Die Vereinsgeschichte

Porträt: Anton Rehbein - ein Leben für die Fußballjugend

Eine der herausragenden Persönlichkeiten dieser Zeit, für die der VFR und später auch der SC Eintracht einen wesentlichen Teil ihres Lebenswerkes darstellte, war der langjährige Jugendobmann Anton Rehbein. über Jahrzehnte hinweg prägte er in entscheidender Weise die Jugendarbeit im Verein; formte die Kinder und Jugendlichen nicht nur in sportlicher, sondern vor allem auch in menschlicher Hinsicht.

Wie viele andere Vereinsmitglieder ging auch er in der durch den Bergbau geprägten Stadt seiner Arbeit Arbeit auf der Zeche Sachsen nach, widmete aber seine freie zeit fast völlig der Jugendarbeit, zumal er in direkter nähe des Sportplatzes wohnte. Den älteren Vereinsmitgliedern steht sicherlich noch das Bild vor Augen, das ihn in seinem Gemüsegarten am oberen Platzende zeigt, von dem aus er die gesamte Anlage im Griff hatte. Als Betreuer der " alten Schule " ließ er keinen Spieler mit ungeputzten Schuhen oder mit einem Trikot, das über der Hose hing, auf den Platz- in seiner Arbeit konsequent, bisweilen stur und unermüdlich für den Verein tätig. Wichtige Veränderungen gehen auf seine Initiative zurück: So die Gründung der Alte Herren Abteilung im Jahre 1946 oder die Idee, zwischen Weihnachten und Sylvester ein Hallenturnier für Hammer Mannschaften auszurichten.

 

Jugendbetreuer des Jahres 1948: v. l. n. r. E. Bröker, St. Haverkamp, E. Otto, J. Raulf, H. Lueg, E. Bittorff, H. Niermann, F. Oberdorf, und A. Rehbein

Kennzeichnend für ihn ist eine Episode aus der Zeit der 70er Jahre: Als die erste Euphorie nach der Fusion vergangen war und die gewünschten Erfolge sich noch nicht abzeichneten, hatte der SpaDaKa Chef Schulte den Vereinsvorsitz abgegeben und ließ nach Anton Rehbeins Ansicht das nötige Engagement für den SC Eintracht vermissen. Also marschierte er -mittlerweile mit einer Gehhilfe- in die neue Geschäftsstelle der Bank, ließ sich kurz anmelden und baute sich vor dem Schreibtisch Schultes auf: " Sie sind für den Verein verantwortlich !" Wobei er, um diesen Worten Nachdruck zu verleihen, jeden Satz unterstrich, indem er mit seinem Stock auf dem Schreibtisch hämmerte. Es ist nicht nachzuweisen, ob sein eindringlicher Appell der Auslöser war- aber Schulte und die Bank wurden aktiv und entwickelten das Konzept für den späteren Erfolg.

Im Jahre 1978 wurde Anton Rehbein zum Ehrenmitglied des SC Eintracht ernannt; nur eine Ehrung innerhalb der Fülle von Auszeichnungen- auch seitens der Stadt Hamm und des Verbandes. Das dass seit 1977 als " Anton- Rehbein- Gedächtnisturnier " ausgetragen wird kann nur ein geringer Ausdruck des Dankes sein, den der Heessener Fußball diesen Mann schuldet.

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Anton Rehbein Gedächtnisturniere