Spielbericht (e)


2011-12

SVE Heessen sorgt für hohen Unterhaltungswert

HAMM ▪ Eines können die Zuschauer von Fußball-Bezirksligist SVE Heessen wirklich nicht behaupten – dass es mit ihrem Team langweilig wäre. Denn nach zwei torreichen Niederlagen zeigte die Elf von Trainer Volker Messner am Sonntag beim 4:2-Erfolg im Derby gegen den TuS Wiescherhöfen wieder ihr besseres Gesicht.

Damit bleiben sich die Heessener treu. Denn mit Ausnahme des 2:2 zum Auftakt beim VfL Wolbeck fielen bislang in allen Begegnungen mit SVE-Beteiligung mindestens sechs Treffer. Und immer waren diese ungleichmäßig verteilt. Gegen den SC Füchtorf feierten die Mannen von Messner ein 7:1-Schützenfest und vor zwei Tagen den überraschenden Derbysieg gegen Wiescherhöfen. Dazwischen lagen die desaströsen Pleiten gegen den SV Hilbeck (0:6) und den SC Peckeloh (2:6). „Das sind Mannschaften, gegen die auch andere noch drei, vier Tore kassieren werden“, will Messner diese Niederlagen nicht dramatisieren.

Durch den Erfolg gegen den Stadtrivalen, den der SVE-Coach „unserer besten Saisonleistung“ zuschreibt, unterbanden die Heessener zumindest vorerst Diskussionen darum, ob sich die Abwärtsspirale am Marienstadion nach dem Abstieg aus der Landesliga weiter dreht. „Das Spiel war für uns ein Scheidepunkt: Müssen wir wieder nach unten gucken oder können wir erst einmal durchatmen?“, weiß Messner.

Doch wie erklärt sich dieser Mangel an Konstanz, der den SVE zwischen Torfestivals (Füchtorf) und Auflösungserscheinungen in der eigenen Defensive (Hilbeck) schwanken lässt? Zum einen durch die Qualität der Gegner, findet Messner: „Wir hatten ein schweres Auftaktprogramm“. Tatsächlich hielten die ersten fünf Spieltage für Heessen mit dem Mitabsteiger Wolbeck sowie den möglichen Aufstiegsanwärtern Hilbeck, Peckeloh und Wiescherhöfen schwere Brocken bereit. Zum anderen bringt die Ausrichtung der SVE-Elf eine gewisse Sorglosigkeit mit sich. „Wir versuchen immer, nach vorne etwas zu machen und sind offensiv ausgerichtet. Unser Problem ist, dass wir konteranfällig sind“, erklärt der Trainer. Ferner ist zu berücksichtigen, dass der Kader im Vergleich zur vergangenen Spielzeit umgebaut wurde. „Wir haben nochmals einen Umbruch vollzogen und nur 16 Akteure zur Verfügung. Da ist nicht viel Spielraum“, muss Messner mit seinem Personal haushalten.

Allerdings erkennt der SVE-Trainer gegenüber der Abstiegssaison, in der die offensive Harmlosigkeit (nur 28 eigene Treffer) seine Mannschaft ins Verderben stürzte, Fortschritte. Nach fünf Partien stehen bereits 15 Tore zu Buche. „Offensiv sind wir jetzt stärker besetzt, so wie wir es uns erhofft haben“, freut sich der Coach, und meint daher, „dass wir uns in der Bezirksliga halten können.“

Mit dem Sieg gegen Wiescherhöfen, der die Punkte fünf bis sieben einbrachte, stellt Messner fest: „Eigentlich sind wir im Soll.“ Jedoch erwartet den SVE am kommenden Sonntag beim Tabellenführer SV Welver erneut eine ganz schwere Aufgabe, wo die Zuschauer wieder viele Tore erwarten können. ▪ cm

 

SVE Heessen verliert 6:2 in Peckeloh

VERSMOLD - Der SVE Heessen unterlag in der Bezirksliga-Begegnung beim SC Peckeloh mit 2:6 (0:3). „Die erste Halbzeit war katastrophal“, meinte SVE-Trainer Volker Messner.

Pascal Melhem (4.) und Matthias Gök (20./38.) besorgten die 3:0-Pausenführung für Peckeloh (20./38.). Die Heessener kamen in den ersten 45 Minuten nie wirklich in die Partie. Doch nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der SVE wie verwandelt. Carsten Ahlke traf bereits Sekunden nach Wiederanpfiff zum 1:3-Anschlusstreffer. Danach waren die Gäste spielbestimmend und besaßen mehrere hochkarätige Möglichkeiten, die jedoch ungenutzt blieben. Schiedsrichter Florian Exner verwehrte den Heessenern zwei weitere Riesenchancen durch fragwürdige Abseitsentscheidungen. In Folge dieser flog Matthias Bsufka auf Seiten der Gäste wegen Meckerns mit Gelb-Rot vom Platz (60.), während Solmaz beim SC kurz darauf nach einer Tätlichkeit glatt Rot sah (63.). Der SVE drängte weiter nach vorne, kassierte dann aber das 4:1 durch Marc Rustige (75.). Im Gegenzug stellte Dimitrij Seludko den alten Abstand wieder her (76.), doch konterte Peckeloh weiter gefährlich und machte durch einen weiteren Doppelschlag von Gök alles klar (83./84.). „Die zweite Halbzeit war trotzdem richtig gut“, meinte Messner. - tr

 

SVE Heessen verliert 0:6 gegen SV Hilbeck

HAMM ▪ Eine Woche nach dem 7:1-Kantersieg gegen den SC Füchtorf kassierte Fußball-Bezirksligist im heimischen Marienstadion eine herbe Niederlage. Gegen den SV Hilbeck hatte die Mannschaft von Trainer Volker Messner mit 0:6 (0:4) das Nachsehen.

 

Dabei ging die Partie aus SVE-Sicht gar nicht schlecht los. „In den ersten zehn Minuten hatten die Heessener das Selbstbewusstsein aus der Vorwoche mitgenommen“, gestand sogar Hilbecks Coach Alf Dambrowsky später ein. So hatten die Hausherren in der Anfangsphase zwei Torschüsse durch Kevin Messner (1.) und Ali Karaman (7.). Doch mit ihrer ersten gefährlichen Aktion gingen die Gäste sofort in Führung. Steffen Eschmann ließ auf der rechten Seite zwei Heessener Verteidiger stehen und gab das Leder ins Zentrum zu Leon Schmitz, der aus 15 Metern zum 0:1 vollstreckte (14.).

Schon zehn Minuten darauf erhöhte Björn Jüttner auf 0:2 (24.). SVE-Torwart Cedric Packheiser war zwar noch am Ball, trotzdem trudelte das Spielgerät an ihm vorbei ins Netz. Die Hausherrren büßten nun enorm an Durchschlagskraft in der Offensive ein, während die Hilbecker weiter konsequent ihre Möglichkeiten nutzten. In der 35. Minute gelang es Packheiser nicht, einen Pass abzufangen. Den Abpraller verwertete Steffen Eschmann zum 0:3. Kurz vor dem Pausenpfiff ließ nochmals Leon Schmitz das 0:4 folgen, indem er einen Eckball von Eschmann auf den kurzen Pfosten ins SVE-Gehäuse stocherte (45.+2).

„Die Hilbecker haben in der ersten Halbzeit fünf Mal aufs Tor geschossen und vier Mal getroffen“, ärgerte sich Heessens Trainer Volker Messner. Dambrowsky hingegen gab in der Kabine die Losung aus, dass sein Team die zweite Hälfte so angehen solle, als würde es noch 0:0 stehen. „Denn wir wollten auch die zweite Hälfte gewinnen“, betonte der SVH-Coach.

Und weil die Gastgeber im zweiten Durchgang verunsichert waren und kaum noch einen geordneten Angriff zustande brachten, gelang Hilbeck dies – zu Dambrowskys Überraschung: „Ich hatte damit gerechnet, dass Heessen in den zweiten 45 Minuten noch einmal die Brechstange herausholt.“ Aber der SVE war einfach zu beeindruckt von dem hohen Rückstand und musste durch die Treffer des eingewechselten Stefan Schwarze (68.) und von Fabian Schanzenbach (78.) sogar noch das 0:5 und 0:6 verkraften. „Das Ergebnis müssen wir unbedingt aus dem Kopf bekommen“, wollte Messner die Klatsche schnell abhaken.

Die guten Voraussetzungen, die sich die Heessener in der Vorwoche mit dem 7:1-Erfolg gegen Füchtorf erarbeitet hatten, sind jedenfalls erst einmal wieder dahin. „Schade, dass unser Torverhältnis jetzt wieder schlecht ist“, klagte der SVE-Coach. ▪ cm

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Kantersieg für Heessen

SVE Heessen – SC Füchtorf 7:1 (4:0)

SVE zeigt gegen Füchtorf eine überragende erste Halbzeit

HAMM Über einen gelungenen Saisonstart darf sich der SVE Heessen freuen. Nach dem verdienten Punktgewinn in Wolbeck feierte die Mannschaft von Trainer Volker Messner im Marienstadion einen 7:1 (4:0)-Kantersieg über den SC Füchtorf.

Früh gingen die Gastgeber durch einen Doppelschlag in Führung. Dimitrij Seludko flankte nach schönem Steilpass von Ali Karaman zu Christian Ahlke, der zum 1:0 einköpfte (8.). Nur zwei Minuten später sorgte Kevin Messner per Kopfball nach einem Freistoß von Ali Karaman für das 2:0.

Die Heessener bestimmten das Geschehen mit der Führung im Rücken nach Belieben, gingen früh und aggressiv in die Zweikämpfe und ließen den Sportclub in der Offensive überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Viel lief beim SVE über die rechte Seite mit Andre Seiffert und Christian Ahlke, aber auch Linksverteidiger Kevin Messner schaltete sich bei Standardsituationen immer wieder gefährlich in die Angriffe ein. „Unsere Standards waren heute extrem gut und führten fast immer zu klaren Torchancen“, lobte Volker Messner. „Und unsere Ausbeute vor dem Tor lag heute bei fast 100 Prozent. Dafür braucht man auch mal das nötige Quäntchen Glück.“

In der 20. Minute lupfte Christian Ahlke das Leder herrlich über die Abwehr des SC Füchtorf zu Ali Karaman, der knapp vor Torwart Manuel Pohlschmidt an den Ball kam und auf 3:0 erhöhte. Wie gut der SVE bei ruhenden Bällen war, zeigte sich kurz vor der Pause, als Kevin Messner einen flach hereingebrachten Freistoß von Ali Karaman per Hacke zum 4:0 über die Linie beförderte (43.).

Füchtorf zeigte Moral, kam mit einer ganz anderen Einstellung aus der Kabine und traf schnell zum 4:1. SVE-Schlussmann Sascha Gutsche ließ einen Schuss von Eugen Meier nach vorne abklatschen und Stefan Hollmann staubte ab (52.). Eugen Meier hätte sogar für das 4:2 sorgen und die Partie wieder spannend machen können, verfehlte das Heessener Tor jedoch knapp (61.). „Da hätten wir noch mal ins Schwimmen kommen können“, so Volker Messner.

Alles klar machte schließlich Alexander Böhm, der einen Torwartfehler von Manuel Pohlschmidt zum 5:1 nutzte (68.). In einer hektischer werdenden Schlussphase kam dann noch einmal der große Auftritt von Ali Karaman. Zuerst traf der Mittelfeldakteur, der an diesem Tag an allen Heessener Toren beteiligt war, per Freistoß aus 17 Metern (84.). Kurz darauf erkannte er, dass SC-Keeper Manuel Pohlschmidt zu weit vor seinem Tor stand und traf aus gut 30 Metern mit einem sehenswerten Heber (86.) zum 7:1.

„Wir haben als Mannschaft überzeugt“, freute sich Volker Messner, verteilte aber auch ein Sonderlob an Ali Karaman. „Er ist ganz wichtig für uns und der Kopf der Mannschaft. Gleichzeitig warnte Messner vor den kommenden Aufgaben. „Das war ein guter Start für uns und ein schöner Sieg. Aber in den nächsten Spielen kommen ein paar harte Brocken auf uns zu.“ St

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VfL Wolbeck und SVE Heessen trennen sich 2:2

WOLBECK ▪ Auf der einen Seite ärgerlich, auf der anderen wiederum glücklich. So fasste Volker Messner, Trainer des Fußball-Bezirksligisten SVE Heessen, das 2:2 (2:2) seines Teams beim VfL Wolbeck zusammen.

„Am Ende können wir mit diesem Punkt durchaus zufrieden sein“, meinte der Coach, der starke Personalprobleme in der Offensive hatte. Denn neben Christian und Carsten Ahlke sowie Ersin Sen musste Messner kurzfristig auch auf Ali Karaman verzichten, der noch keine Freigabe erhalten hat.

Die Heessener starten gut in die Partie und gingen früh durch Andre Seiffert mit 0:1 in Front (8.). Eingeleitet von einem Eckball durch Mathias Bsufka drosch der Innenverteidiger das Leder in die Maschen. Nur wenig später folgte der zweite Treffer für den SVE. Kevin Messner „hat auf seine läuferisch unnachahmliche Art einen Elfmeter herausgeholt“ (Volker Messner), den Mathis Bsufka souverän verwandelte (12.).

Nur einige Minute folgte „aus dem Nichts“, wie der Trainer meinte, der Anschlusstreffer durch Ousseni Labo. „Das war aber aus einer klaren Abseitsposition“, echauffierte sich der Coach, der in der 18. Minute mitansehen musste, wie Labo im Alleingang das 2:2 markierte. Danach griff seine Maßnahme, Kevin Messner, der im offensiven Mittelfeld begann, in die Defensive zu beordern, „um Labo besser in den Griff zu bekommen“, erklärte Heessens Trainer.

Nach dem Ausgleich nahmen die Teams das Tempo spürbar heraus und zahlten sowohl den Temperaturen als auch der hohen Laufbereitschaft zu Beginn der Partie Tribut. In der zweiten Hälfte dominierten die Gastgeber und kreierten reihenweise Chancen, die sie jedoch nicht nutzten. In der 83. Minute verpasste der SVE in Person von Dimitrij Seludko die Möglichkeit, erneut in Führung zu gehen, weil der Stürmer zu lange zögerte (83.). Kurz davor sah Kevin Messner die Ampelkarte, weil er einen Freistoß nicht schnell genug ausführte (80.). ▪ mg

 

Bockum verdient in der nächsten Runde

Sportfreunde Bockum – SVE Heessen 2:0 (1:0)

DFB-POKAL Heessen zeigt sich im Angriff zu harmlos

HAMM Durch einen 2:0 (1:0)-Erfolg über den SVE Heessen sind die Sportfreunde Bockum in die 2. Runde des DFB-Pokals eingezogen.

„Nach Torchancen ist der Sieg verdient“, freute sich Bockums Trainer Heiko Schelle. „Wir haben clever gespielt, hatten viele Chancen, nur im Abschluss hat es in der einen oder anderen Situation noch gehapert.“

Nach einer ausgeglichenen Anfangsviertelstunde foulte Heessens Schlussmann Alex Seludko Daniel Wieland. Den fälligen Elfmeter verwandelte Oliver Jahncke sicher zum 1:0 (15.). Nur zwei Minuten danach zeigte Schiedsrichter Hans Westerwinter (Germania Hamm) auf der anderen Seite auf den Punkt, nachdem Thorben Lupp SVE-Stürmer Ersin Sen zu Fall gebracht hatte. Ali Karaman scheiterte beim Elfmeter und im Nachschuss am glänzend parierenden Sportfreunde-Torwart Manuel Linke. „Das war bitter. Wenn wir den Elfer verwandeln, dann sind wir wieder im Spiel“, resümierte SVE-Trainer Volker Messner, dem an diesem Tag gleich neun Akteure fehlten.

Viele Torszenen bekamen die rund 120 Zuschauer an der Dörholtstraße in Durchgang eins nicht mehr zu sehen. Lediglich ein Distanzschuss von Markus Betke, der knapp am Pfosten vorbeiging, sorgte noch für Torgefahr (41.).

Nach der Pause kam der Bezirksligist aus Heessen mit mehr Schwung aus der Kabine und verlagerte das Geschehen in die Hälfte der Gastgeber. Mehr als ein Freistoß von Ali Karaman sprang aus den Angriffsbemühungen allerdings nicht heraus (48.). „Wir hatten in der zweiten Halbzeit gefühlte 90 Prozent Spielanteile, aber keine zwingenden Chancen, obwohl das Engagement vorhanden war“, so Volker Messner.

Bockum stand nun sehr tief, verlagerte sich aufs Kontern und hatte gleich mehrere hundertprozentige Möglichkeiten. Allein Daniel Wieland tauchte zwischen der 49. und 55. Minute drei Mal allein vor SVE-Keeper Alex Seludko auf, vertändelte die Großchancen aber kläglich.

In der 78. Minute hatte Michael Bsufka nach schöner Flanke von Christoph Krukenbaum den Ausgleich auf dem Fuß, doch sein toller Schuss wurde von Manuel Linke mit einer ebenso starken Parade geklärt. Vier Minuten danach sorgte der eingewechselte Mustafa Saadouni für die Vorentscheidung, als er sich im Strafraum um seinen Gegenspieler herumdrehte und ins lange Eck zum 2:0 einschoss. „Es war unsere Taktik, in der zweiten Hälfte defensiv zu stehen“, erklärte Heiko Schelle. „Wir haben schnelle Spitzen und am Ende hat es sich für uns ausgezahlt.“

In der Schlussphase hätte Daniel Wieland das Ergebnis noch in die Höhe schrauben können, scheiterte aber wieder an Alex Seludko im Heessener Tor (87., 89.). St

Sportfreunde Bockum: Linke – Betke, Lupp, Schelle, Schmidt (54. Saadouni), Görgulü (61. I. Buric), Mrugalla (36. E. Buric), Köroglu, Jahncke, Wieland

SVE Heessen: A. Seludko – Ringk, Seiffert (75. Isiktekin), Wappler, Matthias Bsufka, Menzel, Krukenbaum (84. Schade), Michael Bsufka, Sen, Karaman, D. Seludko

Zuschauer: 120

Tore: 1:0 Jahncke (15.), 2:0 Saadouni (82.)

Schiedsrichter: Hans Westerwinter (Germania Hamm)

Gelbe Karten: Betke, Wieland – Wappler

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2009-10

Heessen verliert erneut

SVE Heessen – SSV Mühlhausen 3:6 (0:3)

SVE gegen Mühlhausen bereits nach 25 Minuten mit 0:3 in Rückstand

HAMM Eine weitere Niederlage musste Landesligaschlusslicht SVE Heessen beim 3:6 (0:3) gegen den SSV Mühlhausen hinnehmen. „Man sieht, dass die Luft bei uns ein bisschen raus ist, zumal wir dumm in Rückstand geraten sind“, musste SVE-Coach Volker Messner eingestehen.

Bereits in der 3. Minute ging Mühlhausen mit 0:1 in Führung, als Piere Krause nach einem Freistoß von Marcel Böhme unbedrängt zum Kopfball kam. Vielleicht wäre die Partie anders verlaufen, hätte SSV-Torwart Patrick Peuckmann einen Kopfball von Kevin Messner nach präziser Flanke von Jannik Siepmann nicht noch mit den Fingerspitzen an den Pfosten gelenkt (14.). Stattdessen erhöhten die Gäste zwei Minuten später auf 0:2. Marcel Lokatis schoss aus halblinker Position und SVE-Schlussmann Sascha Gutsche ließ den Ball nach vorne abklatschen, so dass Keven Krause im Nachschuss zur Stelle war.

Beim dritten Gegentreffer sah Sascha Gutsche nicht gut aus, der wegrutschte und Marcel Lokatis den Ball und das leere Tor überließ. „Das erste und dritte Tor waren Geschenke“, ärgerte sich Volker Messner.

Insgesamt war Mühlhausen in Durchgang eins die bessere Mannschaft, die ansehnlich den Ball laufen ließ und technisch überlegen war. Die Gastgeber fügten sich dagegen nach dem 0:2 in ihr Schicksal und erspielten sich keine Einschussmöglichkeiten mehr.

Erst als sich Kevin Messner nach der Halbzeitpause vehement gegen mehrere Gegenspieler durchsetzte, in den Strafraum zog, querlegte und Sertac Cakici das 1:3 markierte, keimte auf Heessener Seite wieder Hoffnung auf (58.). Zumal auf Mühlhausener Seite Tayfun Baysigit in der 61. Minute wegen wiederholten Handspiels von Schiedsrichter Siddek Toku (Bochum) die Ampelkarte sah und der SVE eine knappe halbe Stunde in Überzahl agierte.

Die Heessener setzten den SSV nun zwar unter Druck und hatten deutlich mehr Spielanteile, doch klare Gelegenheiten ergaben sich daraus nicht. Mühlhausen nutzte dagegen eine seiner Konterchancen für die Vorentscheidung, als ein langer Pass bei Marcel Lokatis landete, der noch einige Meter lief und dann gekonnt mit einem Schuss in den Winkel das 1:4 markierte.

In einer kuriosen Schlussphase, in der beide Mannschaften ihre Abwehrbemühungen komplett einstellten, bekamen die rund 50 Zuschauer im Marienstadion noch vier Tore zu sehen. Zunächst luchste Kevin Messner Gästetorwart Patrick Peuckmann das Leder ab und traf von der Strafraumgrenze zum 2:4 (86.). Im direkten Gegenzug gelang Sebastian Held mit einem herrlichen Alleingang das 2:5 (87.) und nur eine Minute danach legte Keven Krause für Piere Krause auf, der mit einer sehenswerten Direktabnahme aus 14 Metern das 2:6 besorgte.

Für den Schlusspunkt sorgte wiederum Kevin Messner, der nach dem Anstoß nicht richtig attackiert wurde und nach einem Sololauf unbedrängt zum 3:6 einschießen konnte.

„Wir haben jetzt noch drei Freundschaftsspiele, die wir irgendwie über die Bühne bringen müssen“, war Heessens Trainer Volker Messner nach dem Abpfiff bedient. St

SVE Heessen: Gutsche – Gerling, Menzel, Wappler, Cakici, Messner, Kunz, Siepmann, S. Serr (65. Gerweler), Uthmeier, Saglam (46. Krukenbaum)

SSV Mühlhausen: Peuckmann – Haardt, Kumor, Böhme (60. Ross), Pfeffer (60. Blume), Baysigit, Lokatis (86. Timmermann), Held, P. Krause, Rentsch, K. Krause

Zuschauer: 50

Tore: 0:1 P. Krause (3.), 0:2 K. Krause (16.), 0:3 Lokatis (25.), 1:3 Cakici (58.), 1:4 Lokatis (80.), 2:4 Messner (86.), 2:5 Held (87.), 2:6 P. Krause (88.), 3:6 Messner (90.)

Schiedsrichter: Siddek Toku (Bochum)

Gelbe Karten: Wappler – P. Krause, K. Krause

Gelb-Rote Karte: Tayfun Baysigit (61.) wegen wiederholten Handspiels

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Jürgen Serrs Elfer beschert dem SVE verdienten Punkt gegen Herbern

HAMM - Volker Messner klatschte seine Spieler zufrieden ab. Einen 0:1-Rückstand wettgemacht, ein Remis gegen den Tabellenvierten erzielt und damit den ersten Punkt im neuen Jahr ergattert – der Trainer des Landesliga-Schlusslichts SVE Heessen war nach dem 1:1 (0:1) gegen den SV Herbern sichtlich erleichtert.

„Wir pfeifen personell aus dem letzten Loch. Dafür war die Leistung à la bonheur. Die Jungs haben einen großen Willen gezeigt“, lobte der Coach seine Mannschaft für das große Engagement, mit dem sie den Herbernern Paroli geboten und sich das Remis verdient hatte. Derweil war sein Gegenüber Christian Bentrup angefressen. „Wir haben ganz schlecht gespielt“, meinte der Hammer Trainer in Diensten des SVH nach der zerfahrenen Partie. „Wir haben keine Aggressivität und viel zu wenig Laufbereitschaft gezeigt. Das war einfach zu wenig.“

Zehn Minuten lang wurden die Gäste ihrer Favoritenrolle gerecht, dann bissen sich die zweikampfstarken, auf Konter lauernden Platzherren in die Partie, während die Herberner zunehmend den Faden verloren. Zwei Möglichkeiten hüben durch Kevin Messner (15.) und Bastian Wapplers strammen Schuss von der Strafraumgrenze (17.), zwei drüben durch Dennis Kaminski (16.) und ein Beinahe-Eigentor von Messner (42.) – Chancen waren Mangelware. So kam die Führung der Herberner trotz größerer Spielanteile überraschend: Nach einem Einwurf und der Kopfball-Verlängerung von Kevin Wilcock durfte David Brockmeier völlig unbedrängt aus elf Metern volley einschießen (44.). „Da haben wir gepennt“, ärgerte sich Volker Messner.

Und auch wenn die Herberner nach dem Wechsel weiter lethargisch agierten, sie hätten die Begegnung entscheiden können. Auf zwei sehr gute Chancen für Jussef Saado (50.) und Brockmeier (59.) folgten weitere brauchbare für Mrowiec (67., 74.) und wiederum Saado (70.). „Da hätten wir das zweite Tor machen müssen“, schimpfte Bentrup. Erst in der Schlussphase tauchten die Heessener, bei denen Julian Menzel kurz vor dem Abpfiff Gelb-Rot sah, wieder gefährlich vor dem Gehäuse der Gäste auf – in Form eines Kopfballs von Mike Gerling (77.). Dass ihr großer Kampfgeist letztlich noch mit einem Punkt belohnt wurde, hatten die Gastgeber allerdings dem schwachen Unparteiischen Philip Dräger zu verdanken. Der wertete einen Rempler Kevin Wilcocks gegen Kevin Messner als elfmeterreifes Foul – Jürgen Serr verwandelte den Strafstoß sicher. „80 Prozent der Schiedsrichter hätten den Elfmeter nicht gegeben“, gestand selbst Volker Messner ein, während Bentrup die Entscheidung schlicht „lächerlich“ fand. „Aber letztlich müssen wir uns dieses Remis selbst zuschreiben.“ - fh

 

SVE zieht sich beim 1:3 gegen Roland Beckum achtbar aus der Affäre

HAMM - Lange Zeit hat der SVE Heessen den Landesliga-Tabellenführer Roland Beckum geärgert und durfte zwischenzeitlich sogar auf einen Punktgewinn spekulieren. Doch am Ende setzte sich beim 1:3 (0:2) die individuelle Klasse der Gäste durch.

Der SVE Heessen wehrte sich gegen Roland Beckum nach Kräften.

„Wir haben uns hervorragend aus der Affäre gezogen“, lobte SVE-Trainer Volker Messner sein Team. „Es ist klar, dass wir gegen eine solche Mannschaft nicht auf Augenhöhe agieren. Da braucht man sich nur einmal die Etats anzusehen. Aber wir haben toll gekämpft und uns vehement gegen die Niederlage gestemmt.“

In der Anfangsviertelstunde spielten die Heessener munter mit und igelten sich gegen den Aufstiegsfavoriten aus Beckum keineswegs in der Defensive ein. Dieser hatte vor 75 Zuschauern im Marienstadion Probleme, den eigenen Rhythmus zu finden. Erst nach 15 Minuten nahm Beckum Fahrt auf und kam durch Carlos Castilla (18.) und Daniel Burger (20.) zu ersten guten Gelegenheiten. Mit einem Doppelpack sorgten die Gäste kurz darauf für die 0:2-Führung. Zunächst markierte Lukas Krumpietz nach Flanke von Daniel Burger mit einem platzierten Kopfball das 0:1 (22.), und nur zwei Minuten später war es Spielertrainer Carlos Castilla, der ebenfalls per Kopfball nach Flanke von Vadim Baumbach erfolgreich war.

Für großen Ärger sorgte in der 26. Minute ein von Schiedsrichter Yasin Bagi (Gladbeck) wegen Abseits nicht gegebener Treffer von Kevin Messner. „Das war auf keinen Fall Abseits“, echauffierte sich Volker Messner, der im Anschluss sah, wie die Heessener Defensive unter dem Beckumer Dauerdruck immer mehr ins Schwimmen geriet. Dem Unvermögen der Gäste im Abschluss und einem starken SVE-Schlussmann Cedric Packheiser war es zu verdanken, dass die Heessener nur mit einem 0:2-Rückstand in die Kabine gingen.

Nach dem Seitenwechsel sorgten Baumbach mit einem Schuss an den Außenpfosten (48.) und Lukas Krumpietz, der freistehend das Tor verfehlte (50.), nicht für die Entscheidung. Dies bestraften die Gastgeber, die aus dem Nichts durch einen satten Schuss von Yasin Yerli auf 1:2 verkürzten (61.). Der SVE war nun am Drücker und hätte den Ausgleich erzielen müssen, doch der eingewechselte Mustafa Saadouni vergab gleich zwei hundertprozentige Chancen (75., 78.). „Hinten werden wir für dilettantische Fehler bestraft, und vorne machen wir die einfachsten Dinger nicht“, ärgerte sich SVE-Coach Volker Messner. „Trotzdem haben wir für unsere Möglichkeiten ein gutes Spiel gezeigt.“ Daran änderte auch das 1:3 in der 88. Minute nichts mehr, als Lars Remmert nach einer Ecke Packheiser mit einem Kopfball überwand. - St

 

Der SVE überrascht die Landesliga-Konkurrenz

HAMM ▪ Die Zukunft sah düster aus für den SVE Heessen im April diesen Jahres. Der Vorstand um den 1. Vorsitzenden Winfried Zerle hatte aus finanziellen Gründen offiziell verkündet, den Fußballern der ersten Mannschaft kein Geld mehr zu zahlen, das Team stand in der Landesliga auf einem Abstiegsplatz, und nach einer desolaten Leistung im Nachholspiel gegen Weddinghofen schmiss Trainer Eddy Chart enttäuscht die Brocken hin. Ein halbes Jahr später steht der SVE zur Überraschung aller auf einem Mittelfeldrang in ebenjener Landesliga, hat sich durch großen Einsatz das Wohlwollen der Heessener Zuschauer erkämpft und auch die finanzielle Krise überwunden.

„Der Verein schreibt schwarze Zahlen“, sagt der Sportliche Leiter Oliver Gutsche und fügt unterstreichend hinzu: „Wenn es so weiter geht, sind die Einnahmen vom Weihnachtsturnier diesmal nicht schon vorher verplant.“ Der radikale Schnitt der Verantwortlichen scheint also zu greifen.

Die große Überraschung ist allerdings das sportliche Abschneiden. Zunächst gelang der „alten“ Mannschaft sogar vorzeitig der Klassenerhalt. Als am Ende der Saison bis auf ein halbes Dutzend alle Spieler den Verein verließen, leitete Volker Messner, der zuvor als Partner mit Chart als Trainer arbeitete und danach allein in der Verantwortung stand, notgedrungen einen kompletten Neuanfang ein. Viele Jugendspieler und Kicker aus unteren Ligen kamen. Der SVE galt als Absteiger Nummer eins.

„Wir sind als Kanonenfutter gestartet“, sagt Messner. Nach sieben Spieltagen hat der SVE jedoch schon sieben Punkte gesammelt und erst zweimal verloren. Rein statistisch steuern die Heessener also auf den Klassenerhalt zu. „30 Punkte, damit könnten wir leben“, schmunzelt Messner. Dem Coach ist es gelungen aus der neu formierten Mannschaft schnell eine Einheit zu formen. „Wir hatten trainingstechnisch eine gute Vorbereitung, weil immer 17 oder 18 Mann da waren. Die Mannschaft ist deshalb sehr, sehr fit. Das kommt uns heute bei unserem kraftraubenden Fußball entgegen“, nennt Messner einen der Gründe für den ordentlichen Start.

Der Heessener Coach hat ein Team zusammengestellt, das nur schwer zu schlagen ist. Davon konnten zuletzt die SpVg Beckum und RW Mastholte ein Lied singen. Gegen Beckum holte der SVE wie schon in Marsberg ein 0:2-Rückstand auf, gegen Mastholte gelang der Ausgleich kurz vor Schluss. Die Mannschaft gibt nicht auf. „Wir machen den ein oder anderen Fehler mit Leidenschaft wett“, sagt Messner. Die „tolle Kameradschaft“ sei ein ganz wichtiger Faktor, mit dem das Team eventuell fehlende Qualität im Kollektiv ausgleiche. Gutsche führt die Leistungen auch aus der Eigenmotivation der Leute zurück: „Im Sommer haben sich die Spieler freiwillig angeboten, weil sie recht hoch spielen wollten. Außerdem haben wir acht Spieler, die schon in der Jugend beim SVE spielten, im Kader.“

Dass es ein langer Weg Richtung Klassenerhalt werden wird, wissen die Heessener. „Wir sind vom Einsatz her am Limit“, sagt Messner. Rückschläge wie beim 0:5 gegen RW Horn wird es geben, doch wie das Team die Pleite verarbeitet hat, hat selbst den Trainer ein bisschen überrascht hat. „Wir haben unsere Landesligatauglichkeit unter Beweis. Wir werden nicht mehr unterschätzt. Das hat sich die Mannschaft allerdings auch verdient“, freut sich Messner auf die nächsten schwierigen Spiele. ▪ bob

 

Glücklicher Derbysieg

SVA Bockum-Hövel – SVE Heessen 1:0 (0:0)

SVA gewinnt durch ein spätes Tor von Marc-André Wohlrath

Große Enttäuschung in Heessen nach einer engagierten Vorstellung

HAMM Nach vier Siegen gegen den SVE Heessen und den SV Westfalia Rhynern II in der letzten Saison trugen die Spieler des SVA Bockum-Hövel zum Aufwärmen bereits häufiger T-Shirts mit der Aufschrift „Derbyspezialist“. Dieser Schriftzug sollte auch zum Auftakt der neuen Saison seine Richtigkeit behalten, denn die Bockum-Höveler setzten sich durch ein Tor von Marc-André Wohlrath mit 1:0 (0:0) gegen den Lokalrivalen SVE Heessen durch.

Allerdings hielt das Derby nicht, was sich die gut 250 Zuschauer im Adolf-Brühl-Stadion im Vorfeld von dieser Partie versprochen hatten, was auch SVA-Trainer Markus Matzelle zugeben musste. „Es war nicht das gute Spiel, das ich von meiner Mannschaft erhofft hatte. Zwar waren wir im Vorfeld die klaren Favoriten, aber heute stand auch nicht mehr die Mannschaft der vergangenen Rückrunde auf dem Platz. Wir hatten heute große Probleme im Spielaufbau, weil Heessen sehr diszipliniert gespielt hat.“

In einer sehr schwachen 1. Halbzeit entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, bei dem der SVE den Bockum-Hövelern viel mehr Mühe bereitete als erwartet. Den Gastgebern fiel im Angriff nicht viel ein, weil die Offensivaktionen zu ideenlos und zu phlegmatisch vorgetragen wurden. Der SVE hielt mit Leidenschaft und großer Laufbereitschaft dagegen und ging keinem Zweikampf aus dem Weg.

Mustafa Saadouni hätte die Heessener nach Flanke von Bünyamin Uysal sogar in Führung köpfen können, verpasste aber knapp (11.). Der SVA verbreitete einzig bei einem Distanzschuss von Mike Kaczor einen Hauch von Torgefahr (19.).

Mit Wiederanpfiff reaktivierte Markus Matzelle mit Jörg Plückhahn einen Routinier, der eigentlich nur noch bei den Alten Herren spielen wollte. „Ich wollte mit ihm in der Offensive eine Alternative haben.“ Statt des SVA witterte aber der Gast aus Heessen nach einer Stunde Morgenluft, zeigte einige gute Angriffe und war der Führung bei gut geschossenen Freistößen von Jürgen Serr (66.) und Bünyamin Uysal (69.) sowie einem gefährlich abgefälschten Distanzschuss von Kevin Messner (74.) näher als die Platzherren.

Das Glück auf seiner Seite hatte in der 80. Minute dann aber der SVA. SVE-Torwart Cedrick Packheiser konnte einen Kopfball von Mark Danielzik nach Freistoß von Martin Slowik zwar noch glänzend parieren, aber Marc-André Wohlrath staubte zum 1:0 ab.

„Wir haben eine extrem gute Leistung gezeigt und uns Respekt erarbeitet“, so SVE-Coach Volker Messner. „Wir haben unsere Möglichkeiten fast optimal ausgenutzt. In der 2. Halbzeit hatten wir drei klare Chancen, haben aber vergessen, ein Tor zu erzielen.“

Eine schwierige Aufgabe kam noch am Abend auf SVA-Trainer Markus Matzelle zu. „Jetzt muss ich einen Sohn trösten und einer ist obenauf. Da müssen wir wohl eine Pizza bestellen.“ St

SVA Bockum-Hövel: Rafalski – Hegel, Gottschlich, Kaczor, Gawlik, Wohlrath, Slowik, Deckers (77. M. Danielzik), Farchmin, Bockelbrink, Kaya (46. Plückhahn)

SVE Heessen: Packheiser – T. Danielzik, Siepmann, Wappler, J. Serr, Messner, Gerling, Cakici, Saadouni (77. Yerli), Uysal, Isikli

Zuschauer: 250

Tore: 1:0 Wohlrath (80.)

Schiedsrichter: Dominik Frasch (Warendorf)

Gelbe Karten: Slowik, Kaczor, Hegel, M. Danielzik – Saadouni, Messner

Steenbrede

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Die guten Geister

Mannschaftsbetreuer sind die fleißigen Helfer im Hintergrund

HAMM Sie sind die Männer für alle Fälle, die fleißigen und unauffälligen Helfer im Hintergrund. In der Regel stehen die Spieler und Trainer, manchmal auch die Schiedsrichter im Mittelpunkt, aber ohne die vielen ehrenamtlichen Mannschaftsbetreuer würde der Spielbetrieb in den meisten Vereinen nicht so reibungslos verlaufen.

Sie sind an einem Spieltag häufig die Ersten, die kommen und die Letzten, die am Abend gehen. Denn sie sorgen dafür, dass die Trikots bereitliegen, der Spielbericht ausgefüllt und der Schiedsrichter betreut wird, dass Getränke bereitstehen, die Presse mit Informationen versorgt wird und vieles mehr. Beim Spiel stehen sie außerdem häufig an der Seitenlinie oder leisten bei Verletzungen Erste Hilfe.

Damit das Derby zwischen dem SVA Bockum-Hövel und dem SVE gut über die Bühne gehen kann, haben Erwin Klapphecke (SVA) und Michael Schulz (SVE) vorgesorgt. „Ich habe früher in Emsdetten gespielt und bin aus beruflichen Gründen nach Hamm gekommen“, erklärte Michael Schulz. „Bei der Arbeit habe ich Olaf Pannewig kennen gelernt, der Trainer beim SV 26 war. So bin ich dann nach Heessen gekommen.“ Gerade nach dem großen Umbruch zur neuen Saison ist Michael Schulz auch als Psychologe gefordert. „Wir haben viele junge Spieler, die brauchen noch besonderen Zuspruch und bekommen einige Streicheleinheiten.“

Sein Pendant auf Bockum-Höveler Seite geht seiner Berufung schon einige Jahre länger nach. „Ich habe das früher schon beim SV Bockum-Hövel gemacht“, sagte Erwin Klapphecke, der bis vor zwei Jahren außerdem noch Platzwart beim SVA war. „Eigentlich bin ich hier das Mädchen für alles, manchmal auch der Seelendoktor.“ St

 

SVE Heessen verliert Benefizspiel gegen RW Ahlen

SVE Heessen – Rot Weiss Ahlen 0:6 (0:3)

Programm muss wegen Unwetterwarnung nach dem Fußballspiel abgebrochen werden

HAMM Unter dem Motto „Menschen helfen – Menschen bewegen“ stand eine Aktion zugunsten des Hammer Hospizes mit Sport, Spiel und Spaß im Heessener Marienstadion.

Im Mittelpunkt stand dabei das Benefizspiel zwischen dem SVE Heessen und Rot Weiss Ahlen, welches der favorisierte Drittligist aus der Wersestadt klar mit 0:6 (0:3) für sich entschied.

„Wir machen schon seit einigen Jahren hier ein Fahrschulenturnier und haben das in diesem Jahr ausgeweitet. Die Ahlener haben wir dann einfach mal angeschrieben und sie haben sofort zugesagt“, freute sich Organisator Carsten Nillies. „Wir sind gerne bereit, jede gute Aktion zu unterstützen. Wenn wir helfen können, dann machen wir mit“, so ein sympathischer RWA-Trainer Arie van Lent.

Leider machte das Wetter den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung, denn bei brütender Hitze fanden nur wenige Zuschauer den Weg ins Marienstadion. „Das Wetter ist schon grenzwertig“, musste auch Heessens 1. Vorsitzender Winfried Zerle zugeben. Nachdem sich beide Mannschaften darauf geeinigt hatten, die Spielzeit auf 2 x 35 Minuten zu verkürzen, wurde während der Partie verkündet, dass wegen einer Unwetterwarnung die anschließende WM-Übertragung auf einer Großbildleinwand sowie der Auftritt mehrerer Schlagersänger am Abend gestrichen werden.

Das Benefizspiel war dann eine klare Angelegenheit für Rot Weiss Ahlen, wobei die Heessener zu Spielbeginn eine hundertprozentige Chance hatten, als sich Firat Isikli am rechten Flügel klasse durchsetzte und Mustafa Saadouni mit seinem Kopfball am starken Ahlener Schlussmann Andre Maczkowiak scheiterte (3.).

Im Anschluss bestimmte der Drittligist das Spielgeschehen deutlich und kam durch zwei unhaltbare Distanzschüsse von Luka Tankulic (15.) und Janis Kraus (20.) zu einer verdienten 0:2-Führung. Die Rot Weissen bestimmten auch im Anschluss das Geschehen auf dem Platz, waren technisch überlegen und kombinationssicher. Folgerichtig erhöhten die Gäste noch vor dem Halbzeitpfiff auf 0:3, als SVE-Torwart Steven Wirtelarz eine Flanke unterlief und Christian Alder nur noch ins leere Tor köpfen musste (25.).

Auch nach dem Seitenwechsel legte der SVE den Respekt vor dem vier Klassen höher agierenden Kontrahenten nicht ab. „Nur Firat Isikli hat sich auch mal ein Dribbling zugetraut, aber der hat im Gegensatz zu vielen anderen der jungen Spieler auch schon ein paar Jahre im Seniorenbereich auf dem Buckel“, analysierte SVE-Coach Volker Messner. „Trotzdem war es beim jetzigen Stand der Dinge ein sehr gutes Spiel von uns, weil wir bislang noch kein richtiges Training absolviert haben.“

Nach dem Seitenwechsel tauschten die Ahlener fast ihre komplette Mannschaft aus und sorgten mit einem Distanzschuss von Tim Manstein (44.), einem Kopfball von Christian Knappmann (55.) und einer von David Blacha vollendeten Kombination (69.) für den 0:6-Endstand.

„Wir sind gerade aus dem Trainingslager gekommen und haben die letzten Tage unter diesen schwierigen Bedingungen trainiert. Trotz der Hitze wollten wir hier ein vernünftiges Spiel abliefern“, äußerte sich Arie van Lent. St

SVE Heessen: Wirtelarz – Uthmeier, Mrugalla (36. Gerling), Chojka, J. Serr, Messner, Menzel (41. S. Serr), Isikli, Yerli, Siepmann, Saadouni (48. Saglam)

Rot-Weiß Ahlen:

1. Halbzeit: Maczkowiak – Flottmann, Book, Ghasemi, Köse, Kraus, Hille, Alder, Wölk, Tankulic, Manstein

Steenbrede

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Haluk Metin rettet SVE einen Punkt

SVE Heessen – SSV Meschede 1:1 (0:1)

Heessener entdecken nach schwacher 1. Halbzeit ihr Kämpferherz

HAMM Der Aufwärtstrend beim SVE Heessen geht nach dem 1:1 (0:1) gegen den SSV Meschede weiter, denn in den letzten fünf Spielen ging die Mannschaft von Volker Messner nicht einmal als Verlierer vom Platz und holte elf Punkte. Allerdings verpassten es die Heessener durch eine schwache erste Halbzeit und einige Disziplinlosigkeiten, vielleicht für ein noch besseres Ergebnis zu sorgen.

Der SSV Meschede fand vor 60 Zuschauern im Marienstadion gut in die Begegnung und erspielte sich ein deutliches Übergewicht, strahlte vor dem Heessener Tor aber keine wirkliche Gefahr aus. Die Gastgeber kamen nicht in die Zweikämpfe und standen im Mittelfeld zu weit von ihren Gegenspielern entfernt. Außerdem handelte sich der SVE im ersten Durchgang gleich vier gelbe Karten wegen Meckerns ein und in der 27. Minute wurde Bünyamin Uysal von Schiedsrichter Jan Lohmann (Steinfurt) mit einer Roten Karte des Feldes verwiesen. Nachdem er einen Freistoß zugesprochen bekam, ließ er sich zu einer völlig unnötigen Tätlichkeit hinreißen und schubste seinen Gegenspieler zu Boden.

„Mit der Roten Karte waren wir fast aus dem Spiel heraus“, analysierte SVE-Trainer Volker Messner. „Aber wenn gleich drei meiner Spieler Stollenabdrücke auf ihren Händen haben, dann kann man nicht immer ruhig bleiben. Der Unparteiische hat heute nicht immer mit dem gleichen Maß gemessen.“

Bereits kurz nach dem Platzverweis nutzte der Gast aus dem Sauerland seine numerische Überlegenheit aus und ging nach einer tollen Kombination verdient mit 0:1 in Führung. Marc Herkrath schickte Esat Behrami steil in den Strafraum, der aus guter Position aber nicht selbst abschloss, sondern quer zum einschussbereiten Bilal Yavuz passte (34.).

Meschede drängte auf den zweiten Treffer und die Heessener hatten nun das Glück auf ihrer Seite. Zunächst traf Nikolai Sperling in der 39. Minute von der Strafraumgrenze nur den Pfosten und Esat Behrami vergab kläglich im Nachschuss. Nur eine Minute später rettete wieder der Pfosten bei einem Schuss von Burak Yavuz für SVE-Keeper Cüneyt Tüten.

Die Kabinenansprache von Volker Messner schien ihre Wirkung nicht verfehlt zu haben, denn nach der Pause entdeckten die Hausherren ihr Kämpferherz. Aber auch spielerisch zeigte sich der SVE stark verbessert und man merkte nicht, dass die Heessener in Unterzahl agierten. Eine Schrecksekunde mussten beide Teams dann in der 50. Minute überstehen, als Malvin Baczyk und Nikolai Sperling mit den Köpfen zusammenprallten und mit Platzwunden ins Krankenhaus gebracht werden mussten.

Zwölf Minuten später gelang dem SVE Heessen der Ausgleich. Einen Freistoß von Ali Karaman köpfte Haluk Metin zum 1:1 ein. Im Anschluss zeigte SVE-Torwart Cüneyt Tüten bei Schüssen von Burak Yavuz (63.) und Tomas Pilarski (67.) starke Paraden und hatte beim dritten Pfostenschuss der Gäste durch Bilal Yavuz (74.) das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite.

„Nach dem Spielverlauf, der Unterzahl und der katastrophalen 1. Halbzeit müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein. Wir haben in der 2. Halbzeit große Moral bewiesen und waren spielerisch nicht schlechter“, resümierte Volker Messner. St

SVE Heessen: Tüten – Herfurth, Pra (70. C. Chart), Baczyk (54. Danielzik), A. Chart, Burnic, Vojnovski (46. Wappler), Uysal, Messner, Karaman, Metin

SSV Meschede: Potofski – Arslan, Stratenschulte-Huss, Mustafa, Güven, Kraft, Behrami (77. Peters), Herkrath, B. Yavuz, Sperling (54. Pilarski), B. Yavuz

Zuschauer: 60

Tore: 0:1 B. Yavuz (34.), 1:1 Metin (62.)

Schiedsrichter: Jan Lohmann (Steinfurt)

Bericht Steenbrede

 

SVE Heessen tankt nach Sieg über Hammer SpVg Selbstvertrauen

Hammer SpVg – SVE Heessen 0:1 (0:0)

Hans-Werner Moors: „Es war kein Druck da“

HAMM Endlich wieder Fußball spielen. Darum ging es der Hammer Spielvereinigung und dem SVE Heessen am Samstag beim Testspiel auf dem Kunstrasenplatz.

„Das Warten nervt“, erklärte SVE-Coach Eddy Chart vor Spielbeginn. „Seit Wochen können wir nicht spielen. Da tut so ein Test richtig gut.“Richtig gut war auch, was die Heessener beim 0:1 (0:0)-Sieg gegen den zwei Klassen höher spielenden NRW-Ligisten vor gut 50 Zuschauern über weite Strecken der Partie zeigten. „Es gibt Schlimmeres“, sah HSV-Trainer Hans-Werner Moors die Niederlage recht locker. „Wichtig war heute, dass wir uns bewegen und wieder spielen. Aber es war kein Druck da. Daher wird es Zeit, dass es endlich wieder losgeht.“Lediglich in der Anfangsphase bestimmt die Hammer SpVg das Geschehen auf dem Platz, erspielte sich eine optische Überlegenheit und setzte sich in der Hälfte des SVE fest. Allerdings schlugen die Gastgeber daraus kein Kapital, denn die flüssig vorgetragenen Angriffe wurden von der kompakten und sicher stehenden Heessener Defensive spätestens am eigenen Strafraum gestoppt.Nach der Balleroberung versuchte die Mannschaft von Eddy Chart und Volker Messner mit schnellen Kontern für Gefahr zu sorgen und kam nach einer knappen Viertelstunde zu ersten Möglichkeiten. Bei einem Freistoß von Ali Karaman aus halbrechter Position offenbarte HSV-Schlussmann Dominique Nowak einige Probleme (14.). In der 22. Spielminute bediente Haluk Metin bei einem Konterangriff Steffen Sommer sehr gut, doch im letzten Moment war ein Abwehrbein dazwischen. Nur eine Minute später zielte Andre Chart von der Strafraumgrenze nur etwas zu hoch.Nach diesen guten Gelegenheiten präsentierte sich der Landesligist mutiger und gestaltete die Begegnung ausgeglichen. SVE-Torwart Cüneyt Tüten musste sein Können erstmals in der 41. Minute zeigen, als er einen Schuss von Kevin Lanzendörfer klasse parierte.Nach der Halbzeitpause schickte HSV-Trainer Hans-Werner Moors eine komplett neue Mannschaft auf das Feld, die in den ersten Minuten aktiver und zielstrebiger wirkte. Aber auch ihr gelang es nicht, sich klare Torchancen herauszuspielen.Das alles entscheidende Tor gelang schließlich dem SVE Heessen durch eine Standardsituation in der 65. Minute. Mittelfeldregisseur Ali Karaman brachte einen Freistoß hart in den Fünfmeterraum, wo Pierluca Pra goldrichtig stand und das Leder aus vier Metern über die Linie spitzelte.Ein großes Aufbäumen der Hammer SpVg war nach dem Rückstand nicht zu sehen, so dass die Heessener kaum Mühen hatten, den Vorsprung sicher über die Zeit zu bringen. Lediglich ein abgefälschter Distanzschuss von Marc Dyballa in der Schlussminute hätte noch für den Ausgleich für die HSV sorgen können.„Wir haben uns sehr gut verkauft, obwohl uns noch einige Spieler fehlen“, freute sich SVE-Trainer Eddy Chart. „Wir hatten nur in den ersten 20 Minuten einige Probleme, haben ansonsten aber taktisch diszipliniert gespielt und sowohl läuferisch als auch spielerisch überzeugt.“ StHammer SpVg (1. Halbzeit): Nowak – S. Dyballa, Kaminski, Kücük, Lanzendörfer, Kraus, Bollmann, Stojkoski, Fiore, Stein, Kuntz

Hammer SpVg (2. Halbzeit): Nibuhr – M. Dyballa, Gunnarsson, Chouliaros, Hoffmann, Krug, Baslarli, Thiele, Arslan, Schiller, Aktas

SVE Heessen: Tüten (85. Wirtelarz) – Pra, Danielzik, Bockelbrink (46. Messner), Burnic, Vojnovski (46. Wappler), C. Chart (76. Menzel), Sommer (76. Siepmann), A. Chart, Karaman, Metin

Bericht Steenbrede

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Bitteres Aus

KREISPOKAL: SVE HEESSEN – SSV MÜHLHAUSEN 0:1 n. V.

HAMM Mindestens 90 der insgesamt 120 Spielminuten war des SVE Heessen das bessere Team. Doch am Ende freute sich der Gegner: Der Landesligist kassierte in der dritten Runde des Kreispokals ein unglückliches 0:1 (0:0) nach Verlängerung gegen den klassenhöheren SSV Mühlhausen-Uelzen. „Wir haben unsere Chancen nicht genutzt und wurden dafür bitter be-straft“, brachte es Heessens Trainer Eddy Chart auf den Punkt, und schlussfolgerte richtig, dass „nicht die bessere Mannschaft gewonnen hat“. Denn seine Elf dominierte die zweite Halbzeit und war auch in der Verlängerung weitgehend überlegen. „Ein Sieg wäre gut für unsere Moral gewesen“, meinte Chart.

Zunächst kam allerdings keine Mannschaft so richtig in Fahrt. Die Anfangsphase gestaltete sich zerfahren und schleppend. Der SSV drückte dem Spiel dann aber seinen Stempel auf und kam zu guten Gelegenheiten. SVE-Keeper Cedric Packheiser entschärfte eine Flanke von Sitki Üstün, ehe eine Direktabnahme von Phil Neuhaus das Ziel nur knapp verfehlte (16.). Bis zur ersten Großchance der Gastgeber dauerte es 44 Minuten, aber Andre Chart verzog nach präziser Hereingabe von Alexander Vojnovski.

Unzufrieden mit dem Offensivspiel, brachte Eddy Chart schon zum Wiederanpfiff zwei frische Spieler. „Wir haben nicht so ins Spiel gefunden, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir wollten vermehrt über die Außen kommen und einen höheren Spielanteil“, begründete der Coach, der zuvor auch Akteuren aus der zweiten Reihe eine Chance bot. Die Umstellung machte sich prompt bezahlt. Semir Burnic setzte sich gegen seine Gegenspieler durch und beförderte den Ball in den Strafraum, wo Stefan Herfurth per Kopf nur um wenige Zentimeter das Tor verfehlte (58.). Nur wenig später hätte Andre Chart den überfällige Führungstreffer erzielen müssen, doch erst ging der Schuss des Heesseners an den Pfosten, ehe Mühlhausens Keeper David Peixoto einen Abstauber abwehrte (76.).

So ging es in die Verlängerung, in der die Gäste eine ihrer wenigen Gelegenheiten nutzten: Pierre Szymaniak traf in der 113. Minute für den Westfalenligisten zum 0:1. Der SVE war noch um den Ausgleich bemüht, kassierte stattdessen jedoch zwei Platzverweise. Zunächst sah Malwin Baczyk wegen einer Notbremse Rot (119.), ehe auch Ali Karaman mit Gelb-Rot des Feldes verwies (120.). „Es ist ärgerlich,  dass uns Malwin deswegen in der Meisterschaft fehlt“, war Charts einziger Aussage zur Leistung des Unparteiischen.  mg

SVE Heessen: Packheiser – König, Baczyk, Wappler, Herfurth – Gottschlich (46. Bockelbrink), Karaman, Andre Chart, Burnic (72. Christian Chart) – Jasper (46. Üysal), Vojnovski

SSV Mühlhausen: Peixoto – Bayrakli, Eitzert, Neuhaus, Patrik Szymaniak – Galwas, Rentsch, Üstün (77. Hoffmann), Pierre Szymaniak (116. Richter) – Karabel, Vejzovic (96. Sternitzky)

Tore: 0:1 Pierre Szymaniak (113.)

Gelb-Rote Karte: Karaman (120.)

Rote Karte: Baczyk (119.)

Marcel Guboff

 

Wochen der Wahrheit für den SVE Heessen

HAMM Beim Fußball-Landesligist SVE Heessen hatten sie die Wochen der Wahrheit ausgerufen. Zumindest der Start ist mit dem 3:4 beim Lüner SV in die Hose gegangen. "Das war gravierend, zu wenig Leidenschaft. Wir waren zu sorglos nach der 2:0-Führung in Überzahl", ärgerte sich Trainer Volker Messner über die Vorstellung seiner Elf, die nun nur einen Platz vor den Abstiegsrängen steht. "Wir sind nicht gefestigt genug, einen Rückschlag wegzustecken. Da fehlt die Qualität", spielt der Coach auf den Lünener Anschlusstreffer an, nachdem die Heessener ins Schwimmen gerieten und in 17 Minuten mit einem Mann mehr zwei Gegentreffer kassierten - allerdings laut Messner vom Schiedsrichter begünstigt.

Die Leistung des SVE am Sonntag war zwar ein Tiefpunkt, aber auch spiegelbildlich für die derzeitige Trainingssituation. "Die letzten Wochen waren nicht mehr hundertprozentig. Da baut sich leider wieder etwas auf", erklärt Messner und verweist auf ein fast schon traditionelles Problem bei der Eintracht. Aus beruflichen und Verletzungsgründen trainieren viele Spieler im Moment nicht häufig. Die logischen Folgen sind fehlende Kraft und Kondition.

Messner und sein Trainerkollege Eddy Chart wollten in der Sommerpause Vorsorge treffen und verstärkten den Kader in der Breite. Die größere Auswahl reicht derzeit aber lediglich dazu, die zahlreichen Ausfälle zu kompensieren. IM defensiven Mittelfeld sucht das Trainerduo daher weiter nach Ersatz für den nach Sendenhorst gewechselten Michael Schulte, und auch auf der rechten Außenbahn "bietet sich keiner an", so Messner. Immerhin hat Lars König seinen Rückstand nach einer Handoperation in der Sommerpause aufgeholt und gegen Lünen ein solides Saisondebüt als Libero gegeben.

Bei der Investition in die Quantität gelang es dem SVE nicht, ein anderes Problem zu lösen. Schon im Vorjahr erzielte die Eintracht die drittwenigsten Tore der Liga, nun stehen in acht Partien erst zehn Treffer zu Buche - weniger hat nur Schlusslicht Bad Westernkotten. "Wir haben mit Karaman, Metin und Uysal gute Leute vorne drin, aber wir erarbeiten uns zu wenige Chancen. Da fehlt ein bisschen die Durchschlagskraft", meint Messner. Dazu kommt, dass die für die Offensive geholten Neuzugänge Vojnowski und Köroglu aus eben genannten Gründen nicht fit sind. Beim bislang noch erfolglosen Mustafa Saadoumi hofft der SVE-Coach, dass ihm mit seinen drei Toren in der zweiten Mannschaft der Durchbruch gelungen ist. "Wir können froh sein, dass unsere Abwehr bislang richtig gut war", so Messner, denn trotz der vier Gegentore der Heessener beim LSV haben nur drei Vereine weniger als die elf Treffer des SVE kassiert.

Das dritte Problem der Heessener sind die vielen Unentschieden. Vor der Niederlage in Lünen war die Mannschaft fünf Spiele unbesiegt, nun warten sie seit fünf Begegnungen auf einen Sieg - der einzige Dreier gelang gegen Oestinghausen. Aufgrund der Punkteteilungen tritt das Team allerdings auf der Stelle, selbst wenn der SVE vor zwei Wochen beim hochverdienten 2:2 Tabellenführer Mengede vom Thron stieß.

Nun kommt am Sonntag die Reserve von Westfalia Rhynern zum kleinen Landesliga-Derby ins Marienstadion. Anschließend folgen die Spiele gegen Tabellennachbar Mastbruch und Bad Westernkotten. "Da zu punkten, ist immens wichtig. Sonst stehen wir bis zur Winterpause unten drin", weiß Messner um die Bedeutung der kommenden Partien. Er schätzt Rhynerns spielstarkes Mittelfeld und die jungen, lernwilligen Spieler. "Da müssen wir die elementaren Dinge wieder einbringen. Man muss von Beginn an sehen, wer gewinnen will", fordert der Coach, denn die Wochen der Wahrheit gehen ja weiter. bob

 

Heessen tritt nach Remis auf der Stelle

SVE Heessen – SpVg Beckum 0:0

Gegen die Spielvereinigung Beckum fehlen die zwingenden Torchancen

 

HAMM Nach dem torlosen Remis gegen die Spielvereinigung Beckum tritt der SVE Heessen in der Fußball-Landesliga auf der Stelle und weist nach fünf Spieltagen erst fünf Punkte auf.

„Am Ende müssen wir mit dem Ergebnis zufrieden sein“, resümierte SVE-Trainer Eddy Chart. „Wir hätten das Spiel auch in der 1. Halbzeit verlieren können. Ich habe auf die Uhr geschaut. Wir haben erst nach 30 Minuten die ersten Zweikämpfe gewonnen.“

Vielleicht wäre die Partie anders verlaufen, hätte Ali Karaman nach schöner Vorarbeit von Mustafa Saadouni bereits in der 1. Minute die Führung für die Gastgeber erzielt, doch er brachte freistehend nicht genug Druck hinter den Ball.

So fand die Spielvereinigung aus Beckum besser in die Begegnung und nahm das Heft vor gut 150 Zuschauern im Marienstadion in die Hand. Einen katastrophalen Abspielfehler von SVE-Torwart Cüneyt Tüten, der erstmals nach seiner schweren Rippenprellung aus dem Auftaktspiel gegen den SVA Bockum-Hövel wieder zwischen den Pfosten stand, nutzte Philipp Habrock in der 10. Spielminute nicht aus und kam nur zu einem harmlosen Abschluss. Glück hatten die Heessener nur eine Minute später, als erneut Philipp Habrock gefährlich vor dem SVE-Tor auftauchte, doch mit seinem Kopfball am Pfosten scheiterte.

Die Hausherren offenbarten große Schwächen in der Defensive, ließen den Beckumern zu viel Raum zum Kombinieren und standen in den Zweikämpfen immer wieder zu weit von ihren Gegenspielern entfernt. Im Sturm konnten weder Mustafa Saadouni noch Bünyamin Uysal den beruflich verhinderten Torjäger Haluk Metin adäquat ersetzen.

„Beckum war uns im ersten Durchgang überlegen und wir hatten Glück, zur Pause nicht in Rückstand zu liegen“, so Eddy Chart, der seine Mannschaft bei der Kabinenansprache wachgerüttelt zu haben schien. Die Heessener agierten nun konzentrierter und aggressiver in der Defensivarbeit und ließen in der 2. Halbzeit lediglich einen Chance durch Andreas Hustadt zu, der aus spitzem Winkel am aufmerksamen SVE-Keeper Cüneyt Tüten scheiterte (79.). Bis kurz vor dem Spielende konnten die Gastgeber zwar auch keine hochkarätigen Chancen aufweisen, weil einige gute Kombinationen nicht konsequent zu Ende gespielt wurden, doch dann hatte der eingewechselte Tolga Köroglu gleich zwei Mal den Siegtreffer auf dem Fuß. Zunächst fackelte er nach einem langen Pass in die Spitze nicht lange und zog direkt von der Strafraumgrenze ab, verfehlte den langen Pfosten aber nur um Haaresbreite (86.). Zwei Minuten vor dem Abpfiff führte Ali Karaman einen Freistoß schnell auf Tolga Köroglu aus, doch dieser brachte das Leder nicht am herausstürmenden SpVg-Torwart Alexander Dabrock vorbei.

„In der 2. Halbzeit war die Partie ausgeglichen. Vielleicht hatten wir sogar noch mehr vom Spiel“, zeigte sich Eddy Chart mit der Leistungssteigerung seiner Schützlinge durchaus zufrieden. „Bis zum Strafraum haben wir ganz passabel kombiniert, waren vor dem gegnerischen Tor aber nicht zwingend genug.“ St

 

SVE Heessen: Tüten – W. Buttermann, A. Chart, Baczyk, Burnic, Herfurth (21. Düser), Saadouni (70. Köroglu), C. Chart (72. Wappler), Bockelbrink, Karaman, Uysal

SpVg Beckum: Dabrock – Zahorodnyi, van Stephaudt, Dürre, Tebeck, Seiler, Hustadt, Hakenes, Habrock (80. Echtermann), Müller (40. Holtdirk), Lade

Zuschauer: 150

Schiedsrichter: Christoph Dastig (Coesfeld)

Gelbe Karten: Herfurth, Uysal

 

Heessen „wieder einen Schritt weiter“

SVE Heessen – SV RW Westönnen 3:1 (2:1)

Spiel wird in der 70. Minute wegen eines Gewitters abgebrochen

 

HAMM Der SVE Heessen kommt langsam in Schwung. Nachdem die Mannschaft vom Trainergespann Eddy Chart und Volker Messner gegen die SG Sendenhorst einige gute Ansätze gezeigt hatte, überzeugte der SVE vor 50 Zuschauern am Dasbecker Weg gegen den Bezirksligisten SV Rot-Weiß Westönnen über weite Strecken und kam zu einem verdienten 3:1 (2:1)-Sieg.

„Gegenüber Samstag sind wir wieder einen Schritt weiter, auch wenn wir uns die ersten zehn Minuten schwer getan haben“, lobte SVE-Trainer Eddy Chart seine Mannschaft. „Was wir danach gezeigt haben war sehr ansehnlich. Wir haben den Ball laufen lassen und uns viele gute Chancen herausgespielt.“

In der Anfangsviertelstunde taten sich die Gastgeber schwer, in den Spielrhythmus zu kommen. Es mangelte an Tempo und Bewegung im Aufbauspiel gegen den tief stehenden Bezirksligist aus Westönnen, der auf Konter setzte und dadurch in der 10. Minute zum Erfolg kam. Steffen Eschmann konnte eine Flanke ungehindert von Andre Chart im Heessener Strafraum annehmen und aus halbrechter Position vorbei am verdutzten SVE-Torwart Cedric Packheiser in die Maschen zirkeln.

Richtig in die Partie fand der SVE mit dem Ausgleichstreffer zum 1:1 in der 20. Spielminute. Eine Flanke von Gastspieler Alexander Vojnovski legte Haluk Metin präzise für Fabian Düser ab, dessen abgefälschter Schuss über SV-Keeper Manuel Warzitz ins Tor segelte. Im Anschluss spielten die Gastgeber stark auf, zeigten viele schöne Kombinationen und kamen zu zahlreichen guten Einschussmöglichkeiten. Einzig die mangelnde Chancenverwertung kann man den Heessener vorwerfen. „Wir haben den Gegner häufig über Minuten in der eigenen Hälfte eingeschnürt und hätten bereits zur Pause mit 3:1 oder 4:1 führen müssen“, bemängelte auch Trainer Eddy Chart die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor. Bei seiner vierten guten Möglichkeit gelang Stürmer Haluk Metin endlich sein erster Treffer, als er frei im Sechzehner angespielt wurde, Maß nahm und den Ball aus 14 Metern in den Winkel schoss (30.).

Nach der Halbzeitpause machten die Hausherren dort weiter, wo sie im ersten Durchgang aufgehört hatten. Bereits eine Minute nach Wiederanpfiff nahm der eingewechselte Tolga Köroglu eine Flanke direkt, scheiterte aber an Torwart Matthias Gerke. Andre Chart stand aber goldrichtig und war im Nachschuss zu Stelle.

Nach dem 3:1 war der SVE Heessen zwar weiterhin die spielbestimmende Mannschaft, doch hochkarätige Chancen wurden nicht mehr herausgespielt. Als in der 70. Minute ein Gewitter aufzog, unterbrach der bis dato fehlerfreie Schiedsrichter Christian Brand (SSV Hamm) die Begegnung aus Sicherheitsgründen. Nach kurzer Rücksprache mit beiden Trainern entschloss man, sich kein Risiko einzugehen und auch nicht das Abziehen des Gewitters abzuwarten und brach die Partie ab. St

 

SVE Heessen: Packheiser (46. Tüten) – C. Chart, A. Chart (60. Uzun), Baczyk, Pra, Vojnovski, Metin (40. Köroglu), Burnic, Düser, Karaman (55. Jasper), Görgulü (46. Saadouni)

RW Westönnen: Warzitz (30. Gerke) – Rhode, Kauke, Hempe, C. Eschmann, Müller (46. Mertin), Jerwan, Ramathan, Schmidt, S. Eschmann, Künast

 

Eddy Chart: „Gute Ansätze zu sehen“

SVE Heessen – SG Sendenhorst 3:2 (1:1)

Heessen steigert sich nach schwacher 1. Halbzeit deutlich

 

HAMM Der SVE Heessen hat sein zweites Vorbereitungsspiel mit 3:2 (1:1) gegen die SG Sendenhorst gewonnen. Trotzdem sieht Trainer Eddy Chart in den kommenden Wochen noch viel Arbeit auf seine Mannschaft zukommen. „Die 1. Halbzeit war eine Katastrophe. Wir haben zu hektisch gespielt, zu ungestüm und haben uns zu viele Fehlpässe geleistet.“

Folgerichtig war der Bezirksligist aus dem Münsterland im ersten Durchgang die bessere Mannschaft, machte die Räume eng und spielte nach Ballgewinn mit viel Zug in Richtung Heessener Tor. Besonders die neu formierte Abwehr des SVE machte nicht immer den sichersten Eindruck. „Wenn das Mittelfeld löchrig ist, gerät die Abwehr automatisch unter Druck“, machte SVE-Coach Eddy Chart nicht allein seine Hintermannschaft verantwortlich.

Sendenhorst ging in der 19. Minute durch einen Kopfball von Kirill Bassauer nach einer Ecke von Simon Marnhold mit 0:1 in Führung.

Es dauerte bis zur Schlussphase der 1. Halbzeit ehe die Heessener besser in die Partie fanden und offensiv Akzente setzten. Einen schönen Doppelpass mit Haluk Metin schloss Neuzugang Tolga Köroglu mit einem platzierten Flachschuss zum 1:1-Ausgleich ab.

Nach dem Seitenwechsel kombinierte der SVE auf dem Platz am Dasbecker Weg flüssiger nach vorne, ließ den Ball besser in den eigenen Reihen laufen und brachte dadurch mehr Sicherheit ins eigene Spiel. So ließ die Führung auch nicht lange auf sich warten. Andre Chart stürmte über den linken Flügel nach vorne und bediente den einschussbereiten Haluk Metin, der sich die Chance zum 2:1 nicht entgehen ließ (50.). Nur sieben Minuten später erhöhten die Gastgeber auf 3:1. Haluk Metin kam aus stark abseitsverdächtiger Position über die linke Außenbahn nach vorne und passte quer zu Tolga Köroglu, der aus sieben Metern sicher zum 3:1 verwandelte.

Zwar verkürzte Sendenhorst durch einen direkt verwandelten Freistoß von Simon Marnhold auf 3:2 (63.), doch mit Glück und Geschick kassierten die Heessener keinen weiteren Treffer, denn Michael Schulte scheiterte für die SG mit seinem Schuss an der Latte (68.) und der eingewechselte Adrian Roskosch traf aus kürzester Distanz nur den Pfosten (77.).

„Die 2. Halbzeit war schon besser und wir haben unsere Tore schön herausgespielt. Es waren schon gute Ansätze zu sehen und wir haben den Ball besser laufen gelassen“, resümierte SVE-Trainer Eddy Chart. „Nach dem 3:2 haben wir allerdings nicht mehr aggressiv genug gespielt. Aber man sieht, dass wir noch experimentieren. Und da greifen noch nicht alle Rädchen ineinander.“

In den Schlussminuten hatte der SVE noch einige gute Möglichkeiten, um das Ergebnis zu erhöhen, doch die Konterchancen wurden nicht konzentriert und konsequent genug zu Ende gespielt.

Die nächste Chance zum Testen bietet sich den Heessenern bereits am Dienstag, wenn der RW Westönnen um 19.15 Uhr zu Gast ist. St

 

SVE Heessen: Tüten (46. Packheiser) – C. Chart, A. Buttermann, W. Buttermann, Wappler (46. Pra), Jasper (32. Burnic), Metin, Herfurth, A. Chart, Karaman, Köroglu (70. Uzun)

SG Sendenhorst: Hunder – Brandherm, Budt, Stellmach (46. Spanneberg), Marnhold, Hagedorn (46. Druzd), M. Werner (46. S. Werner), Schulte, S. Roskosch (63. Hommernik), Bassauer (63. A. Roskosch), Nordhoff (63. Rahin)

 

Bericht Steenbrede

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Haluk Metin schießt Heessen zum Sieg

SVE Heessen – TuS Sundern 2:0 (1:0)

Glücklicher Sieg in einem zerfahrenen Spiel gegen Sundern

 

HAMM In einer vorgezogenen Begegnung des 27. Spieltages besiegte der SVE Heessen vor 80 Zuschauern im Marienstadion in einem schwachen Landesligaspiel den TuS Sundern mit 2:0 (1:0).

„Ich habe heute drei positive Dinge gesehen“, äußerste sich SVE-Trainer Volker Messner, der erneut Eddy Chart an der Seitenlinie vertrat. „Wir haben gewonnen, drei Punkte eingefahren und Haluk Metin kann vielleicht noch Torschützenkönig werden.“

Vielleicht hätte die Partie gegen die abstiegsbedrohten Gäste aus dem Sauerland einen anderen Verlauf genommen, wenn Michael Schulte in der 8. Minute nach schönem Doppelpass mit Haluk Metin nicht freistehend an TuS-Torwart Sascha Zelder gescheitert wäre. So lieferten beide Mannschaften in einer tempoarmen Begegnung über weite Strecken nur Stückwerk ab. Der SVE Heessen fand durch viele leichte Abspielfehler nie in den Spielrhythmus, so dass echte Torchancen Mangelware waren. Aber auch der Tabellendreizehnte aus dem Sauerland tauchte nur bei Standardsituationen gefährlich vor dem Kasten von Cüneyt Tüten auf. Hierbei hinterließ die SVE-Defensive nicht immer den besten Eindruck, doch der Heessener Schlussmann erwies sich bei den wenigen Möglichkeiten der Sunderner als sicherer Rückhalt seines Teams.

Eine Einzelaktion von Haluk Metin brachte den SVE nach einer knappen halben Stunde dann mit 1:0 in Führung. Der quirlige Stürmer zog mit viel Drang zum Tor und schloss seinen Alleingang mit einem präzisen Flachschuss von der Strafraumgrenze ab (28.).

Der TuS Sundern kam mit mehr Schwung aus der Kabine und drängte mit viel Einsatz auf den Ausgleich. Nach einem Foul von Semir Burnic an Marco Pometti zögerte Schiedsrichter Oliver Topp keine Sekunde und entschied auf Strafstoß. Antonio Ascione konnte die Riesenchance zum Ausgleich jedoch nicht nutzen und scheiterte mit seinem hoch geschossenen Elfmeter am glänzend parierenden Cüneyt Tüten (50.).

Nach einer Stunde stellte SVE-Coach Volker Messner seine Mannschaft dann um und brachte mit Mustafa Sadouni für Semir Burnic einen frischen Stürmer. Dafür rückte Lars König vom Sturm zurück in die Viererkette. Trotzdem wurde das Spiel der Heessener dadurch nicht belebt. Auch die Räume, die sich nun zum Kontern boten, wurden nicht ausgenutzt. Entweder wurden die Gegenangriffe  nicht konzentriert und konsequent genug ausgespielt oder das Umschalten von Abwehr auf Angriff dauerte viel zu lange.

„Ich verstehe das nicht“, musste auch Volker Messner gestehen. „Wir bringen überhaupt keine Ruhe und Sicherheit in unsere Aktionen. Dabei haben wir mit oben und unten nichts zu tun und können ohne jeden Druck aufspielen.“

Für die Entscheidung zugunsten des SVE sorgte dann Haluk Metin in der Nachspielzeit mit seinem 15. Saisontreffer, als er einen Befreiungsschlag aufnahm und den Ball ins leere Tor der Gäste schieben konnte, weil TuS-Keeper Sascha Zelder bei einem Freistoß bis in den Heessener Strafraum aufgerückt war. St

 

SVE Heessen: Tüten – Herfurth, Pra, Burnic (60. Sadouni), König, Schulte, Metin, C. Chart (66. A. Gümüser), A. Chart, Karaman (87. Görgülü), Uysal

TuS Sundern: Zelder – Wolf, Schaff, Hunecke, Kozok, Veseli, Pometti, Geck (78. Vormweg), Pauli (75. Krasniqi), Schweda, Ascione

Zuschauer: 80

Tore: 1:0 Metin (28.), 2:0 Metin (90.+2)

Schiedsrichter: Oliver Topp (SV Büren)

Gelbe Karten: Burnic, König, Pra, Schulte – Ascione, Kozok, Wolf

Bericht Steenbrede

 

Derby zwischen dem SVE und dem SVA am Sonntag

03.12.2008 · HAMM Markige Sprüche? Sticheleien? Fehlanzeige. Dabei ist dieses Spiel geradezu prädestiniert für verbale Scharmützel. Doch im Vorfeld des Derbys in der Fußball-Landesliga zwischen dem SVE Heessen und dem SVA Bockum-Hövel am Sonntag (14.30 Uhr, Marienstadion) halten sich die Trainer merklich zurück. Als "besonderes Spiel" klassifizieren Eddy Chart (SVE) und sein Kollege Markus Matzelle (SVA) die Partie zwar, große Brisanz attestieren sie ihr aber nicht, loben stattdessen das jeweils andere Team. Der SVA habe "zuletzt aufhorchen lassen" (Chart), der SVE sei "gerade in besonderen Spielen zu sehr guten Leistungen fähig" (Matzelle). Und der Trainer des SVA fügt mit Blick auf das Verhältnis zwischen den Klubs hinzu: "Man ist ja nicht verfeindet."

"Wie auch? Der Coach der Bockum-Höveler war 20 Jahre lang bei den Heessenern tätig, kehrt am Sonntag erstmals als hauptverantwortlicher Trainer ins Marienstadion zurück. Sein Gegenüber ist dem Lokalrivalen auch eng verbunden, 13 Jahre leitete Chart - zuletzt mit Matzelle als Co-Trainer - die Geschicke des SVA. Und da sind ja auch noch die Spieler. Wanderungsbewegungen zwischen den beiden Klubs haben dazu geführt, dass zahlreiche Akteure bereits für den jeweils anderen Verein aktiv waren. Wobei SVA-Stürmer Steven Farchmin, der im Hinspiel fehlte, in der Sommerpause gleich zweimal unterwegs war, erst seinen Wechsel zum SVE verkündete, bevor er doch in Bockum-Hövel blieb. So ist es kein Wunder, dass die Partie letztlich bei nahezu allen Beteiligten "ein besonderes Kribbeln" (Matzelle) hervorruft.

Doch über allem steht die sportliche Komponente. Die beiden Nachbarn begegnen sich fast auf Augenhöhe. Drei Punkte Vorsprung haben die Heessener als Tabellensechster auf den SVA (8.). "Und dabei soll es mindestens bleiben", sagt Chart. Nicht nur, weil er nach dem 2:0 im Hinspiel zum zweiten Mal gegen den Neuling triumphieren möchte. Sondern vor allem, "weil die Mannschaft in der Pflicht ist, Wiedergutmachung für den vergangenen Sonntag zu leisten." Denn da hatte der SVE, der im Spiel zuvor noch Ligaprimus Weddinghofen bezwungen hatte, gegen Meschede verloren. "Der Mannschaft fehlt die Konstanz", so Chart. Was der Coach unter anderem mit den großen personellen Problemen im Defensivbereich, beispielsweise dem Ausfall Wolfram Buttermanns (Schädelriss), erklärt. Aber auch damit, dass "nicht jeder sein Potenzial abruft". Das soll sich am Sonntag ändern, Chart erwartet große Einsatzbereitschaft und taktische Disziplin. "Wir müssen uns mächtig steigern. Das wird ein heißer Tanz", sagt Chart, der den Aufwärtstrend seines Ex-Klubs registriert hat.

In der Tat: Zehn Punkte aus den vergangenen vier Partien, dazu 14 Treffer - Bockum-Hövel ist auch dank seiner Offensivqualitäten mit dem gefährlichen Zwei-Mann-Sturm Farchmin/Tolga Köroglu im gesicherten Mittelfeld angekommen. Doch geht es nach Matzelle, soll der Zwischenspurt noch nicht beendet sein. "Wir wollen unseren guten Lauf fortsetzen", sagt er, will aber vor allem das schwache Hinspiel vergessen machen: "Da haben wir versagt. Jetzt sind wir vielleicht nicht mehr so nervös und gehemmt wie damals, jetzt sind wir selbstbewusster." Und doch: Kampfansagen sind tabu. Zu einer solchen hatte sich Matzelle vor dem Hinspiel hinreißen lassen - und den Heessenern damit eine zusätzliche Motivationshilfe geliefert. fh

 

 

Ali Karaman entscheidet Nachbarschaftsderby

SVE Heessen – SpVg Beckum 2:1 (1:1)

Glücklicher Sieg für Heessen gegen die Spielvereinigung Beckum

 

HAMM Durch einen glücklichen 2:1 (1:1)-Heimspielerfolg im Nachbarschaftsderby gegen die Spielvereinigung Beckum hat sich der SVE Heessen endgültig in der Spitzengruppe der Fußball-Landesliga etabliert. „Warum sollen wir nicht auch mal das Glück auf unserer Seite haben“, zeigte sich SVE-Trainer Eddy Chart nach dem Abpfiff sichtlich erleichtert. „Es war heute mit Sicherheit kein gutes Spiel, aber wir haben gewonnen, weil die Mannschaft über 90 Minuten gut gearbeitet hat.“

Zu Spielbeginn zeigten beide Teams großen Ali Karaman entscheidet NachbarschaftsderbyRespekt voreinander und tasteten sich gegenseitig im Mittelfeld ab. Einen ersten verbalen Schlagabtausch lieferten sich nach einem Foul an SVE-Torwart Cüneyt Tüten (10.) die Trainer Eddy Chart und sein Beckumer Kollege Ralf Eikelmann an der Seitenlinie. Vielleicht waren es noch die Nachwehen des Fouls, das der in dieser Saison bislang so starke Heessener Schlussmann in der 25. Minute einen Freistoß von Sascha Seiler aus rund 30 Metern nicht zu fassen bekam und die Spielvereinigung so etwas überraschend mit 0:1 in Führung ging. Fünf Minuten zuvor hatte Haluk Metin die Führung für die Hausherren auf dem Fuß. Nachdem er das Leder von Roman Boßmeyer erobert hatte, scheiterte er jedoch an Beckums Torwart Alexander Dabrock.

Der SVE zeigte sich vom Rückstand aber nicht geschockt und schlug postwendend zurück, als es in der 29. Minute einen Freistoß vor dem Beckumer Tor gab. Ali Karaman legte sich den Ball zurecht und zirkelte ihn aus knapp 25 Metern unhaltbar in den Winkel. Trotz des schnellen Ausgleichs kamen die Heessener vor rund 200 Zuschauern im Marienstadion nicht richtig ins Spiel, standen zu weit von ihren Gegenspielern entfernt und ließen den Gast aus Beckum im Mittelfeld zu sehr Schalten und Walten. Trotzdem konnten die Gäste aus der optischen Überlegenheit kein Kapital schlagen. Die besseren Einschussmöglichkeiten hatte dagegen der SVE, doch Ali Karaman verfehlte nach einem Torwartfehler von Alexander Dabrock in arger Bedrängnis den leeren Kasten (41.).

Kurz nach der Halbzeitpause leitete der fleißige Michael Schulte mit einem öffnenden Pass einen schnellen Michael Schulte (links) leitete Konter ein.Konter ein. Ali Karaman stürmte über die rechte Seite vor und wollte eigentlich scharf nach innen zu Haluk Metin flanken, doch Beckums Verteidiger Roman Boßmeyer fälschte den Ball zum 2:1 ins eigene Tor ab (48.). Im Anschluss drängte Beckum auf den Ausgleich, doch nun zeigte Heessens Torwart Cüneyt Tüten mit einigen starken Paraden sein wahres Gesicht. Zunächst wehrte er einen Schuss von Michael Lade ab (55.), danach einen Kopfball von Hazim Ergun (72.). Eddy Chart hoffte an der Seitenlinie, dass seineTorwart Cüneyt Tüten zeigte mit einigen starken Paraden sein wahres Gesicht. Mannschaft zu Konterchancen kam, doch Haluk Metin vergab in der 75. Minute die einzige Chance zur vorzeitigen Entscheidung.

Großes Glück hatten die Heessener dann in der 89. Spielminute, als der eingewechselte Michael Müller frei im Fünfmeterraum des SVE auftauchte und den Ball an die Unterkante der Latte köpfte. Die Beckumer protestierten und wollten das Leder hinter der Linie gesehen haben, doch der Unparteiische Markus Westhoff schloss sich dieser Meinung nicht an. St

 

SVE Heessen: Tüten – Gümüser, A. Buttermann (66. Herfurth), W. Buttermann, König, Schulte, Ahlke, C. Chart, A. Chart (84. Üsal), Karaman, Metin (90. Burnic)

SpVg Beckum: Dabrock – von Stephaudt, Boßmeyer, Avcil (66. B. Lade), Ergun, Seiler, Kahyaoglu (57. Müller), M. Lade, Ufuk, Hassa (57. Collak), Jusufi

Zuschauer: 200

Tore: 0:1 Seiler (25.), 1:1 Karaman (29.), 2:1 Karaman (48.)

Schiedsrichter: Markus Westhoff (SV Spexard)

Gelbe Karten: Ahlke, A. Buttermann, Schulte – Boßmeyer, Ufuk

Bericht Steenbrede

 

Eddy Chart: „Spiel auf Messers Schneide“

SVE Heessen – SC Neheim 1:1 (0:1)

Leistungsgerechtes Remis zwischen

SVE Heessen und SC Neheim

 

HAMM Der SVE Heessen bleibt in der Fußball-Landesliga weiter in der Erfolgsspur. Auch wenn es gegen den Aufstiegsaspiranten SC Neheim nur zu einem 1:1 (0:1) reichte, zeigten beide Mannschaften vor rund 100 Zuschauern im Marienstadion eine tolles Fußballspiel und ein enormes Tempo über die gesamte Spielzeit.

So war auch SVE-Trainer Eddy Chart nach der Partie zufrieden: „Natürlich hätten wir hier gerne gewonnen, aber man muss auch die Leistung des Gegners anerkennen. Dann muss man sich auch mal mit einem Unentschieden begnügen.“

Die Heessener starteten gut in die Begegnung und gaben bereits in der 2. Minute durch Christian Chart einen ersten Warnschuss auf den Kasten von Gregor Konerski ab. Beide Teams zeigten große Laufbereitschaft und gingen aggressiv in die Zweikämpfe, so dass sich das Geschehen weitestgehend im Mittelfeld abspielte. Es kostete viel Aufwand, einen Raumgewinn zu erzielen oder sich Torchancen herauszuarbeiten, weil beide Abwehrreihen äußerst diszipliniert agierten und gut geordnet standen.überzeugte besonders Wolfram Buttermann, der fast keinen Zweikampf verlor. Beim SVE überzeugte besonders Wolfram Buttermann, der fast keinen Zweikampf verlor. In der Offensive hatte es Haluk Metin dagegen schwer. Der quirlige Stürmer zeigte sich sehr engagiert und behauptete viele Bälle, doch zu oft fehlte ihm die notwendige Unterstützung aus dem Mittelfeld. Daher hatte Heessen auch seine zweite Möglichkeit nach einem Distanzschuss von Lars König (23.).

Die Gäste aus Neheim kamen erstmals in der 37. Minute gefährlich vor das Heessener Tor und gingen prompt mit 0:1 in Führung. Als der Ball nicht aus dem Gefahrenbereich herausgeschlagen wurde, stand Kai Oberreuther goldrichtig und vollendete mit einem satten Schuss aus zwölf Metern. SVE-Keeper Cüneyt Tüten, der kurz zuvor den ersten Schuss von Evren Korka noch glänzend pariert hatte, war beim Nachschuss von Oberreuther jedoch machtlos.

Nach dem Seitenwechsel setzten beide Mannschaften weiterhin auf Offensive, doch in der 57. Minute war das Glück des Tüchtigen auf der Seite des SVE Heessen. Nach einer Ecke herrschte allgemeine Verwirrung im Neheimer Strafraum. Haluk Metins platzierten Kopfball konnte SC-Torwart Gregor nur abklatschen lassen und Ansgar Buttermann köpfte locker zum 1:1 ein.

„Wir haben gut mitgespielt, ansehnliche Kombinationen gezeigt, uns Torchancen herausgearbeitet und sind über 90 Minuten ein hohes Tempo gegangen“, war Eddy Chart stolz auf seine Spieler, die nach dem Ausgleich auf Sieg spielten. Doch auch der SC Neheim wollte sich mit einem Zähler nicht zufrieden geben und hatte in der 88. Minute die beste Einschussmöglichkeit der gesamten Partie. Florian Schuberth wurde an der Strafraumgrenze angespielt, stürmte frei auf das Tor von Cüneyt Tüten zu, doch der Heessener Schlussmann rettete seiner Mannschaft mit einer glänzenden Fußabwehr den verdienten Punktgewinn.

„Das war ein Spiel auf Messers Schneide, voller Spannung. Wer in den letzten zehn Minuten das Tor schießt, der hätte das Spiel auch gewonnen“, sagte Eddy Chart. „Trotzdem sind wir nicht unzufrieden. Das Unentschieden geht in Ordnung.“ St

 

SVE Heessen: Tüten – Gümüser, A. Buttermann (74. A. Chart), W. Buttermann, König, Schulte, Metin, C. Chart (86. Michalski), Herfurth, Karaman, Burnic (56. Uysal)

SC Neheim: Konerski – Hommer, Morowietz, Voß (32. S. Grüterich), Korka, Kente, Oberreuther (83. Bitis), Kiziltepe, Slawig, C. Grüterich, Schuberth

Zuschauer: 100

Tore: 0:1 Oberreuther (37.), 1:1 A. Buttermann (57.)

Schiedsrichter: Lisa Kunze (SuS Günne)

Gelbe Karten: Herfurth – Korka, Kiziltepe

Bericht Steenbrede

 

Ganz vorne mit dabei

FUSSBALL Heessen und Rhynern II nach vier Spielen in der Spitzengruppe - Dambrowsky froh über zehn Punkte - Für Chart ist es zu früh für eine Prognose  

09.09.2008 • HAMM Nach vier Spieltagen zeichnet sich in der Fußball-Landesliga eine erste Tendenz ab - und zwei Hammer Teams stehen in der Tabelle mit in der Spitzengruppe. Der SVE Heessen hat am Wochenende in Marienloh seinen dritten Saisonsieg eingefahren und schob sich damit auf den vierten Platz vor. Einen Zähler besser und punktgleich mit Tabellenführer Hövelhofer SV liegt die zweite Mannschaft des SV Westfalia Rhynern.

Auf diesen Rang katapultierte Daniel Diers die Mannschaft von Alf Dambrowsky mit seinem 3:2-Siegtreffer gegen die Spielvereinigung aus Beckum in der Nachspielzeit, wenngleich seine Mitspieler durch ihren unermüdlichen Einsatz sicherlich auch ihren Anteil dazu beitrugen, die Partie noch zu drehen. Nach dem verdienten Sieg war der Jubel entsprechend groß. "Vielleicht sind wir ja sogar Tabellenführer", liebäugelte Dambrowsky unmittelbar nach dem Abpfiff mit der Übernahme der Tabellenspitze. Diese verhinderte allerdings das 1:1-Unentschieden in Hövelhof zwischen dem gastgebenden Sportverein und Rot-Weiß Mastholte. Ausschlaggebend für die gute Stimmung am Papenloh wäre das aber auch nicht unbedingt: "Mit den zehn Punkten können wir erst einmal gut leben." Er hatte vor der Saison nicht unbedingt damit gerechnet, wieder vorne mitzuspielen. Denn in Rhynern waren Mannschaft und Trainer vor der Spielzeit davon ausgegangen, dass das zweite Jahr in der Landesliga ungleich schwerer werden würde als das abgelaufene. Die Erfolge gegen Meschede (3:0) und Beckum (3:2) sowie in Borchen (2:0) sprechen eine ebenso deutliche Sprache wie das 1:1 in 82-minütiger Unterzahl beim SVA Bockum-Hövel, die da sagt: Mit Rhynern ist auch in dieser Saison oben zu rechnen. Von daher sind Spieler und Umfeld in Rhynern mit dem Start sehr zufrieden.

Das ist auch Eddy Chart. Der Trainer des SVE Heessen will aber beim besten Willen noch nicht über die gute Tabellensituation reden. "Der Start ist natürlich sehr zufrieden stellend, aber die Saison ist gerade einmal vier Spiele alt. Da kann man noch gar nichts sagen." Dennoch, eines muss er einräumen: "Für uns läuft es bislang ganz gut, abgesehen von der Begegnung in Warburg, wo wir zu viele Chancen ausgelassen haben." Das 0:3 dort war die bislang einzige Niederlage für den SVE, dagegen stehen drei Siege in Bockum-Hövel (2:0), gegen Oestinghausen (2:1) und in Marienloh (2:1) zu Buche. Eine Ausbeute, die nach der Vorbereitung nicht unbedingt zu erwarten war. Viele Ausfälle, viel Pleiten gab es da.

"Wir haben viel experimentieren müssen und wollten viel ausprobieren", berichtet Chart. Außerdem fehlten die Stürmer Haluk Metin und Mustafa Saadoumi über weite Strecken. Heessen bestätigte einmal mehr: Die Vorbereitung sagt nichts über das Leistungsvermögen in der Saison aus: "Wir haben zugesehen, dass die Mannschaft auf den Punkt fit ist."

Das gelang auch dem SC Neheim, ebenfalls neben Hövelhof, Rhynern und Mastholte die einzige ungeschlagene Mannschaft. Der steht für Chart neben Weddinghofen auch nicht unbedingt unerwartet im oberen Tabellendrittel. Mit dieser Mannschaft gibt es am kommenden Samstag schon das erste Kräftemessen (16 Uhr). Zum ersten Duell der beiden Hammer Vereine kommt es am 19. Oktober am Papenloh in Rhynern. tom

 

Echter Härtetest für Heessen

SVE Heessen – Ahlener SG 4:4 (2:2)

A-Kreisligist Ahlener SG überzeugt im Testspiel

 

HAMM Licht und Schatten zeigte der SVE Heessen beim 4:4 (2:2)-Unentschieden im Testspiel gegen die Ahlener SG. Besonders mit der ersten Halbzeit war SVE-Trainer Eddy Chart nicht zufrieden: „Da habe ich mich gefragt, wer hier eigentlich in der Landesliga spielt. Wir haben nicht frühzeitig und energisch genug angegriffen, haben zu viele Torchancen zugelassen und standen viel zu weit von den Gegenspielern entfernt.“

Zwar gingen die Heessener in der 16. Minute durch Ali Karaman nach schöner Vorarbeit von Bernd Ahlke mit 1:0 in Führung, doch durch ihren Offensivdrang vernachlässigten die Hausherren ihre Defensivaufgaben und hatten vor allem beim Umschalten von Angriff auf Abwehr große Probleme. Eine dieser Schwächen nutzte der A-Kreisligist in der 35. Minute durch eine Einzelaktion von Kevin von der Berg aus, der mit einem satten Distanzschuss das 1:1 markierte. Nach zwei Freistoßtreffern ging es mit einem 2:2 in die Halbzeit. Zunächst ließ erneut Kevin von der Berg Cüneyt Tüten im Heessener Tor keine Abwehrchance (41.). Auf der anderen Seite war es der auffällige Ali Karaman, der Dominik Schramm aus 18 Metern überwand (45.).

Nach dem Seitenwechsel wurde der SVE mit zunehmender Spielzeit stärker und arbeitete sich zahlreiche Chancen heraus. Eine davon nutzte Wolfram Buttermann, als er nach einer Ecke von Alex Gümüser den Ball in den Winkel köpfte (60.). „Wir haben in der zweiten Halbzeit das Heft in die Hand genommen und sind stärker aufgekommen, auch weil bei Ahlen langsam die Kräfte nachließen“, analysierte Eddy Chart. „Trotzdem dürfen wir hier nicht vier Tore kassieren. Und im Angriff müssen wir mindesten drei bis vier Treffer mehr erzielen.“

Damit sprach der Heessener Trainer die individuellen Fehler in der Heessener Hintermannschaft an, durch die der Gast aus Ahlen immer wieder ins Spiel zurückfand. So zog Aydini Aydin in der 74. Minute aus gut 25 Metern ab und überraschte damit den eingewechselten Hendrik Gümüser im Heessener Tor. Zwar gelang Ali Karaman nach einem von Michael Schulte eingeleiteten Konter postwendend die 4:3-Führung (75.), doch die Ahlener SG schlug fünf Minuten vor dem Schlusspfiff noch einmal zurück. Nach einem hoch in den Strafraum geschlagenen Freistoß griff Hendrik Gümüser am Ball vorbei, so dass Stefan Wittmann das Leder locker zum 4:4 ins leere Tor einschießen konnte. Der Siegtreffer gelang den Heessenern nicht mehr, denn kurz vor dem Ende verzog Michael Schulte nach einem schön vorgetragenen Konter. St

 

SVE Heessen: Tüten (46. H. Gümüser) – Chojka, Adrian (46. A. Gümüser), Pra, W. Buttermann, Burnic, Schulte, Ahlke (61. E. Tozlu), C. Chart (61. Michalski), A. Chart (46. Heimbring), Karaman, Metin

 

 

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