Bitterer Weg
für Heessen
SVE Heessen –
TuS Lohauserholz 1:3 (1:2)
Derbyniederlage gegen
Lohauserholz die siebte Niederlage in Serie
HAMM „Der bittere Weg
geht weiter“, sagte ein enttäuschter SVE-Trainer Volker
Messner nach dem 1:3 (1:2) der Heessener im Derby gegen den
TuS Lohauserholz, der siebten Niederlage des SVE in Folge.
Während der TuS
Lohauserholz personell praktisch aus dem Vollen schöpfen
konnte, hatten die Gastgeber große Personalprobleme. Markus
Gerweler, eigentlich Trainer der zweiten Mannschaft, sprang
ein und ordnete die Abwehr sehr gut. „Er hilft uns weiter“,
lobte Volker Messner den Routinier.
Vor gut 50 Zuschauern im
Marienstadion waren die Gäste das überlegene Team, das die
Heessener weit in der eigenen Hälfte attackierte und nicht
zu einem geordneten Spielaufbau kommen ließ. Der TuS hatte
zwar mehr Spielanteile und mehr Dynamik in den eigenen
Aktionen, doch zwingende Möglichkeiten ergaben sich aus der
optischen Überlegenheit nicht. Erst als SVE-Schlussmann
Cedric Packheiser eine harmlose Hereingabe von Sascha Eckert
aus den Händen gleiten ließ, ging Lohauserholz durch einen
Abstauber von Timo Hilse mit 0:1 in Führung (13.). „Das war
ein klarer Torwartfehler“ redete Volker Messner nicht um den
heißen Brei herum.
Nach einem schönen
Steilpass von Ali Karaman hatte der SVE die Riesenchance auf
den Ausgleich, doch Dimitrij Seludko scheiterte am Pfosten
(24.). Kurz darauf musste der angeschlagene Bastian Wappler
das Feld verletzt verlassen. Und als die Heessener Defensive
nach der Umstellung noch ungeordnet war, spielte Philipp
Sterthoff das Leder in die Tiefe zu Sascha Eckert, der zum
0:2 ins lange Eck einschob (35.).
Zum psychologisch
günstigen Zeitpunkt kurz vor dem Pausenpfiff gelang dem SVE
durch eine Standardsituation der Anschlusstreffer. Ali
Karaman brachte eine Ecke gefährlich herein und Tamer Saglam
köpfte unhaltbar zum 1:2 ein (40.).
Im immer dichter
werdenden Nebel verlor der TuS Lohauserholz nach dem
Kabinengang seine spielerische Linie. Heessen schnupperte
nun Morgenluft, war das aggressivere Team und spielte
zielstrebiger nach vorne. Mehr als ein schöner Distanzschuss
von Andre Seiffert, der knapp am Winkel vorbeiflog, sprang
aus den Anstrengungen aber nicht heraus (67.).
Stattdessen besann sich
Lohauserholz in der Schlussphase auf seine Stärken,
kombinierte wieder gefällig und nutzte die sich bietenden
Räume für schnelle Konter. Philipp Sterthoff scheiterte mit
seinem satten Schuss zunächst an SVE-Torwart Cedric
Packheiser (69.). und zehn Minuten danach rettete die Latte
nach einem schönen Seitfallzieher vom eingewechselten
Hüseyin Öztan. In der 84. Minute sorgte dann jedoch Timo
Hilse mit einem platzierten Kopfball für die Entscheidung
zum 1:3.
„Mit dem Sieg können wir
gut leben. Wir waren in der ersten Halbzeit klar überlegen,
haben aus der Vielzahl der Spielanteile aber nicht die Tore
gemacht“, sagte TuS-Coach Michael Scheffler. „Nach 15
Minuten im zweiten Durchgang haben wir das Spiel dann wieder
angenommen und einige gute Spielzüge gezeigt. Das 3:1 fiel
natürlich für uns zu einem günstigen Zeitpunkt.“
„Wir waren nach der Pause
die aktivere Mannschaft, haben uns aber zu wenig klare
Chancen herausgearbeitet“, analysierte SVE-Trainer Volker
Messner. St
SVE Heessen:
Packheiser – Ringh, Seiffert, Wappler (34. Krukenbaum, 78.
Gaida), Menzel, Messner, Gerweler, Schade (65. Serr),
Seludko, Karaman, Saglam
TuS Lohauserholz:
Wirtelarz – Feldhaus, Gerling, Köpping, Hillebrand (79.
Arndt), Becker, Diers, Sterthoff, Hilse, Eckert (86.
Rathmann), Hessfeld (50. Öztan)
Zuschauer: 50
Tore: 0:1 Hilse (13.),
0:2 Eckert (35.), 1:2 Saglam (40.), 1:3 Hilse (84.)