelte er einen Rückpass von Hubert Chrobok am SSV-Schlussmann vorbei zum 1:2 ins Netz. "Ein Laufweg, den nur ein Torhüter macht", schmunzelte Tim Fischer, der das Tor hütete. Vielleicht wollte sich Chrobok als Heessener aber auch nur in die Scorerliste des SVE eintragen. Kurz darauf verwertete Gutsche eine Vorarbeit von Torsten Kron zum 2:2.
Nach dem Wechsel passierte bei kalten Temperaturen nicht mehr viel. Ärgerlich für Heessen, dass ein regulärer Treffer von Toto Kron wegen Abseits keine Anerkennung fand.
Jetzt geht es weiter mit dem Hallentraining. Schließlich wartet bald schon das Rehbein-Turnier.