Die Vereinsgeschichte

Fusion

SC Eintracht Hamm mit SV 26 Heessen

 

 

Mitglieder entschieden sich für Fusion

Nun ist es amtlich. Auch in Heessen wird es ab der Saison 2006 / 2007 nur noch einen Fußballverein geben. Als letzte, entschieden sich die Mitglieder des SV 26 Heessen am Donnerstagabend in einer außerordentlichen Versammlung für eine Fusion mit dem SC Eintracht. Ein zufriedener Versammlungsleiter Oskar Burkert konnte mit 95% Zustimmung eine deutliche Mehrheit verkünden. Die Mitglieder des SCE hatten sich bereits eine Woche zuvor ähnlich deutlich für ein Zusammengehen der beiden Vereine ausgesprochen. Zwar ist die Verschmelzung der beiden Heessener Clubs rechtlich noch nicht unter Dach und Fach, doch durch das Votum der Mitglieder steht einer Fusion nun nichts mehr im Wege. Die Vorstände wurden beauftragt einen Verschmelzungsvertrag zu schließen und eine entsprechende Satzung zu erarbeiten. Rechtsanwalt Dr. Klaus Ulrich, der die Clubs in juristischen Dingen berät wird sich auch weiterhin vornehmlich um die rechtlichen Belange kümmern. Nachdem sich die Vereine vor fünf Jahren hinsichtlich einer Fusion schon einmal sehr nahe gekommen waren, diese letztlich aber an den Vereinsstrukturen des SV 26 scheiterte, klappte es im zweiten Anlauf nahezu reibungslos. Die Vorstände konnten ihren Mitgliedern augenscheinlich vermitteln, dass eine Fusion nicht nur wünschenswert sondern vielmehr notwendig ist. So liefen die Infoveranstaltungen wie auch die außerordentlichen Versammlungen völlig emotionslos ab, weil auch die Mitglieder beider Vereine sich ihrer Verantwortung bewusst waren. So wich zwar die Anspannung aus den Gesichtern der Konstrukteure -Horst Messner, Johannes Lepper und Winfried Zerle (SCE) sowie Martin Greiß, Peter Kratzat und Ulrich Schmitt (SV 26)- einer gewissen Zufriedenheit; eine große Überraschung war das Abstimmungsergebnis aber nicht mehr. Was aus dem Vertrauensbeweis wird, müssen die nächsten Wochen und Monate zeigen. Zumindest nimmt der neue Verein, der DJK Spielverein Eintracht 22/26 Heessen e.V. (kurz: SVE Heessen) heißen wird, langsam Konturen an. Anfang des neuen Jahres soll mit den Planungen für die nächste Spielzeit begonnen werden, wobei es schon etliche Gespräche zwischen den einzelnen Abteilungen -Senioren, Jugend und Alte Herren- gegeben hat. So soll langfristig Landesliga-Fußball angeboten werden und als Unterbau ein Perspektivteam eingerichtet werden, dass der guten Jugendarbeit beim SCE wie auch beim SV 26 gerecht wird und den reibungslosen Übergang von der Jugend in den Seniorenbereich sichern soll. Weitere Mannschaften werden entsprechend ihrer Leistungsstärke am Spielbetrieb teilnehmen, dazu kommt der Frauen- und Mädchenfußball und auch die Hobbyteams sollen integriert werden. Einen weiteren Schwerpunkt sieht der neue Verein in der Jugendarbeit. Neben der Zielsetzung möglichst viele Jugendliche frühzeitig an den Fußball heranzuführen, steht die Vorstellung, in den älteren Jahrgängen Überkreislich zu spielen. Darüber hinaus plant man für die Zukunft das Breitensportangebot auszubauen (gibt es bisher nur beim SV 26 als Gymnastikgruppe).
Schon der Name des neuen Clubs verrät, dass man in Heessen zwar einen Neuanfang will gleichzeitig aber möglichst viel von der Tradition beibehalten werden soll. Die Vereinsfarben sollen Blau/Rot werden. Dieses sind Farben, die auch im Heessener Wappen vorkommen und somit den Bezug, die Zugehörigkeit und die Verbundenheit mit dem Stadtbezirk Heessen demonstrieren. pk

 

Wollen in Zukunft gemeinsame Ziele ansteuern. Die Vorstände des SV 26 Heessen und des SC Eintracht Hamm. Das Bild zeigt von links: Geschäftsführer Hubert Chrobok , Schatzmeister Ulrich Schmitt, 2.Vorsitzender Peter Kratzat, 1.Vorsitzender Martin Greiß, (alle SV 26) Ehremamtsbeauftragter Heinz Kastner, 1.Vorsitzender Horst Messner, (beide SCE) 2. Abteilungsleiter Peter Schrutek (SV 26). Foto: Schmitt

 


 

Zwei Vereine

Eine Woche nach der Jahreshauptversammlung des SC Eintracht kamen am Freitag Abend die SV-Mitglieder ins Vereinsheim "Am Schloss" zusammen um den Erläuterungen ihres 2. Vorsitzenden Peter Kratzat zu der bevorstehenden Verschmelzung der beiden Heessener Vereine zu lauschen. Martin Greiß, Heessens erst kürzlich gewählter 1. Vorsitzender war von der wohltuenden Atmosphäre dieses Abends angenehm überrascht. In der Tat: Wer hitzige Diskussionen und nerviges Gezerre um Formulierungen erwartet hat, sah sich enttäuscht. Als neutraler Beobachter konnte man den Eindruck gewinnen, als sei die Verschmelzung bereits unter Dach und Fach. Vorbehalte wie vor fünf Jahren waren jedenfalls nicht zu erkennen. Unterstützung bekamen die Vorstände beider Vereine vom SV-Mitglied und Landtagsabgeordneten Oskar Burkert, der ebenfalls vehement für einen Zusammenschluss warb und den Vorständen eine gute Vorarbeit attestierte. Auch die 26er haben sich zu ihrer Mitgliederversammlung die Unterstützung des SCE geholt. Deren 1. Vorsitzender Horst Messner sowie der Ehrenamtsbeauftragte Heinz Kastner wohnten der Versammlung bei.Peter Kratzat erläuterte im Wesentlichen die von beiden Clubs ausgearbeiteten Eckpunkte der Verschmelzung. (WA berichtete am 29.10. ausführlich). Dabei betonte er nochmals, dass die Mitglieder am 13. Dezember aufgerufen werden, über den vorläufigen Verschmelzungsvertrag abzustimmen. Eine dreiviertel Mehrheit benötigen beide Vereine, die im übrigen zeitgleich tagen, um den Vertrag abzusegnen und damit praktisch die Verschmelzung besiegeln. Zu einem späteren Zeitpunkt wird der Vertrag von den Vorständen geschlossen und notariell beglaubigt. Außerdem wird ein Vorstand berufen, der in der Gründungsversammlung bestätigt werden muss. Bei der Vorstandsbildung soll wie bei der gesamten Verschmelzung auch, das Prinzip der Verzahnung greifen. Das bedeutet, dass beide Clubs nach Möglichkeit pari vertreten sein werden. Kratzat betonte, dass der nach dem 13. Dezember neu ins Leben gerufene Verein, DJK Spielverein Eintracht 22/26 Heessen e.V., heißen könnte. Wenn die Mitglieder beider Vereine für die Verschmelzung stimmen, dann sollen die Vertreter des neuen Vereins unmittelbar nach der Wahl mit ihrer Arbeit beginnen. Dafür hätten sie dann ein halbes Jahr Zeit, schließlich soll -geht es nach dem Willen der jetzigen Vorstände- die Verschmelzung der Seniorenfußballer, der Jugend und der Alten Herren bis zum Saisonbeginn 2006/2007 abgeschlossen sein.

zurück