Ein Ascheplatz wird zum Kunstrasenplatz


Für rund 710 000 Euro erhält der DJK Spielverein Eintracht Heessen 22/26 einen modernen Kunstrasenplatz in der Sportanlage Marienstadion. Mit dem ersten Spatenstich begannen gestern Nachmittag die Bauarbeiten. Dazu setzte sich Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann persönlich in den Führerstand des Baggers und rammte die Schaufel in den alten Ascheplatz.
Der Verein habe bewiesen, dass er hervorragende Kinder- und Jugendarbeit leiste, machte der Oberbürgermeister deutlich. Zur Spielsaison seien insgesamt 28 Mannschaften angemeldet, davon alleine 22 Jugendmannschaften, Jungen und Mädchen, von den Mini-Kickern bis zur A-Jugend. Mit dem neuen Kunstrasenplatz erhalte der Verein eine ganzjährig nutzbare Spiel- und Trainingsmöglichkeit. Dadurch könne er diese Sportanlage zum Mittelpunkt des sportlichen und gesellschaftlichen Lebens etablieren, so Hunsteger-Petermann.

 

Auch Bezirksvorsteherin Sylvia Jörrißen sagte, sie freue sich im Namen aller sportbegeisterter Bürger. Durch die Fusion sei der Verein mitgliederstark und habe dem demographischen Wandel vorgebeugt. Der neue Platz werte die gesamte Sportanlage auf.

Es sei ein wichtiger Tag für den Verein, betonte der 1. Vorsitzende, Winfried Zerle. Er dankte allen Beteiligten und versprach, der Verein werde seine Aufgabe, Fußball für die Bevölkerung, und insbesondere für die Jugend anzubieten, erfüllen.

Bis Oktober soll der neue Platz fertig sein. Der städtische Anteil, finanziert über die Sportpauschale des Landes, beträgt 603 500 Euro. An Eigenmittel bringt der Verein 106 500 Euro auf, ein Teil durch ein Bankdarlehen, einen großen Teil aber über „Muskel-Hypothek“.

Die ersten Arbeiten hätten die Mitglieder bereits vorgenommen, erläuterte Zerle. Dazu gehörten unter anderem die Entfernung der Kantensteine, der Sträucher und Bäume. Der Verein übernehme auch die Pflasterarbeiten sowie das Aufstellen von Ballfangzäunen und Barrieren, so Zerle.

Am Ende werde man einen Kunstrasenplatz in Premium-Qualität erhalten, auf dem Spiele bis hin zur Verbandsliga durchgeführt werden könnten. Im Gegensatz zum Naturrasenplatz könne der Kunstrasenplatz mehrfach hintereinander bespielt werden, so Zerle weiter.

Durch den Neubau des Kunstrasenplatzes kann der Verein künftig auf die Nutzung des Sportplatzes an der Sulkshege verzichten. Den hat die Stadt Hamm inzwischen an die Hammer Gemeinnützige Baugesellschaft (HGB) verkauft. Dort entsteht ein Baugebiet für Einfamilienhäuser (WA berichtete). ▪ jim

 (Aus dem Westfälischen Anzeiger)


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