Aus dem Westfälischen Anzeiger bzw.    wa.de

 

SVE weiht renoviertes Vereinsheim wieder ein

 

Heessen - Gutes Timing zeigte der SVE Heessen nun im frisch renovierten Vereinsheim an der Barbarastraße. Pünktlich zum Saisonbeginn konnte das Vereinsheim im Rahmen einer kleinen Feier im vollem Umfang wieder in Betrieb genommen werden.

Allerdings war es letztendlich ein langer Weg dahin. Bis alle Verantwortlichkeiten geklärt waren, der finanzielle Rahmen abgesteckt war und die Finanzierung stand, vergingen bis zur Fertigstellung der Renovierungen und der Neubeschaffung der Einrichtung 19 Monate.

Die Wiedereröffnung des SVE-Vereinsheims wurde am Sonntag – pünktlich zum Saisonstart – mit vielen Beteiligten gefeiert. Im Juli 2014 wurden die Räume beim Starkregen fast komplett überflutet.© Spiralke

Wobei die eigentlichen Arbeiten erst am 15. Juni 2015 beginnen konnten, wie der 2. Vorsitzende Carsten Nillies berichtete. Der Bodenablauf ohne Rückschlagklappe – zusammen mit dem Starkregen Verursacher des Wasserstandes von 1,60 Metern im Keller des Gebäudes – wurde durch einen mit Rückschlagklappe ersetzt.

Stadt beteiligt sich an Wiederaufbau

Darüber hinaus wurde ein unterhalb des Kellers eingebrachter Auffangbehälter mit nachgeschalteter automatischer Pumpe eingebaut. Die Kosten hierfür wurden von der Stadt Hamm getragen, so Nillies. 

„Ohne das großzügige Engagement der Firmen THD, Bronk, Obi, Lohrmann und die unermüdliche Mitwirkung der Vereinsmitglieder sowie das Beschaffen von Spenden der Heessener SPD durch ein Sommerfest hätten wir es nicht geschafft“, sagte der 2. Vereinsvorsitzende.

Kosten im mittleren fünfstelligen Bereich 

Der Verein beziffert nach vorsichtigen Schätzungen die Gesamtkosten auf einen mittleren fünfstelligen Betrag. Ohne Sponsoring und unentgeltliche Arbeit wären die Kosten deutlich höher ausgefallen. 

„Wir haben aber nicht unser Ziel aus den Augen verloren, vielleicht schon in vier bis fünf Jahren einen Neubau des Vereinsheims anzugehen, sagte Nillies. Und um das finanzieren zu können, steht unter anderem der vom SVE geplante „Tanz in den Mai“ auf dem Programm.

Große Hilfsbereitschaft:

Die Solidarität nach den Überschwemmungen in Folge des Starkregens im Juli 2014 war groß gewesen. 

Der TuS Wiescherhöfen hatte sein Sommerturnier genutzt, um dem SVE finanziell unter die Arme zu greifen und 500 Euro an Spenden überreicht. Schon kurz nach den verheerenden Regengüssen hatten die Heessener SPD und die CDU einen Benefiz-Frühschoppen zugunsten des SVE organisiert. 

Die Stiftung „leuchte auf“ des BVB 09 spendete dem SVE Heessen im August 2014 3.000 Euro für den Wiederaufbau. Auch die Heessener Knappen hatten sich im September vergangenen Jahres mit dem SVE solidarisch gezeigt und 220 Euro gespendet. 

Mit diesen Spenden habe man viel Material beschaffen können, das jetzt verbaut worden sei, berichtet Carsten Nillies. Auch unbrauchbar gewordene Trikots, Bälle und Sportgeräte seien erworben worden, um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten.

 

 

Flut zerstört SVE-Vereinsheim

HEESSEN - Wie soll es weitergehen? Diese Frage stellen sich die Verantwortlichen des SVE Heessen nach der Regenflut immer wieder. Das Untergeschoss des Vereinsheims am Marienstadion war auf rund 1,60 Meter Höhe geflutet. Die komplette Einrichtung und sehr viel Material ist nicht mehr brauchbar. Aber auch alle drei Plätze sind derzeit nicht oder nur eingeschränkt bespielbar.

Der Verein braucht dringend Geld- und Sachspenden, um den Betrieb halbwegs sicherstellen zu können. Bezirksvorsteherin Erzina Brennecke verschaffte sich vor Ort einen Eindruck von den Schäden. Sie dankte dem 650 Mitglieder starken Verein für sein großes Engagement in der Jugendarbeit und sicherte die Unterstützung der Bezirksvertretung zu.

Bezirksvorsteherin Erzina Brennecke (von links) informierte sich beim 2. Vorsitzenden, Oliver Gutsche, und beim 1. Vorsitzenden, Michael Schulz, über die Schäden.© Best

Geflutet wurde das Vereinsheim über einen Revisionsschacht mit drei Zuleitungen. Daher stellt sich die Frage, ob die Stadt als Eigentümerin des Gebäudes nicht auch in der Verantwortung ist. Denn immer wieder weist die die Stadt Hauseigentümer auf ihre Pflicht hin, Vorsorge durch Rückstauklappen zu treffen. Die fehlten hier.

Betroffen von den Auswirkungen der Überschwemmung sind alle 15 Jugend- und die sechs Seniorenmannschaften des Vereins. Die seien inzwischen informiert, dass sie nach dem Training nicht mehr duschen könnten, sagt der 1. Vorsitzende, Michael Schulz. Weitere Folge: Das Vorbereitungsturnier für die Kreisliga B und C am Wochenende fällt aus. In einem großen Kraftakt will der Verein aber das große Jugendturnier in 14 Tagen mit Mannschaften aus ganz NRW stemmen. „Das brauchen wir gerade jetzt“, so Schulz.

Schaden haben alle Einrichtungen des Vereins genommen. Da ist zunächst das Vereinsheim. Die im Keller gelegenen Räume wurden überflutet. Kaputt ist unter anderem die gerade neu installierte Küchenzeile. In vollem Gange war der Umbau des Geschäftszimmers. Nichts ist noch brauchbar. Schrott sind Waschmaschinen und Trockner, Kühlschränke und die Büroeinrichtung. Heizung und Elektrik müssen komplett neu installiert werden.

Aufgrund der Spielpause waren die meisten Trikots zum Reinigen und Sortieren im Vereinsheim: alles hin. Auch ein großer Teil der Bälle, alle Spielerpässe und viel Trainingsmaterial lagen im Wasser. Erst am Samstag war die teure Lautsprecheranlage nach einer Reparatur wieder im Vereinsheim eingelagert worden. „Wie hoch der Schaden ist, können wir noch gar nicht beziffern“, sagte der 2. Vorsitzende, Oliver Gutsche.

Doch damit nicht genug. Der eben erst fertiggestellte Kunstrasenplatz ist im Bereich des Mittelkreises hochgekommen. Die Stadt als Eigentümer hat den Platz bis Dienstag kommender Woche gesperrt. Dann soll ein Gutachter den Schaden feststellen. Der Rasenplatz im Marienstadion ist auch nur eingeschränkt nutzbar. Auch er stand unter Wasser und fühlt sich an manchen Stellen nicht fest, sondern schwammig an. Training und Spiele sollten daher auf den Platz an der Hardinghausstraße verlegt werden. Er war ebenfalls überflutet. Ob er rasch nutzbar ist, seht noch nicht fest.

Foto: Lippewelle

Um das Vereinsheim wieder instand zu setzen, wären hohe Investitionen erforderlich. Schulz und Gutsche fragen sich, ob es überhaupt sinnvoll wäre, Die Räume wieder so herzurichten wie bisher. „Bei der nächsten Flut ist dann wieder alles zerstört“, befürchtet Gutsche.

Da der Verein ohnehin zusätzliche Umkleideräume benötigt und Erweiterungspläne schon lange diskutiert werden, fragt Schulz: „Wäre es dann nicht sinnvoll, jetzt ein neues Gebäude zu errichten?“ Dort könnten dann sicher vor solchen Regengüssen Geschäftszimmer, Küche, Materiallager, Aufenthalts- und Verkaufsraum untergebracht werden. Ebenso könnte eine behindertengerechte Toilette gebaut werden. „Die zusätzlichen Duschen und Umkleiden fänden im Untergschoss des jetzigen Vereinsheimes Platz. Bei Überschwemmung gäbe es kaum Schäden.“, so Schulz. - jim