Spielbericht (e) und Bilder

 

       Boris Baur


Saison 2012/13


                                       Favorit siegt im Derby

                Yunus Emre HSV -- SVE Heessen III 3:0 (0:0)


Der Favorit hat das Heessener Derby für sich entschieden. Trotz einer guten kämpferischen Leistung unterlag die dritte SVE-Mannschaft dem Tabellenzweiten Yunus Emre mit 3:0, weil die Gäste auf der seifigen Asche am Schloß die entscheidenden Fehler vor den Gegentoren machten.
In der ersten Halbzeit hielt der SVE den Lokalrivalen mit viel Einsatz vom eigenen Tor weg. Lediglich ungefährliche Distanzschüsse flogen auf den Kasten von Kevin Wolfertz. Die Mannschaft von Trainer-Libero Patty Bauer tauchte allerdings auch nur nach zwei Standardsituationen im Strafraum des Gegners auf.
Nach einem Missverständnis zwischen Wolfertz und Dirk Reichstein, bei dem der Keeper den Ball nicht mehr ordentlich klären konnte, gingen die Hausherren per Abstauber in Führung (55.). Acht Minuten später verlor der SVE das Leder in der Vorwärtsbewegung, und hinten war Bodo Brinkötter gegen seinen Gegenspieler machtlos.
Die Gäste hatten nun ebenfalls ihre Chancen. Allerdings traf Norman Schulte nach Pässen von Dennis Eiber zweimal im Strafraum den Ball nicht richtig und beförderte das Spielgerät über die Latte. Eiber selbst schoss aus der Distanz vorbei.
In den Nachspielzeit wehrte der eingewechselte Torhüter Tobias Pilgrimm zunächst einen Yunus-Schuss gut ab. Doch der Ball landete erneut beim Gegner, und beim zweiten Versuch war der aus seinem Tor geeilte Schlussmann machtlos.

Dreimal Aluminium

SVE Heessen III – Birlik SC Herringen 0:0

Als Außenseiter war die dritte SVE-Mannschaft ins Spiel gegen Birlik gegangen. Am Ende konnten die Gäste, die sich im Vergleich zu den Vorjahren erheblich verbessert haben, mit dem Punkt zufrieden sein, denn gleich dreimal stand den Heessenern die Latte auf dem Weg zum Tor entgegen.

Zunächst fanden die Herringer aber besser in die Partie, Torwart Kevin Wolfertz reagierte glänzend bei einem allein vor ihm auftauchenden Birliker. Ein Schuss von der Strafraumgrenze flog knapp vorbei. Doch die Heessener rappelten sich auf, hielten kämpferisch dagegen, und schafften es so auch, das Spielgeschehen an sich zu reißen.

Die schnellen Andreas Sendek und Mike Müller sorgten als Erste für Unordnung bei den Gästen, Pech hatte Dennis Eiber mit einem Freistoß aus 30 Metern, der auf der Latte landete. Überhaupt war der SVE bei Standards gefährlich. Patti Bauer köpfte aus guter Position vorbei, Dirk Reichstein schnippelte eine flache Hereingabe an die Unterkante der Latte. Bei den Angriffen aus dem Spiel fehlte der letzte Pass, um zu einer hundertprozentigen Torchance zu kommen. Den Herringern boten sich zwar Räume, doch die SVE-Defensive stopfte die Löcher mit Einsatz und Geschick.

Die Hausherren knüpften nach dem Wiederanpfiff mit etwas Verzögerung an ihre starke Leistung an. Birlik gelang es aber nicht, aus der anfänglichen Unordnung Kapital zu schlagen. Dann war der SVE wieder voll da. Und erneut waren es Ecken, die für die größten Aufreger sorgten. Erst verlängerte Reichstein den Ball am kurzen Pfosten, doch Birlik klärte auf der Linie, dann klatschte der BSC-Keeper seinen Versuch nur ab, den Nachschuss aus elf Metern beförderte Bauer übers Tor.

Während die Gäste keine echte Chance mehr hatten, haderte Eiber zum wiederholten Male mit der Latte. Und auch Bauer hatte bei seinen Kopfbällen weiter kein Glück. Die letzte Möglichkeit besaß dann Haris Benic, der nach einem Freistoß aus sechs Metern drüber köpfte. So blieb es beim 0:0, das den Heessenern im Abstiegskampf zwar kaum weiterhilft, aber Mut für die letzten Spiele des Jahres machen sollte.


Nicht mit Ruhm bekleckert

FC Pelkum III – SVE Heessen III 1:3 (0:1)

Vor dem Spiel gegen den Tabellenletzten waren die Heessener guter Dinge. Endlich wollte man mal viele Tore schießen. Doch dass dazu auch eine konzentrierte Leistung gehört, musste die dritte SVE-Mannschaft beim glücklichen 3:1-Erfolg über Pelkum beinahe schmerzhaft erfahren.

Dabei ging es so gut los. Bereits in der ersten Minute spielte Dennis Eiber einen langen Ball auf Haris Benic, der aus spitzem Winkel das 1:0 erzielte. Doch danach verstrickte sich der SVE in Einzelaktionen und machte den FCP mit zahllosen einfachen Ballverlusten stark. Torwart Kevin Wolfertz und Verteidiger Bodo Brinkötter vereitelte in Halbzeit eins bei zwei Großchancen der Pelkumer den Ausgleich.

Nach dem Wechsel vergingen erneut nur wenige Sekunden, und die Heessener erhöhten auf 2:0. Bei einem Abstoß von Wolfertz standen sich der FCP-Keeper und sein Abwehrmann im Weg, Eiber sagte Dankeschön und netzte ein. Allerding gab auch das zweite Tor den Gästen keine Sicherheit. Im Gegenteil: Wolfertz musste einen weiteren Schuss mit einer Glanztat entschärfen, Haris Benic klärte auf der Linie. Doch dann war es soweit, als sich Brinkötter und Libero Bauer behinderten, brauchte der Pelkumer Stürmer nur einschieben (63.). Jetzt ging das Zittern los. Der eingewechselte Ingo Philippi spitzelte im letzten Moment den Ball weg, weil die Heessener in der Rückwärtsbewegung schludrig agierten.

Erst in der 82. Minute sorgte Haris Benic mit einem Alleingang über links für die endgültige Entscheidung. „Mit dem Spiel bin ich nicht zufrieden, mit den drei Punkten schon“, meinte Trainer Patrick Bauer.


Chance zu spät gewittert

SVE Heessen III – BV 09 Hamm 0:1

Der Tabellenzweite war zu Gast im Marienstadion, und die Spieler der dritten SVE-Mannschaft hatten sich das Klassement wohl zu genau angeguckt. Denn anstatt dem BVH von Beginn an auf dem Zahn zu fühlen, erstarten die Heessener zu lange in Ehrfurcht. Die 0:1-Niederlage war, obwohl der Treffer für die Nordener erst spät fiel, vermeidbar.

In der ersten Halbzeit ließen die Gastgeber dem Gegner im Mittelfeld zu viel Raum. Die ehemaligen Heessener Landesliga-Spieler Mustafa und Samir Saddouni kamen zwar nicht wirklich zur Entfaltung, dennoch hätten die 09er führen müssen. Zweimal stand der aufmerksame SVE-Keeper Christian Sand im Weg, einmal verstolperte ein Nordener fahrlässig frei vor dem Tor.

Nach einer Stunde musste Libero Patrick Bauer zum zweiten Mal ein taktisches Foul begehen. Gelb-Rot für den Spielertrainer. Der BVH nutzte die Überzahl und ging zehn Minuten später in Führung. Dennis Eiber hatte einen Schuss unglücklich abgefälscht und Sand  auf dem falschen Fuß erwischt.

Doch plötzlich waren die Heessener voll da. Sie setzten den Gegner unter Druck und zwangen ihn zu Fehlern. In der Schlussminute rückte selbst Sand bei einer Ecke auf, doch sein Kopfball wurde abgewehrt.


Späte Erlösung

SC Arminia Hamm II – SVE Heessen III 0:1 (0:0)

Es lief die 89. Minute am Birkenfeld, wieder einmal rollte ein Angriff des SVE auf das Tor der Gastgeber zu. Ein letztes Mal passte Norman Schulte raus auf Haris Benic. Der flankte in die Mitte und fand den Kopf von Markus Kemper, der eiskalt einnickte. Es war der Siegtreffer, mit dem Kemper sein Team für eine couragierte Vorstellung spät erlöste.

Dabei hätten es die Heessener einfacher haben können, denn schon nach 30 Sekunden besaß Kevin Wolfertz eine tausendprozentige Chance, als ihm der Arminen-Keeper direkt den Ball zu spielte, Wolfertz aber seinen Schuss nicht im Tor unterbrachte.

Diese Gelegenheit war der Auftakt für einen 90-minütigen Sturmlauf des SVE, der durch Kempers Treffer belohnt wurde. Besonders in der Anfangsphase setzte der Gast den SC früh unter Druck. Angriff auf Angriff rollte aufs Tor der Hausherren, die vor allem läuferisch unterlegen waren. So kombinierte sich der SVE nach vorne und kam durch Solos nach vorne. Doch die Heessener brachten den letzten Pass nicht an oder schossen zu unplatziert ab. Die Gastgeber befreiten sich ab Mitte der ersten Hälfte zumindest leicht aus der Umklammerung, hielten sich zumindest zwischenzeitlich in der Eintracht-Hälfte auf. Doch auch die SVE-Abwehr war an diesem Tag Herr der Lage.

In der zweiten Halbzeit landete eine verunglückte Flanke der Hausherren auf der Latte. Das war es an Offensivaktionen der Arminen. Die Heessener machten unbeirrt weiter. Wolfertz und der zur Pause eingewechselte Kemper vergaben kurz nach dem Wechsel die größten Möglichkeiten, als sie frei vor dem Tor am SC-Keeper scheiterten. Haris Benic, Wolfertz per Kopf und Schulte aus der zweiten Reihe fehlte jeweils das Schussglück, ehe das goldene Tor doch noch fiel. Ein Freistoß für die Gastgeber, den der SVE souverän abwehrte, dann war der Sieg perfekt.

SVE III: Sand – Bauer – Brinkötter, Luebke – Gerling, Kromrei, Schulte, Baur (46. Kemper) – Eiber (63. T. Benic) – H- Benic, Wolfertz (92. Philippi)


Spitzenreiter zu stark

SVE Heessen III – TuS Lohauserholz IV 1:4 (1:2)

Zahlreiche Ausfälle, dazu den Spitzenreiter zu Gast – die Voraussetzungen für die dritte Mannschaft des SVE waren alles andere als gut. Am Ende reichte es auch nicht für einen Punktgewinn, weil die Heessener dumme Gegentore kassierten. Kämpferisch ließ sich dem Team des abwesenden Trainers Patty Bauer aber lange nichts vorwerfen.

Die Hölzkener übernahmen von Beginn an die Kontrolle auf dem Feld. Doch der SVE stand sicher. So half den Gästen eine Standardsituation. Bei einer flach hereingebrachten Ecke waren die TuSler entschlossener und drückten den Ball am langen Pfosten über die Linie (10.). Die Partie blieb anschließend ohne viele Höhepunkte, auch weil Lohauserholz den letzten Pass in aussichtsreichen Positionen nicht an den Mann brachte.

Die Heessener kamen gegen die gut organisierten Gäste nur durch Einzelaktionen in Tornähe. Und obwohl Lohauserholz das größere Team stellte, war der TuS bei Freistößen verwundbar. So legte Kevin Wolfertz per Kopf quer zu Boris Baur, der in Rücklage den Ball an der Fünf-Meter-Linie verfehlte. Auch dem Ausgleich ging ein Standard voraus. Einen Freistoß fast von der Mittellinie durch Thomas Kosian ließ der TuS-Keeper fallen, Wolfertz schaltete am schnellsten und markierte das 1:1 (31.).

Doch auch der bis dahin (und später ebenfalls) aufmerksame SVE-Schlussmann Christian Sand leistete sich einen Fauxpas. Nach einem fraglichen Freistoßpfiff schlug der flach geschossene Ball aus 19 Metern in der Torwartecke ein (37.).

Heessen hatte zu diesem Zeitpunkt schon Marvin Gerling verletzt verloren, in der Pause folgte Taib Benic und kurz nach dem Wechsel war auch das Comeback von Freddy Oppotsch wieder beendet. Nicht zuletzt deshalb blieb Lohauserholz überlegen. Und hatte das nötige Glück bei den Toren. Erst verlängerte Philippi einen Freistoß unhaltbar ins eigene Netz (62.). Aus dem direkten Wiederanstoß resultierte das 1:4, als ein zu kurzer Pass von Kosian zu einer Einladung zum Treffer wurde.

Heessen hatte nun nichts mehr zuzusetzen. Die Gäste besaßen noch einige Chancen, entweder verfehlten sie aber das Tor knapp oder die SVE-Defensive klärte in höchster Not. Auf der anderen Seite hatte Wolfertz das zweite Tor auf dem Fuß, traf aber nur das Außennetz.

SVE: Sand – Kosian – Brinkötter, Luebke – Gerling (22. Eiber), Oppotsch (54. Philippi), Ataman, Baur – T. Benic (46. Schulte)  – Wolfertz, H. Benic


                                           Ausgekontert

                     SVE Heessen III - Hammer SC 08 III 3:4 (2:3)


Mehr vom Spiel, mehr Chancen und die größere Fitness haben der dritten SVE-Mannschaft nicht gereicht, um die Partie gegen den HSC siegreich zu gestalten. Die Gäste waren auf dem Kunstrasen im Marienstadion einfach effektiver. Sie ließen die Heessener spielen und konterten eiskalt.
Der SVE legte von Beginn an den Vorwärtsgang an. Besonders Markus Kemper schuf mit seinen Sololäufen über links immer wieder Lücken. Doch außer ein paar Ecken und Distanzschüssen sprang nicht Zählbares heraus. Der HSC zeigte sich erstmals nach 17 Minuten vor dem Tor des Gastgebers und war gleich erfolgreich. Als Dennis Eiber die linke Heessener Seite entblößte, kam der Gast mit zwei einfachen Pässen in den Strafraum, von wo der HSC-Stürmer keine Chance hatte, zu vollstrecken. Acht Minuten später fand Kemper mit einem präzisen Flanke den mittlerweile ins zentrale Mittelfeld beorderten Eiber, der per Kopf egalisierte. Nur wenig später landete eine verunglückte Flanke vom nun deutlich besser im Spiel befindlichen Eiber unter gütiger Mithilfe des Gästekeepers den Weg ins Tor.
Doch der HSC ließ sich nicht beirren, und als SVE-Schlussmann Kevin Wolfertz zu weit vor seinem Tor stand, führte ein Lupfer zum Ausgleich. Wolfertz bekam nur noch die Fingerspitzen an den Ball. Damit nicht genug: Wenige Minuten vor der Pause kam der Torwart im Strafraum zu spät und holte den Gegner von den Beinen. Beim Elfmeter war er chancenlos. Ärgerlich für die Heessener, denen der Schiedsrichter im Verlauf der ersten Hälfte drei zwar nicht zwingende, aber doch mögliche Strafstöße verwehrt hatte.
Nach dem Wechsel das gleiche Bild: Heessen spielbestimmend und mit einigen Chancen, doch letztlich ohne Durchsetzungsvermögen. So verzogen Eiber, Kromrei, Sendek, Brinkötter, Kemper und der eingewechselte Haris Benic aus guten Positionen. Westtünnen konterte, wurde zwar mehrfach von Brinkötter und Wolfertz gestoppt, brachte aber in der 70. Minute den Ball über die Linie. Dem SVE blieb nur der Anschlusstreffer durch Andreas Sendek nach Vorlage von Eiber (80.). Kurz vor Schluss sah der erst wenige Minuten zuvor für den verletzten Ingo Philippi in die Partie gekommene Tobias Pilgrimm wegen groben Foulspiels die Rote Karte (88.).

SVE III: Wolfertz -- Bauer - Philippi (81. Pilgrimm), Brinkötter - Gerling, Kromrei, Kosian (65. T. Benic), Eiber -- Sendek -- Kemper, Knicker (55. H. Benic)


Farbenspiel

TuS Uentrop III – SVE Heessen III 1:2 (1:1)

Nach dem 0:6-Debakel gegen Bockum waren die Heessener auf Wiedergutmachung aus, doch im Giesendahl war dazu mehr Arbeit als erwartet nötig, zumal die Heessener Rumpftruppe nicht nur mit dem Gegner zu kämpfen hatte. Am Ende stand ein 2:1-Sieg und drei wichtige Punkte auf der Habenseite.

Es ging nicht gut los für die Heessener. In der sechsten Minute verursachte Henning Wittler einen Foulelfmeter, den Uentrop zur Führung nutzte. Ein gebrauchter Tag für Wittler, der sich nur fünf Minuten darauf, verletzte und lange ausfällt.

Der SVE steckte den Rückstand weg und kam durch Sebastian Krothoff zum, Ausgleich, der einen Querpass von Marvin Gerling im Netz unterbrachte (25.). Kurz darauf setzte Dirk Reichstein einen Freistoß aus 18 Meter an die Latte.

Direkt nach dem Wechsel markierte Krothoff das 2:1. Thomas Kosian hatte sich zuvor den Ball erkämpft, den Ball zu Dennis Eiber gespielt, der den Stürmer bediente (47.). Eine Viertelstunde vor Schluss musste der Torjäger verletzt vom Feld. Da die Heessener keinen Ersatzmann mehr auf der Bank hatten, agierte der SVE fortan in Unterzahl. Zumindest für fünf Minuten, dann sah ein Uentroper wegen eines groben Foulspiels an Daniel Kromrei die Rote Karte. Ihm folgte Reichstein ebenfalls aufgrund eines Fouls in der 89. Minute. Tore fielen nicht mehr, so dass der Heessener Erfolg perfekt war. 

SVE III: Kemper – Bauer – Philippi (36. T. Benic), Brinkötter – Gerling, Kosian, Kromrei, Wittler (12. Knicker), Reichstein – Krothoff


Im Dutzend

Sportfreunde Bockum III – SVE Heessen III 6:0

In einem Testspiel im Vorfeld der Saison hatte der SVE die Sportfreunde noch besiegt, in der Meisterschaft erlebten die Heessener nun ein kleines Debakel und gingen mit 0:6 unter.

Die Gäste gerieten früh in Rückstand, nachdem Marvin Gerling einen Strafstoß verursachte, und Bockum den Elfer sicher verwandelte (5.). Die Sportfreunde erhöhten mit einem Aufsetzer auf 2:0 (18.). Sechs Minuten später musste Torwart Kevin Wolfertz nach einem schweren Foul an ihm verletzt ausgewechselt werden. Markus Kemper übernahm den Posten.

Die Heessener ließen nun die Einstellung vermissen und kassierten bis zur Pause noch drei weitere Gegentreffer (38., 40., 43.). Immerhin hielten sie sich in der zweiten Halbzeit lange schadlos, bis die Bockumer in der 80. Minute einen Freistoß direkt verwandelten. Zwei Minuten später kassierte ein gefrusteter Spielertrainer Patrick Bauer wegen wiederholten Foulspiels die zweite Gelbe Karte.

SVE III: Wolfertz (24. Kemper) – Bauer – Brinkötter, Luebke – Gerling, Oppotsch (65. Kosian), Wittler, Sendek – Reichstein – Pilgrimm (46. Polte), Eiber


                                     Niedergekämpft

SVE Heessen III - VfL Mark III 1:0 (0:0)
Die dritte SVE-Mannschaft scheint so langsam in die Spur zu finden. Gegen den VfL Mark feierte das Team von Spielertrainer den zweiten Erfolg in Folge -- und zur Freude des Libero stand dabei erstmals in dieser Saison die Null.
Die Heessener hatten diesmal allerdings eine Menge Glück, dass die Marker nicht schon vor der Halbzeit uneinholbar davonzogen. Denn der VfL stellte das spielerisch bessere Team hatte einige gute Chancen, während der SVE zumindest kämpferisch voll dagegenhielt. So rettete Bauer einmal in höchster Not, scheiterte ein Gästestürmer allein vor Keeper Asmir Bajric kläglich und schob das Leder vorbei. Darüber hinaus köpfte ein Marker nach einer Ecke nur knapp über die Latte. Und nach einer weiteren Ecke blockten Bauer und Brinkötter die aussichtsreichen Nachschüsse des Gegners ab.
Der Gastgeber verzeichnetete Versuche aus der Distanz von Dirk Reichstein und Dennis Eiber. Sascha Polte verfehlte das Tor mit einem Kopfball und Henning Wittler traf nach einer Ecke das Außennetz.
Doch immerhin wurde die Angriffswellen des VfL mit zunehmender Spielzeit flacher. Der SVE befreite sich allmählich und erzielte in der 78. Minute den Treffer des Tages. Reichstein hatte Eiber auf der rechten Seite bedient, dessen Hereingabe beförderte Andreas Sendek aufs Tor. Marks Schlussmann parierte zwar, doch Eiber setzte -- symptomatisch für die Vorstellung der Heessener -- beherzt nach und drückte das Leder über die Linie.
In der Nachspielzeit vergab Polte völlig frei vor dem Marker Tor die tausendprozentige Gelegenheit zur Entscheidung, rächten sollte sich das jedoch nicht mehr.

SVE 3: Bajric - Bauer - Brinkötter, Wittler (80. Philippi) - Gerling (68. Pilgrimm), Oppotsch, Kromrei (60. Kosian), Sendek -- Reichstein -- Polte, Eiber

                                     Den Bock umgestoßen

                       TSC Hamm III -- SVE Heessen III 2:3 (1:1)


Die Erleichterung war groß im Lager der dritten Mannschaft des SVE. Dank einer tollen Moral und mit einer enormen Portion Kampfgeist drehten die Heessener in der Schlussphase die Partie beim TSC III und feierten im vierten Anlauf den ersten Saisonsieg. "Wir haben den Bock umgestoßen", freute sich Spielertrainer Patrick Bauer.
Wie beinahe immer wenn es ins Unionstadion geht, trat der SVE nur mit einer Notelf an. Und die lag schon nach neun Minuten zurück. Sebastian Lübke hatte an der Strafraumgrenze das Duell mit seinem Gegner verloren, und der ließ Kevin Wolfertz im Tor keine Chance.
Nach drei Niederlagen in Serie agierten die Heessener ängstlich, ab Höhe der Mittellinie wollte mit dem Ball nichts gelingen. Umso überraschender der Ausgleich: Andreas Sendek hatte sich auf der linken Außenbahn durchgesetzt und Henning Wittler bedient. Der ließ auf engem Raum zwei Gegner aussteigen und traf ins Netz (17.). Danach fand der Gast zu seinem Spiel. Die Partie war nun ausgeglichen, auch wenn die Heessener Glück hatten, dass es mit 1:1 in die Pause ging. Denn kurz vor der Pause scheiterten die TSC-Angreifer zweimal kläglich vor Wolfertz (40., 43.).
Neun Minuten nach Wiederanpfiff wiederholte sich die Szene, die zum ersten Tor führte. Allein sah diesmal nicht Lübke schlecht aus, sondern Wittler. Der war für Lübke auf die Manndeckerposition gerückt, weil der Verteidiger zur Pause wegen Kreislaufproblemen raus musste. Im Netz zappelte der Ball dennoch, Oppotsch und Bauer kamen zu spät und behinderten sich auch noch gegenseitig.
Mit zunehmender Spielzeit übernahm der SVE allerdings die Initiative. Die Gastgeber verloren leicht die Bälle und wirkten ausgelaugt. In der 75. Minute leitete Freddy Oppotsch den Ausgleich ein. Seinen Pass flankte der eingewechselte Dennis Eiber auf Sascha Polte, der zum 2:2 einköpfte. Die Heessener drückten nun, und vier Minuten später verwandelte Wittler einen Elfmeter nach bösem Foul an Daniel Kromrei sicher zum 3:2-Siegtreffer. Der Erfolg geriet nicht mehr in Gefahr, auch wenn Polte es verpasste frei vor dem Torwart die Gemüter zu beruhigen.

SVE III: Wolfertz - Bauer - Lübke (46. Eiber), Brinkötter - Gerling, Oppotsch, Kromrei, Sendek - Wittler - Kemper, Polte


Zu wenig

SVE Heessen III – Germania Hamm II 1:1 (0:0)

Nach den beiden unnötigen, wie bitteren Auftaktpleiten beim SSV Hamm (1:2) und im Derby gegen Yunus Emre II ist der Punktgewinn der dritten SVE-Mannschaft gegen die ebenfalls zuvor noch erfolgslose Germania zu wenig, zumal die Heessener das aktivere und spielerisch bessere Team waren, taktisch jedoch Mängel offenbarten.In der ersten Halbzeit besaß der SVE deutlich mehr Spielanteile, allein die Partie plätscherte ohne nennenswerte Torchancen vor sich hin. Die Germanen agierten mit einem dichten Abwehrriegel, ohne sich allerdings hinten reinzustellen.

Auch in Durchgang zwei bot sich im Marienstadion das gleiche Bild. Heessen machte das Spiel, die Gäste lauerten auf Konter. Dementsprechend erlösend war das 1:0 für den SVE. Daniel Kromrei hatte einen Abpraller von der Strafraumkante ins Netz geschlenzt (54.). Doch statt nun aus der Führung Sicherheit zu ziehen und die Angriffe kontrolliert auszuspielen, behielt die Eintracht ihre mitunter hektische Spielweise bei. Zu viele Akteure rannten bei den Angriffen nach vorne, die sich zudem noch häufig im Klein-Klein verliefen. Die Germanen bekamen so Platz zum Kontern, und die Heessener unnötig in bedrohliche Situationen.

Doch die ungefährlichen Gäste hätten wohl noch lange kein Tor erzielt, wenn Hasan Sumar nicht an den Elfmeterpunkt gedurft hätte. Nach zwei plumpen Schwalben hielt Taib Benic seinen Gegner im Sechszehner leicht fest, der Schiedsrichter pfiff und Sumar ließ Keeper Kevin Wolfertz keine Chance.

Nun hätten beide Teams die Partie noch für sich entscheiden können, denn auch die bis dahin sichere SVE-Defensive geriet einige Male ins Schwimmen. Das wäre egal gewesen, wenn Sebastian Krothoff die 1000-prozentige Gelegenheit, als er den Ball im Fünfmeterraum vor die Füße bekam, genutzt hätte. Doch der Gästekeeper tauchte reflexartig in die Ecke ab und rettete der Germania den einen Zähler.


Ein Neuling,

ist Patrick Bauer in seinem Amt als Coach des SVE Heessen III mittlerweile nicht mehr. Die Saison 2012/13 hält für den Spielertrainer und sein Team dennoch etwas Neues bereit. Erstmals geht es für die Dritte in der Kreisliga C um den Klassenerhalt. Da zur darauffolgenden Spielzeit eine D-Klasse eingeführt wird, gibt es in diesem Jahr erstmals Absteiger aus der C-Liga.

Und gar nicht mal so wenige, denn aus der 16er Liga trifft es mindestens die Hälfte aller Mannschaften. Und sollten viele Vereine aus dem Kreis Unna-Hamm aus der Bezirksliga absteigen, werden es sogar noch mehr. „In die Richtung denke ich nicht", sagt Bauer selbstbewusst. Dabei war der SVE in der vergangenen Saison lediglich Achter geworden.Verletzungen und Abstellungen an die zweite Mannschaft nennt der Trainer als Grund, für diese für ihn unbefriedigende Platzierung, hatte er doch eigentlich einen Platz unter den ersten Sechs angepeilt. Dementsprechend ändert Bauer, der mit Torwart Christian Sand einen zweiten Trainer an seiner Seite hat,  auch für die neue Saison die Zielvorgabe nicht.

Verletzungen und Abstellungen an die zweite Mannschaft nennt der Trainer als Grund, für diese für ihn unbefriedigende Platzierung, hatte er doch eigentlich einen Platz unter den ersten Sechs angepeilt. Dementsprechend ändert Bauer auch für die neue Saison die Zielvorgabe nicht.

„Theoretisch können wir unter den ersten Fünf landen", sagt der Coach, der weiterhin als Libero auflaufen wird. Allerdings hat er auch zwei große Aber ausgemacht: 1. „Wir sind zu torungefährlich."; 2. Die Heessener leisten sich zu viele individuelle Fehler.

Beide Probleme wurden in den Testbegegnungen mehr als deutlich. Gegen Eilmsen kosteten zwei individuelle Fehler den verdienten Sieg (2:2) und gegen Bausenhagen führten sie trotz 2:1-Führung kurz vor Schluss zu einer 2:3-Niederlage. Chancen wurden jedes Mal großzügig liegengelassen. Die Partie gegen Westfalia Bockum-Hövel war der Höhepunkt. Der SVE war überlegen, überzeugte spielerisch, brachte aber auf der einen Seite den Ball nicht im Tor unter und lud den Gegner gleich zu sechs Treffern ein. Erfolge feierten die Heessener immerhin gegen den FC Hamm und Sportfreunde Bockum III, auch wenn beide Gegner kein Liga-Niveau erreichten.

Während Bauer hofft, dass die Defensivprobleme mit Beginn der Meisterschaft aufhören, weil, wenn es um Punkte geht, die Konzentration höher wird, bereitet ihm die Abschlussschwäche Kopfschmerzen. Nachdem Goalgetter Michael Forsmann verletzungsbedingt kürzertritt, fehlt ein Knipser. Hier ist Bauer, der auch die Abgänge von Oliver Prill und Sascha Polte (beide Karriereende aufgrund von Verletzungen), Danny Brokinkel (SG Isenbeck) und Tobias Pilgrimm (Standby wegen Schiedsrichterei) beklagen muss, auf der Suche nach Lösungen.

Neu zum 18er Kader gestoßen sind die reaktivierten Thomas Kosian und Sebastian Grabow, die nach ihrer langen Pause, aber erst einmal ihren körperlichen Rückstand aufholen müssen. Auch Taib und Haris Benic gelten nach ihren Verletzungen quasi als Neuzugänge.


Spielberichte Saison 2009 - 12 klick hier